Hausarbeit, 2012
17 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Hernán Rivera Letelier
2.1 Biographie
2.2 Autobiographische Einflüsse in „Die Filmerzählerin“
3. Die Filmerzählerin
3.1 Handlung
3.2 Die Personen
3.3 Struktur
3.4 Das Thema des Kinos und des Fernsehens
4. Reaktionen
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Roman „Die Filmerzählerin“ von Hernán Rivera Letelier hinsichtlich seiner erzählerischen Struktur, autobiographischer Bezüge zum Autor sowie der gesellschaftlichen Bedeutung des Kinos und dessen Ablösung durch das Fernsehen in einer chilenischen Salpetersiedlung.
3.2 Die Personen
Die einzelnen Familienmitglieder werden sehr detailreich beschrieben und haben alle eine eigene Hintergrundgeschichte. Am interessantesten stellt sich die der nur nebenbei erwähnten Mutter dar, zu der der Leser erst nach dem eigentlichen Ende des Romans durchdringt und die Beziehung der anderen Familienmitglieder zu ihr zu verstehen vermag. María Magnolia heiratet sehr jung und bekommt mit vierzehn ihr erstes Kind, worauf vier weitere in kurzen Abständen folgen. Ihre Rolle innerhalb der Familie ist stark auf Haushalt und Kindererziehung beschränkt und ihr Charakter zeichnet sich aus durch eine Vorliebe für Seidentücher und das Tanzen. Nach dem Unfall des Vaters verlässt sie die Familie um als Tänzerin in einer Varieté-Revue und später dann in einem billigen Zirkus zu arbeiten. Schließlich erhängt sie sich mit einem Seidentuch.
Der Vater Medardo war vor einem Arbeitsunfall ein sehr fleißiger Arbeiter, der nun querschnittsgelähmt ist und mit einem Alkoholproblem zu kämpfen hat. Er verkraftet den Weggang der Mutter nicht und verbietet den Kindern von ihr zu sprechen. Seine Leidenschaften sind das Kino und Namen mit dem Anfangsbuchstaben M. Das erzählerische Talent seiner Tochter erfüllt ihn mit Stolz und schließlich verstirbt er während einer ihrer Filmerzählungen an einem Infarkt.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik des Romans ein, beleuchtet die Bedeutung autobiographischer Ansätze und stellt die Forschungsziele der Hausarbeit dar.
2. Hernán Rivera Letelier: Dieses Kapitel liefert einen biografischen Abriss über den Autor und untersucht die Bezüge zwischen seinem realen Leben und der fiktiven Welt des Romans.
3. Die Filmerzählerin: Hier erfolgt eine detaillierte Inhaltsangabe sowie eine Charakteranalyse der Familienmitglieder, ergänzt durch eine Untersuchung der Erzählstruktur und der Medienthematik.
4. Reaktionen: Dieses Kapitel beleuchtet das Medienecho auf das Werk in Deutschland anhand ausgewählter Rezensionen.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und interpretiert das Ende des Romans sowie die Bedeutung der weiblichen Hauptfigur.
Hernán Rivera Letelier, Die Filmerzählerin, chilenische Literatur, Atacamawüste, Salpeter, Kino, Fernsehen, autobiographische Einflüsse, Erzählstruktur, weibliche Identität, Filmgeschichte, Literaturkritik, Lateinamerikanische Literatur, Familienleben, Medienwandel.
Die Arbeit analysiert den Roman „Die Filmerzählerin“ von Hernán Rivera Letelier unter Berücksichtigung literaturwissenschaftlicher Aspekte.
Die Themen umfassen die Identitätsentwicklung der Protagonistin, die Einbettung in das soziale Milieu der Salpetersiedlungen sowie die historische und symbolische Bedeutung des Kinos.
Ziel ist es, die vielschichtigen Ebenen des Romans zu untersuchen, insbesondere das Zusammenspiel von Fiktion und autobiographischen Elementen sowie die Rolle der Medien bei der Veränderung der Lebenswelt.
Die Arbeit nutzt eine werkimmanente Interpretation, ergänzt um biografische Analysen und eine Einordnung in den literarischen Kontext sowie zeitgenössische Rezensionen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung des Autors, die Inhaltswiedergabe, Charakterisierungen, eine strukturelle Analyse sowie eine historische Betrachtung der Medienentwicklung.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Salpeter-Bergbaugebiete, Filmerzählerin, Identität, Medienecho und autobiographische Ansätze.
Medardo, der querschnittsgelähmte Vater, verkörpert die Leidenschaft für das Kino, fördert das erzählerische Talent seiner Tochter und kämpft gleichzeitig mit den persönlichen Folgen des Verlusts seiner Frau.
Obwohl die Mutter die Familie früh verlässt, wirkt ihre Geschichte als Tänzerin und ihr tragisches Ende als maßgebliche Prägung für das Schicksal und die Entscheidungen der Protagonistin.
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