Bachelorarbeit, 2011
44 Seiten, Note: 1,3
1. Einführung
2. Allgemeine Erklärungen
2.1 Wie wird Faszination erzeugt?
2.2 Warum werden Kriminelle in Serien als negativ betrachtet?
3. Kurze Beschreibung der Charaktere in den relevanten Serien
3.1 The Sopranos
3.2 Prison Break
3.3 Dexter
3.4 Breaking Bad
4. Die Faszination krimineller Charaktere für den Zuschauer
5. Fazit
6. Literaturverzeichnis
Die vorliegende Arbeit untersucht die Gründe für die anhaltende Faszination von Zuschauern für Kriminelle als Protagonisten in modernen Fernsehserien. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, warum sich Rezipienten mit illegal agierenden Charakteren identifizieren, wie deren Handlungen moralisch gerechtfertigt werden und welche Rolle das Medium Fernsehen bei der Konstruktion dieser Faszination spielt.
3.1 The Sopranos
Die Serie beschreibt das Leben von Tony Soprano, einem übergewichtigen, mordenden Mittvierziger, der die Rolle eines Mafiabosses innehat und ständig zwischen seiner leiblichen Familie, die klassisch aus Frau und zwei typischen Teenagern besteht und seiner Funktion als Oberhaupt von Freunden und Geschäftspartnern hin- und hergerissen ist. Neben seiner kriminellen Seite wird seine vorhandene Menschlichkeit dargestellt, wenn er sich um seine sich immerwährend beschwerende Mutter oder um seine Frau und Affären kümmert, wenn er sich mit den emotionalen Schwierigkeiten seiner Kinder auseinandersetzt und nicht zuletzt sogar eine Therapie beginnt, um mit seinen Kindheitstraumata zurecht zu kommen.
Schon im Vorspann kann man beobachten, dass in seinem Heim in New Jersey, einem schmucken Vorort von New York, die eigentliche Kampfarena zu finden ist. Natürlich dient die Einleitung aber genauso dazu darzustellen, dass das organisierte Verbrechen nicht mehr klischeemäßig „downtown“ zu finden ist, sondern inzwischen vornehmer wohnt und sich weiterentwickelt hat.
Tony Soprano besticht nicht durch sein Äußeres, im Gegenteil; objektiv betrachtet ist er übergewichtig, trägt Feinripp-Unterhemd und Halbglatze und befindet sich mitten in der Midlife-crisis. Dieses Erscheinungsbild macht er aber wett durch seine Tatkraft und Vitalität, durch seine Bauernschläue und Führungskompetenz und nicht zuletzt durch die Fürsorglichkeit, die manchmal nicht gleich auf den ersten Blick zu erkennen ist. Tony Soprano ist als Charakter interessant, da er diese zwei Seiten auch dem Zuschauer präsentiert und ihn mit dem Zwiespalt moralischer Entscheidungen konfrontiert, wenn er ganz offensichtlich psychopathische Morde verübt und auf der anderen Seite Liebe und Humor zeigt und sein Schutzinstinkt in Erscheinung tritt.
1. Einführung: Die Einleitung legt das Thema dar, definiert die Forschungsfragen und führt die untersuchten Serien sowie die methodische Herangehensweise ein.
2. Allgemeine Erklärungen: Dieses Kapitel erläutert die psychologischen Voraussetzungen für Faszination an kriminellen Darstellungen und analysiert die Gründe für die negative Wahrnehmung von Tätern im Fernsehen.
3. Kurze Beschreibung der Charaktere in den relevanten Serien: Hier werden die Protagonisten der Serien The Sopranos, Prison Break, Dexter und Breaking Bad strukturiert und inhaltlich vorgestellt.
4. Die Faszination krimineller Charaktere für den Zuschauer: Der Hauptteil untersucht die Rezeptionsmechanismen, Identifikationsangebote und die Rolle der Moral in der Zuschauerwahrnehmung.
5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenführung der Ergebnisse und einer Reflexion über die Bedeutung der moralischen Flexibilität des Zuschauers beim Konsum dieser Serien.
6. Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten Quellen.
Faszination, Kriminelle Charaktere, Fernsehserien, Identifikation, Moral, Gewaltdarstellung, Medienethik, Zuschauer, Protagonisten, Breaking Bad, The Sopranos, Dexter, Prison Break, Narration, Medienpsychologie.
Die Arbeit analysiert die Anziehungskraft, die Kriminelle als Hauptfiguren in modernen US-Fernsehserien auf den Zuschauer ausüben.
Die Themen umfassen Medienethik, Identifikationspsychologie beim Fernsehen, die Rolle von moralischen Konflikten in Narrationen sowie die Analyse von Serienfiguren.
Warum sympathisieren Zuschauer mit Kriminellen und wie rechtfertigt das Medium bzw. der Zuschauer das moralisch fragwürdige Handeln dieser Personen?
Der Autor verwendet eine medienanalytische Betrachtungsweise, basierend auf Struktur- und Inhaltsanalyse der gewählten Serienbeispiele.
Der Hauptteil befasst sich mit der Charakterisierung der vier Serien, der psychologischen Wirkung von Gewaltdarstellungen und der moralischen Einordnung durch den Rezipienten.
Wichtige Begriffe sind Faszination, Identifikation, Moral, Gewaltdarstellung sowie die spezifischen Serientitel als Fallbeispiele.
Die Familie dient in den Serien oft als primärer Motivationsgrund für das kriminelle Handeln und bietet dem Zuschauer einen Anknüpfungspunkt für soziale Identifikation.
Im Gegensatz zum klassischen Krimi, der oft auf bürokratische Ermittler fokussiert, rücken diese Serien die Täter als komplexe, ambivalente Charaktere in den Mittelpunkt.
Ja, laut der Analyse fordert die Unklarheit der moralischen Vorgaben den Zuschauer zur eigenen Reflexion und Urteilsbildung auf, was die Serie fesselnder macht.
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