Masterarbeit, 2012
109 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Geldpolitik aus nationaler Sicht
2.1 Geld, Preise und Output
2.2 Transmissionsprozess der Geldpolitik
2.3 Die Überinvestitionstheorie in einer geschlossenen Wirtschaft
2.4 Das Federal Reserve System
2.4.1 Die Notenbank
2.4.2 Die Instrumente der Fed
3 Nationale Geldpolitik aus der internationalen Perspektive
3.1 Das Wechselkurssystem
3.2 Die Zins- und Kaufkraftparität
3.3 Geldpolitik und flexible Wechselkurse
3.4 Geldpolitik und feste Wechselkurse
3.5 Das Trilemma der Währungspolitik
3.6 Sterilisationspolitik
3.7 Die Zentralbankbilanz
3.8 Überinvestitionstheorie in einer offenen Wirtschaft
4 Die U.S.-Geldpolitik und die U.S.-Wirtschaft
4.1 Die Geldpolitik der Fed seit 2007
4.2 Die Geldpolitik der Fed im nationalen Kontext
5 Internationale Auswirkungen der U.S.-Geldpolitik
5.1 Eine Dollar-basierte Welt, Leistungsbilanzdefizit und die Rolle der USA
5.2 Rückblickende Betrachtung der Geldpolitik als internationaler Krisentreiber
5.3 Die Entwicklungen in den Schwellenländern
5.4 Hot-Money-Zuflüsse und die Volksrepublik China
5.5 Die Überschussliquidität in anderen Staaten
5.6 Die Rohstoffpreisentwicklung
5.7 Liquiditätsflut und doch keine Überinvestition
6 Ein Ausblick auf die geldpolitische Exit-Strategie
7 Fazit
Diese Masterarbeit untersucht die Auswirkungen der amerikanischen Geldpolitik im Zeitraum von 2008 bis 2011 auf die Weltwirtschaft. Im Zentrum steht die Analyse, ob die expansive Geldpolitik der Federal Reserve (Fed) zur weltweiten Vermögenswertinflation beigetragen hat und welche Risiken sich daraus für globale Finanzstabilität ergeben.
2.3 Die Überinvestitionstheorie in einer geschlossenen Wirtschaft
Dieser Abschnitt hat die Aufgabe anhand der Überinvestitionstheorie, die für geschlossene Volkswirtschaften auf den Überlegungen von Mises (1912), Hayek (1929, 1935) und Minsky (1986, 1992) fußen und von Hoffmann und Schnabl (2011) (siehe Kap. 3.8) auf die offene Volkswirtschaft übertragen wurden, auf die Gefahren von kreditgetriebenen Konjunkturzyklen durch zu niedrige Notenbankzinsen zu verweisen. Der Kerngedanke dieser Theorie ist es, dass die Notenbank eines Landes während eines Aufschwunges durch zu niedrige Zinsen die Ressourcen einer Volkswirtschaft in ineffiziente Projekte steuert und letztendlich durch das Platzen dieser Blase großen Schaden anrichtet.
Zur Betrachtung des kreditgetriebenen Konjunkturzyklusses werden vier Zinssätze unterschieden. Erstens, der interne Zins, d.h. die erwartete Rendite einer Investition . Zweitens, der natürliche Zins , welcher sich durch das Gleichgewicht aus Sparen und Investition ergibt. Drittens, der Zins der Notenbank . Viertens, der Kapitalmarktzins zu dem der private Bankensektor Kredite an Unternahmen vergibt.
Im Gegensatz zu Mises (1912) und Hayek (1929, 1935), bei denen sich der Kapitalmarktzins aus dem natürlichen Zins ergibt, verfolgen Hoffmann und Schnabl (2011) den Ansatz, dass der Kapitalmarktzins in wirtschaftlich normalen Zeiten durch den Notenbankzins gesteuert wird. Ein nachhaltiger wirtschaftlicher Aufschwung fußt auf positiven Erwartungen, welche durch reale oder finanzielle Innovationen begründet sind. Die Investitionen nehmen zu. Der interne Zins steigt. Um die Wirtschaft im Gleichgewicht (I=S) zu halten, muss ebenfalls der Kapitalmarktzins ansteigen. Dies geschieht in der Regel jedoch nur, wenn die Notenbank ihren Zins anhebt.
1 Einleitung: Stellt die Problematik der amerikanischen Geldpolitik seit 2008 dar und definiert das Ziel der Arbeit, die internationalen Konsequenzen dieser Politik zu untersuchen.
2 Geldpolitik aus nationaler Sicht: Erläutert die theoretischen Grundlagen der Geldpolitik, einschließlich des Transmissionsprozesses und der Überinvestitionstheorie in einer geschlossenen Wirtschaft.
3 Nationale Geldpolitik aus der internationalen Perspektive: Analysiert Wirkungszusammenhänge in offenen Volkswirtschaften, das Wechselkurssystem, Zins- und Kaufkraftparitäten sowie das Trilemma der Währungspolitik.
4 Die U.S.-Geldpolitik und die U.S.-Wirtschaft: Untersucht empirisch die Maßnahmen der Fed seit 2007 (Quantitative Easing) und deren Effekte auf die US-Wirtschaft.
5 Internationale Auswirkungen der U.S.-Geldpolitik: Analysiert die Effekte der US-Geldpolitik auf Schwellenländer, Kapitalzuflüsse, Rohstoffpreise und mögliche Überinvestitionen.
6 Ein Ausblick auf die geldpolitische Exit-Strategie: Diskutiert die Herausforderungen für die Fed beim Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik und die notwendigen globalen Koordinationsschritte.
7 Fazit: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und warnt vor den langfristigen Risiken der aktuellen geldpolitischen Entwicklung.
Geldpolitik, Federal Reserve, Quantitative Easing, Weltwirtschaft, Schwellenländer, Überinvestitionstheorie, Kapitalflüsse, Zinsparität, Wechselkurse, Inflation, Finanzkrise, Vermögenswertinflation, Nullzinspolitik, Zentralbank, Konjunkturzyklus
Die Arbeit analysiert die geldpolitischen Maßnahmen der US-Notenbank (Fed) im Zeitraum von 2008 bis 2011 und untersucht deren Auswirkungen auf die Weltwirtschaft.
Die zentralen Themen umfassen die US-amerikanische Nullzinspolitik, quantitative Lockerung, internationale Kapitalbewegungen sowie die damit verbundene Inflation und Vermögenswertblasen in Schwellenländern.
Das Ziel ist es, die internationalen Spillover-Effekte der US-Geldpolitik darzustellen und kritisch zu hinterfragen, ob diese maßgeblich für eine weltweite Vermögenswertinflation verantwortlich ist.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse der Geldpolitik (insbesondere die Überinvestitionstheorie) und eine empirische Betrachtung mittels vorhandener ökonomischer Daten und Literatur.
Der Hauptteil behandelt die Funktionsweise der Fed, internationale Wirkungszusammenhänge, die Maßnahmen der Fed seit 2007 sowie deren spezifische Auswirkungen auf Schwellenländer wie China, Brasilien und Indonesien.
Zu den Schlüsselwörtern zählen Federal Reserve, Quantitative Easing, Überinvestitionstheorie, Kapitalzuflüsse und globale wirtschaftliche Stabilität.
Die Arbeit argumentiert, dass die aktuelle Geldpolitik der Fed vor allem großen Instituten hilft, während kleine Banken, die für die Kreditversorgung des Mittelstandes entscheidend sind, von der Liquidität nicht profitieren.
Ein unkoordinierter Ausstieg aus der Niedrigzinspolitik könnte laut Arbeit zu spekulativen Kapitalabflüssen und Währungsaufwertungen in betroffenen Schwellenländern führen, was dort schwere Wirtschaftskrisen auslösen könnte.
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