Bachelorarbeit, 2011
43 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Die Diffusion virtueller Güter
2.1 Grundlagen der klassischen Diffusionstheorie
2.2 Von der klassischen zur erweiterten Diffusionstheorie
2.2.1 Die Diffusion von Netzeffektgütern
2.2.2 Die Diffusion bei Interproduktbeziehung
3. Die zwei Seiten des Marktes für Smartphone-Applikationen
3.1 Das Grundprinzip zweiseitiger Märkte
3.2 Der Apple App Store als zweiseitiger Markt
4. Analyse der Diffusionsfaktoren am Beispiel des Apple App Stores
4.1 Diffusionstreiber
4.1.1 Diffusionstreiber auf Nutzerseite
4.1.1.1 Vertrauen und positive Erwartungshaltung
4.1.1.2 Preissetzung
4.1.2 Diffusionstreiber auf Entwicklerseite
4.1.2.1 Installierte Basis
4.1.2.2 Entwicklungsinfrastruktur
4.1.2.3 Einfluss der Auftraggeber als weiterer Stakeholder
4.2 Diffusionshemmnisse
4.2.1 Diffusionshemmnisse auf Nutzerseite
4.2.1.1 Kompatibilität
4.2.1.2 „Lock-In“ und Kontrolle
4.2.2 Diffusionshemmnisse auf Entwicklerseite
4.2.2.1 Transparenz des Zulassungsverfahrens
4.2.2.2 Negative gleichseitige Netzeffekte
5. Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Diffusionsfaktoren von virtuellen Gütern in zweiseitigen Märkten, illustriert anhand einer Fallstudie des Apple App Stores. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Identifikation einzelner Einflussfaktoren und deren Auswirkungen auf die Akzeptanz und Verbreitung der Plattform bei Nutzern und Entwicklern.
4.1.1.1 Vertrauen und positive Erwartungshaltung
Im Abschnitt 2.2.2 wurde deutlich, dass eine Interproduktbeziehung zwischen dem iPhone und dem App Store besteht, die sowohl auf eine komplementäre als auch auf eine kontingente Verbindung hinweist. Die Definition von kontingenten Gütern schließt eine symmetrische Beeinflussung aus und beschreibt nicht den Einfluss des App Stores auf den Verkauf des iPhones. Gerade dieser Effekt ist jedoch anzunehmen, da die auf dem App Store gehandelten Apps die Funktionen des iPhones erweitern und es somit attraktiver für Konsumenten macht. Eine komplementäre Beziehung bezieht beideeitig gerichtete Effekte mit ein, allerdings mit der Einschränkung, dass die Güter für gewöhnlich getrennt voneinander konsumiert werden. Eine trennscharfe Einteilung in eine der beiden Kategorien ist nicht möglich. In Anbetracht des Analyseziels erscheint eine Behandlung als komplementäre Güter jedoch realistischer und zielführender.
Bei Netzeffektgütern besteht ein Informations- und ein Vertrauensproblem, da der Nutzen ex ante noch nicht sichtbar ist. Kritisch für den Plattformbetreiber ist es daher, diese Unsicherheiten sowohl auf Angebots- als auch auf Nachfrageseite abzubauen, um die neue Plattform zu etablieren und das Startproblem der Marktschaffung zu lösen. Dieses entsteht dadurch, dass die ersten Marktplatzteilnehmer noch nicht von Netzeffekten profitieren können und daher erst überzeugt werden müssen. Folgende Strategien von Apple können dazu beigetragen haben:
Vertrauen durch Markenimage
Positive Erwartungshaltung durch gezielte Kommunikation.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der App-Ökonomie ein und stellt die Forschungsfrage bezüglich der Diffusionsfaktoren des Apple App Stores unter Anwendung der Diffusionstheorie und der Theorie zweiseitiger Märkte.
2. Die Diffusion virtueller Güter: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Diffusionstheorie dargelegt und für Netzeffektgüter sowie Interproduktbeziehungen wie Komplementarität und Kontingenz erweitert.
3. Die zwei Seiten des Marktes für Smartphone-Applikationen: Dieses Kapitel ordnet den App Store in den Kontext der Theorie zweiseitiger Märkte ein und beschreibt die Rollen von Nutzern, Entwicklern und Auftraggebern als Plattform-Teilnehmer.
4. Analyse der Diffusionsfaktoren am Beispiel des Apple App Stores: Der Hauptteil analysiert spezifische Treiber wie Markenimage, Preissetzung und Infrastruktur sowie Hemmnisse wie Kompatibilität, Lock-In und Transparenzprobleme im Zulassungsprozess.
5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Apples Strategie erfolgreich die Startphase durch Nutzung der iTunes-Nutzerbasis überwand, weist jedoch auf die limitierende Wirkung der restriktiven Kontrollpolitik und der hohen Kosten für Entwickler hin.
Diffusionstheorie, Zweiseitige Märkte, Apple App Store, Netzeffekte, Smartphone-Applikationen, Adoption, Installierte Basis, Lock-In-Effekt, Komplementärgüter, Plattformökonomie, Wettbewerb, Software-Distribution, Entwickler-Ökosystem, Markenimage, Interproduktbeziehung.
Die Arbeit untersucht, welche Faktoren die Verbreitung (Diffusion) von Smartphone-Applikationen auf Plattformen wie dem Apple App Store beeinflussen und wie das Geschäftsmodell zweiseitiger Märkte hierbei zur Anwendung kommt.
Die zentralen Felder umfassen die Diffusionstheorie, das Verständnis zweiseitiger Plattformen, die Analyse von Netzwerkeffekten sowie die strategischen Maßnahmen von Apple zur Marktetablierung.
Die Arbeit geht der Frage nach, welche einzelnen Faktoren die Adoption des Apple App Stores beeinflusst haben und wie sich dies auf die Verbreitung des Geschäftsmodells auswirkt.
Es handelt sich um eine Single-Case Fallstudie, deren Daten primär aus offiziellen Pressemitteilungen von Apple sowie redaktionellen Berichterstattungen und existierender Fachliteratur stammen.
Im Hauptteil werden sowohl treibende Faktoren (z.B. positive Erwartungshaltung, Infrastruktur) als auch hemmende Faktoren (z.B. Lock-In, Inkompatibilität, intransparente Zulassung) auf Nutzer- und Entwicklerseite detailliert untersucht.
Die Untersuchung ist geprägt durch Begriffe wie Diffusionstheorie, zweiseitige Märkte, Netzeffekte, Plattformökonomie, Lock-In-Effekt und Interproduktbeziehungen.
Das iPhone wird als kontingentes Gut beschrieben, dessen Besitz eine Voraussetzung für die Nutzung des Stores ist. Die Integration in das iTunes-Ökosystem half, die Registrierungshürde für Nutzer zu senken.
Es beschreibt die Hürde, dass eine Plattform nur Nutzen stiftet, wenn genügend Teilnehmer auf beiden Seiten (Nutzer und Entwickler) vorhanden sind. Apple löste dies durch zeitlich vorgelagerte Investitionen und die Nutzung einer bestehenden Nutzerbasis.
Ein Konflikt besteht in der Preissensitivität: Nutzer profitieren von kostenlosen Apps oder Preiskämpfen, während dies für Entwickler den Wettbewerbsdruck erhöht und die Gewinnspannen schmälert.
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