Masterarbeit, 2012
77 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. TEIL I: KAUKASUSKRIEG 2008 - URSACHEN, VERLAUF, AKTEURE
2.1 1.1 Konfliktgenese
2.1.1 Zur Relevanz ethnischer Identität im (post-) sowjetischen Raum
2.1.2 Getrennte Vorgeschichte
2.1.3 Gemeinsame Geschichte unter sowjetischer Ägide
2.1.4 Postsowjetische Entwicklungen
2.1.5 Im neuen Jahrtausend
2.1.6 Kriegsverlauf
2.2 1.2 Die Akteure und ihre Standpunkte
2.2.1 Einleitender Exkurs: Territoriale Integrität vs. Selbstbestimmungsrecht der Völker
2.2.2 Konfliktparteien
2.2.3 Externe Akteure
3. TEIL II: THEORIEN IM ÜBERBLICK
3.1 2.1 Realismus
3.1.1 Hans Morgenthau
3.1.2 Kenneth Waltz
3.2 2.2 Liberalismus
3.2.1 Andrew Moravcsik
3.3 2.3 Neoliberaler Institutionalismus
3.3.1 Robert Keohane
3.4 2.4 Konstruktivismus
3.4.1 Alexander Wendt
3.5 2.5 Neo-Gramscianismus
3.5.1 Robert Cox
4. TEIL III: DIE ANALYSE
4.1 3.1 Der Erklärungsansatz des Realismus
4.1.1 Macht
4.1.2 Sicherheit
4.1.3 Ein Ungleichgewicht als Kriegsauslöser?
4.2 3.2 Der Erklärungsansatz des Liberalismus
4.2.1 Souveränitätsinteresse als patriotisches Bedürfnis nach nationaler Stärke
4.2.2 Wirtschaftsinteressen
4.2.3 Sicherheitsinteressen
4.3 3.3 Der Erklärungsansatz des neoliberalen Institutionalismus
4.3.1 Kooperation
4.4 3.4 Der Erklärungsansatz des Konstruktivismus
4.4.1 Die Konstruktion des Selbst und des Anderen
4.4.2 Identitäten und ihre Folgen
4.5 3.5 Der Erklärungsansatz des Neo-Gramscianismus
4.5.1 Hegemonie
5. RESÜMEE
Die Arbeit untersucht die Ursachen des Kaukasuskrieges von 2008 durch eine kritisch-analytische Anwendung verschiedener politikwissenschaftlicher Theorien. Das primäre Ziel ist es, das Verständnis für die Kausalzusammenhänge des Konflikts zu schärfen und die Erklärungskraft des Realismus, Liberalismus, neoliberalen Institutionalismus, Konstruktivismus sowie des Neo-Gramscianismus hinsichtlich dieses spezifischen Kriegsausbruchs und seines Verlaufs zu evaluieren.
Die Akteure und ihre Standpunkte
Für das Konfliktverständnis sind neben den historischen Ereignissen auch die Standpunkte und Realitätsauffassungen der jeweiligen Konfliktakteure von Bedeutung. In dieser Hinsicht dürfte es kaum überraschend sein, dass letztere sich von Partei zu Partei stark unterscheiden. Dabei spielen zwei nur schwerlich zu vereinbaren Grundsätze des Völkerrechts eine wichtige Rolle: die territoriale Integrität und das Selbstbestimmungsrecht der Völker. Während Ersterer, vor allem in Artikel 2, Absatz 4 der UN-Charta verankert, besagt, dass das Hoheitsgebiet eines Staates und seine Grenzen unverletzlich sind und, sieht das Selbstbestimmungsrecht der Völker vor, dass diese frei über ihren politischen Status und die Verwirklichung ihrer wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Entwicklung befinden dürfen. Dieser Grundsatz ist u.a. in Artikel 1 des Paktes für Bürgerliche und Politische Rechte bzw. des Paktes für Wirtschaftliche, Soziale und Kulturelle Rechte festgesetzt.
TEIL I: KAUKASUSKRIEG 2008 - URSACHEN, VERLAUF, AKTEURE: Dieses Kapitel liefert eine historische Einordnung des Konflikts, beleuchtet die Genese der Spannungen und arbeitet die unterschiedlichen Standpunkte der beteiligten Parteien sowie externer Akteure heraus.
TEIL II: THEORIEN IM ÜBERBLICK: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Realismus, Liberalismus, neoliberalen Institutionalismus, Konstruktivismus und Neo-Gramscianismus durch Vorstellung ihrer einflussreichsten Denker prägnant zusammengefasst.
TEIL III: DIE ANALYSE: In diesem Hauptteil werden die zuvor vorgestellten Theorien systematisch auf den Kaukasuskrieg angewandt, um dessen Ursachen, den Zeitpunkt der Eskalation und das Ende der Kampfhandlungen zu erklären.
RESÜMEE: Das abschließende Kapitel synthetisiert die Ergebnisse der Theorieanwendung und bewertet, welche der Ansätze am plausibelsten zur Erklärung des Kaukasuskrieges 2008 beitragen können.
Kaukasuskrieg 2008, Georgien, Südossetien, Russland, Internationale Beziehungen, Realismus, Liberalismus, Neoliberaler Institutionalismus, Konstruktivismus, Neo-Gramscianismus, Territoriale Integrität, Selbstbestimmungsrecht, Hegemonie, Identität, Konfliktgenese
Die Arbeit befasst sich mit einer kritisch-analytischen Untersuchung des Kaukasuskrieges von 2008, indem sie diesen durch die Brille fünf verschiedener politikwissenschaftlicher Theorien betrachtet.
Zentrale Themenfelder sind die historischen Wurzeln des Konflikts zwischen Georgien, Südossetien und Russland, die Rolle nationaler Identitäten, das Streben nach Sicherheit und Macht sowie die Bedeutung von Kooperation oder Hegemonie in internationalen Strukturen.
Das primäre Ziel ist es, die Kausalzusammenhänge des Kriegsausbruchs von 2008 zu ergründen und die Erklärungskapazität verschiedener Theorien der Internationalen Beziehungen für diesen spezifischen Konflikt zu überprüfen.
Die Arbeit nutzt einen komparativen, theoriebasierten Analyserahmen, bei dem verschiedene Konzepte auf denselben Konflikt angewandt werden, um deren Plausibilität und Erkenntnisgewinn anhand der empirischen Ereignisse zu bewerten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Konfliktparteien und eine theoretische Untersuchung, in der Realismus, Liberalismus, Institutionalismus, Konstruktivismus und Neo-Gramscianismus jeweils auf ihre Erklärungsfähigkeit bezüglich Ursachen, Eskalationszeitpunkt und Waffenstillstand geprüft werden.
Wichtige Begriffe sind unter anderem die territoriale Integrität, das Selbstbestimmungsrecht, das Konzept der Hegemonie, nationale Identität, Machtgleichgewicht sowie die außenpolitische Interessenverfolgung der beteiligten Akteure.
Er fungiert als zusätzliche, alternative Perspektive, die sich auf das Konzept der Hegemonie stützt, um zu untersuchen, wie soziale Kräfte und die Machteliten die internationale Ordnung beeinflussen.
Die Arbeit analysiert die Einflüsse externer Akteure wie NATO und EU und stellt diese den Sicherheitsinteressen Russlands sowie den Unabhängigkeitsbestrebungen Südossetiens gegenüber, um das Geflecht aus regionalen und globalen Interessen zu entwirren.
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