Bachelorarbeit, 2011
30 Seiten, Note: 1,3
I. Einleitung
II. Hauptteil
1. Der Begriff Jugendstil
1.1 Alfons Maria Mucha: Chocolat Idéal
2. Der Begriff psychedelische Kunst
2.1 Die psychedelische Kultur in den Sechzigern
2.2 Richard Alden (Rick) Griffin: Aoxomoxoa und ein interpiktoraler Vergleich zum Werk Chocolat Idéal von Mucha
III. Schlussbemerkung
Die vorliegende Arbeit untersucht die gestalterischen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem Jugendstil und der psychedelischen Kunst der 1960er Jahre. Ziel ist es, den wissenschaftlich kaum beachteten Zusammenhang zwischen diesen beiden Kunstströmungen anhand eines interpiktoralen Vergleichs der Werke von Alfons Mucha und Rick Griffin aufzuzeigen und zu verdeutlichen, dass der Jugendstil in weiten Zügen in der psychedelischen Ära fortlebte.
2.2 Richard Alden (Rick) Griffin: Aoxomoxoa und ein interpiktoraler Vergleich zum Werk Chocolat Idéal von Mucha
Aoxomoxoa ist die 3. LP aus dem Jahre 1969 der legendären Musikgruppe Grateful Dead („Die dankbaren Toten“). Das Album besteht aus 18 verschiedenen Konzerten und Studioaufnahmen, die mit elektronischen Klängen zu bizarren Klangcollagen montiert wurden, die den Fluss der Musik ausgesprochen einschränkten. Die Musikzeitschrift Rolling Stone wählte zudem das Album Aoxomoxoa in der Novemberausgabe des Jahres 1991 unter den 100 größten Albumcovern auf Platz 8.
Das von Rick Griffin, mit bürgerlichem Namen Richard Alden Griffin (1944 - 1991), gestaltete Frontcover des Albums Aoxomoxoa ist in einen vorderen, kolorierten Bildbereich und einen hinteren, schwarzen unterteilt. Der Blick des Betrachters wird im Vordergrund auf die im oberen Bilddrittel dargestellte Sonne gelenkt. Diesen Effekt erzielt Griffin durch starke Kontraste. Das weiß dargestellte Zentrum der Sonne, ist der hellste Punkt des Bildes und macht im Verhältnis zum Bildganzen den stärksten Kontrast aus.
Griffin verwendet bei der Gestaltung der Sonne Farbabstufungen von Weiß über Gelb bis Rot. Dadurch erscheint die Sonne in ihrem Kolorit wie ein Leuchtkegel und eine lebensspendende Kraft, die das organische Leben beeinflusst. Der organische Bezug ist auch bei den Sonnenstrahlen ersichtlich. Diese werden in Form von winzigen Spermatozoiden dargestellt. Es entsteht dadurch der Eindruck, dass die Sonne einer Eizelle gleicht, die befruchtet wird.
I. Einleitung: Die Einleitung legt den theoretischen Grundstein, indem sie die stilistischen Gemeinsamkeiten zwischen Jugendstil und psychedelischer Kunst hervorhebt und die Forschungsfrage für den geplanten interpiktoralen Vergleich definiert.
II. Hauptteil: Dieser Teil erörtert zunächst die kunsthistorischen Grundlagen des Jugendstils sowie der psychedelischen Kunst und führt den detaillierten Vergleich zwischen den Werken von Alfons Mucha und Rick Griffin durch.
1. Der Begriff Jugendstil: Dieses Kapitel definiert den Jugendstil als Kunstströmung um 1900 und beleuchtet dessen Einflüsse sowie die Rolle als Gegenbewegung zur Industrialisierung.
1.1 Alfons Maria Mucha: Chocolat Idéal: Hier erfolgt eine spezifische Analyse des Werbedrucks "Chocolat Idéal" im Hinblick auf Komposition, Farbwahl und die Verwendung organischer Formen.
2. Der Begriff psychedelische Kunst: Dieses Kapitel beleuchtet die Entstehung der psychedelischen Kunst in den 1960er Jahren, ihre ideologischen Hintergründe und die Bedeutung veränderter Bewusstseinszustände.
2.1 Die psychedelische Kultur in den Sechzigern: Der Fokus liegt hier auf dem soziokulturellen Kontext der 1960er Jahre, der rebellischen Haltung der Jugendkultur und der Rolle von Rockmusik und LSD für die visuelle Gestaltung.
2.2 Richard Alden (Rick) Griffin: Aoxomoxoa und ein interpiktoraler Vergleich zum Werk Chocolat Idéal von Mucha: Dieses Kernkapitel stellt das Cover "Aoxomoxoa" vor und setzt es in direkten Vergleich zu Muchas Arbeiten, insbesondere hinsichtlich der Schriftgestaltung und der Symbolik.
III. Schlussbemerkung: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen, reflektiert die Kritik an den Kunstströmungen und diskutiert das Fortwirken dieser Stile in der heutigen Zeit.
Jugendstil, psychedelische Kunst, Alfons Mucha, Rick Griffin, Aoxomoxoa, Chocolat Idéal, Interpiktoraler Vergleich, Zen-Buddhismus, organische Formen, LSD, Grafikdesign, Plakatkunst, Rockmusik, 1960er Jahre, Kunstgeschichte
Die Arbeit untersucht die stilistischen und inhaltlichen Verbindungen zwischen dem Jugendstil um 1900 und der psychedelischen Kunst der 1960er Jahre.
Zentrale Themen sind die visuelle Analyse von Werbedrucken und Schallplattencovern, die Bedeutung organischer Formen sowie der Einfluss von Zen-Buddhismus und veränderten Bewusstseinszuständen auf die Kunst.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass der Jugendstil nach dem Ersten Weltkrieg nicht vollständig verschwand, sondern wesentliche Impulse für die psychedelische Kunst lieferte.
Es wird ein interpiktoraler Vergleich angewandt, der die Werke der beiden Künstler Alfons Mucha und Rick Griffin gegenüberstellt und formal wie inhaltlich analysiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung von Jugendstil und psychedelischer Kunst, die Analyse des soziokulturellen Kontextes der 1960er Jahre sowie den direkten visuellen Vergleich von "Chocolat Idéal" und "Aoxomoxoa".
Wichtige Begriffe sind Jugendstil, psychedelische Kunst, Mucha, Griffin, organische Formensprache, Zen-Buddhismus und Grafikdesign.
Beide Künstler gelten als prägende Vertreter ihrer jeweiligen Zeit, deren Arbeiten markante Gemeinsamkeiten in der Verwendung geschwungener Linien und der Integration von Schrift in das Gesamtbild aufweisen.
Die Arbeit analysiert die Schrift als funktionales wie gestalterisches Element, wobei der Kontrast zwischen Muchas kommerzieller Leserlichkeit und Griffins psychedelischer, bewusst schwer lesbarer Typografie hervorgehoben wird.
Die Arbeit diskutiert LSD als Impulsgeber für eine neue visuelle Wahrnehmung und künstlerische Ausdrucksform, betont jedoch, dass die Kunst nicht allein durch Drogenkonsum erklärbar ist.
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