Bachelorarbeit, 2012
41 Seiten, Note: 1,0
Diese Arbeit analysiert die Bildungsbenachteiligung von Migrantenkindern am Übergang vom Primar- auf den Sekundarbereich. Sie untersucht dabei den Beitrag der Rational Choice Theorie als Erklärungsmodell für dieses Phänomen. Das Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die komplexen Entscheidungsfaktoren zu gewinnen, die sowohl die Eltern als auch die Lehrer bei der Schulwahl von Migrantenkindern beeinflussen.
Kapitel 1 beleuchtet die persönliche und bildungspolitische Relevanz der Thematik. Kapitel 2 liefert einen Überblick über die Situation von Personen mit Migrationshintergrund in Deutschland, mit Fokus auf Zahlen, Fakten und den Ergebnissen der Sinus-Studie über Migranten-Milieus. Kapitel 3 analysiert verschiedene Erklärungsansätze für Bildungsungleichheit und präsentiert den Beitrag der Rational Choice Theorie, insbesondere den Ansatz von Boudon und dessen Erweiterungen. Es werden auch die Grenzen der Theorie diskutiert. Kapitel 4 untersucht verschiedene Studien, darunter die Längsschnittuntersuchung Koala-S und die LAU-Aspekte der Lernausgangslage und Lernentwicklung. Kapitel 4.1 analysiert Motive der Eltern, Kosten und Belastungen, Erfolgswahrscheinlichkeit von Abschlüssen und den Einfluss von Variablen auf die Bildungsaspirationen. Kapitel 4.2 untersucht sekundäre Effekte der ethnischen Herkunft am Beispiel türkischstämmiger Kinder, inklusive Ressourcen, Bildungsorientierung und Diskriminierung. Kapitel 4.3 beschäftigt sich mit Schulleistungen und der Empfehlungspraxis der Lehrkräfte sowie der Übergangsentscheidung der Eltern. Kapitel 4.4 untersucht den Empfehlungsstatus, die Lehrerempfehlung und die Übergangsentscheidung.
Bildungsbenachteiligung, Migrantenkinder, Schulübergang, Rational Choice Theorie, Bildungsaspiration, soziale Herkunft, ethnische Herkunft, Entscheidungsfaktoren, empirische Studien, Koala-S, LAU, Diskriminierung, Empfehlungspraxis.
Die Benachteiligung resultiert aus einer Kombination von sprachlichen Barrieren, sozialen Rahmenbedingungen und strukturellen Hürden beim Übergang in weiterführende Schulen.
Diese Theorie besagt, dass Eltern Bildungsentscheidungen basierend auf einer Kosten-Nutzen-Abwägung und der Erfolgswahrscheinlichkeit treffen (Ansatz nach Boudon).
Sekundäre Effekte bezeichnen Bildungsentscheidungen, die unabhängig von den tatsächlichen Leistungen des Kindes aufgrund der sozialen oder ethnischen Schichtzugehörigkeit getroffen werden.
Studien zeigen, dass Kinder mit Migrationshintergrund bei gleichen Leistungen oft seltener eine Gymnasialempfehlung erhalten als Kinder ohne Migrationshintergrund.
Die Untersuchung analysiert die Motive der Eltern bei der Schulwahl und wie Kosten, Belastungen und Erfolgserwartungen die Bildungsaspirationen beeinflussen.
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