Diplomarbeit, 2009
67 Seiten, Note: Sehr gut
1. Zusammenfassung
2. Einleitung
2.1. Hinführung zum Thema
2.2. Theoretischer Hintergrund
2.3. Planung des Versuchs
2.4. Planung des Versuchsablaufs
2.5. Hypothesen
3. Methode
3.1. Versuchspersonen
3.2. Materialien
3.2.1. Sprachmaterial
3.2.1.1. Räumliches Sprachmaterial
3.2.1.2. Nicht-räumliches Sprachmaterial
3.2.2. Tracking / Steuerfiles für das Tracking-Programm
3.2.3. Geräte/Apparaturen
3.2.3.1. Hardware
3.2.3.2. Software
3.3. Versuchsdesign
3.3.1. Abhängige Variablen
3.3.1.1. Tracking-Aufgabe
3.3.1.2. Sprechaufgabe
3.3.2. Unabhängige Variablen
3.3.2.1. Tracking-Aufgabe
3.3.2.2. Sprechaufgabe
3.4. Versuchsaufbau
3.5. Versuchsablauf
3.6. Statistische Auswertung
3.6.1. Sprechaufgabe
3.6.2. Tracking-Aufgabe
4. Ergebnisse
4.1. Sprachauswertung
4.1.1. Anzahl der Fehler
4.1.2. Latenzzeit
4.1.3. Sprechgeschwindigkeit
4.1.4. Pausenanzahl
4.2. Tracking
4.2.1. Fehler
4.2.2. Mausbewegung
5. Diskussion
5.1. Diskussion der Ergebnisse
5.1.1. Sprechaufgabe
5.1.2. Tracking-Aufgabe
5.2. Systematische Fehler
6. Literaturverzeichnis
7. Anhang
7.1. Sätze in Versuchsreihenfolge
7.1.1. Räumlich
7.1.2. Nicht-räumlich
Die Arbeit untersucht den Einfluss der Mobiltelefonbenutzung während der Autofahrt, wobei insbesondere die kognitive Interferenz bei der Bearbeitung räumlicher und nicht-räumlicher Inhalte analysiert wird. Ziel ist die Klärung, wie sich unterschiedliche sprachliche Anforderungen (Verstehen, Planen, Produktion) auf eine kontinuierliche sensumotorische Aufgabe (Tracking) auswirken.
3.2.1. Räumliches Sprachmaterial
Für die räumliche Aufgabe sollen die Probanden einen Satz hören, in dem zwei Gebäude-Person-Relationen enthalten sind. Von einer festen Position aus (in der Mitte des Forumsplatzes, 360° drehbar) soll die Aussage dann auf ihre Richtigkeit geprüft werden, damit sicher gestellt werden kann, dass der Proband auch tatsächlich eine räumliche Analyse vornimmt. Dafür wurden acht Gebäude ausgewählt (HZO, Audimax, Mensa, UB, GA, MA, IA und NA), die sich auf dem Campus der Ruhr-Universität Bochum befinden und den Probanden bekannt sind (das wird vor dem eigentlichen Versuch in einem Vorversuch überprüft). Diese acht Gebäude bilden zusammen mit den vier räumlichen Relationen das Grundmaterial für die räumliche Sprechaufgabe.
Schließlich werden bei der Erstellung der Sätze zwei der vier möglichen räumlichen Relationen mit zwei der acht möglichen Gebäude kombiniert. Aus den vier Relationen lassen sich vier mal vier, also 16 Kombinationen erstellen.
1. Zusammenfassung: Diese Einführung gibt einen Überblick über die negative Doppelaufgaben-Interferenz bei der Mobiltelefonnutzung während der Fahrt und fasst die zentralen Ergebnisse der Studie zusammen.
2. Einleitung: Das Kapitel erläutert den theoretischen Hintergrund zur kognitiven Überlastung, führt die Forschungslücke ein und definiert die zentralen Hypothesen zum Einfluss von Sprachinhalten auf das Tracking.
3. Methode: Hier werden das multifaktorielle Versuchsdesign, die Probandenauswahl, die Erstellung des Sprachmaterials sowie der technische Aufbau des Experiments detailliert beschrieben.
4. Ergebnisse: Die deskriptive und inferenzstatistische Analyse präsentiert die Daten zu Sprachfehlern, Latenzzeiten, Sprechgeschwindigkeit sowie zur Tracking-Performance unter verschiedenen Versuchsbedingungen.
5. Diskussion: Dieses Kapitel interpretiert die Ergebnisse im Lichte bestehender Theorien, diskutiert die Bedeutung für die Verkehrssicherheit und reflektiert methodische Einschränkungen.
6. Literaturverzeichnis: Ein umfassendes Verzeichnis aller verwendeten Quellen und Referenzen, die der Arbeit zugrunde liegen.
7. Anhang: Enthält die vollständigen Auflistungen der verwendeten Sätze in ihrer jeweiligen Versuchsreihenfolge für beide Aufgabenkategorien.
Mobiltelefonbenutzung, Doppelaufgaben-Interferenz, kognitive Überlastung, Sprachverstehen, Sprachplanung, Sprachproduktion, Trackingleistung, räumliche Analyse, sensumotorische Aufgabe, Fahrsimulation, Arbeitsgedächtnis, Interferenz, Reaktionszeit, Sprechgeschwindigkeit, Aufmerksamkeit.
Die Arbeit untersucht, inwiefern die Nutzung eines Mobiltelefons während der Fahrt die Leistung bei einer sensumotorischen Aufgabe (Tracking) beeinträchtigt, wobei der Fokus auf der kognitiven Interferenz durch unterschiedliche Sprachinhalte liegt.
Die zentralen Themen umfassen Doppelaufgaben-Interferenzen, kognitive Ressourcenmodelle (wie das Arbeitsgedächtnismodell von Baddeley & Hitch), die Psycholinguistik der Sprachplanung und die Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit.
Das primäre Ziel ist es zu klären, ob der Inhalt eines Gesprächs (räumlich vs. nicht-räumlich) und die Art der sprachlichen Anforderung (Verstehen, Planen, Produktion) unterschiedlich stark mit der Fahrleistung interferieren.
Es wird ein experimentelles, multifaktorielles Design mit 42 Probanden angewandt, das Tracking-Leistung und Sprachparameter unter Laborbedingungen in einer Doppelaufgabensituation erhebt und varianzanalytisch (ANOVA) auswertet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte methodische Beschreibung des Versuchsaufbaus, die Ergebnisdarstellung zu sprachlichen und motorischen Parametern sowie eine ausführliche Diskussion der Befunde im Kontext der kognitiven Psychologie.
Wichtige Begriffe sind Mobiltelefonbenutzung, kognitive Überlastung, Doppelaufgaben-Interferenz, Sprachplanung und Trackingleistung.
Die Studie zeigt, dass bei der räumlichen Sprechaufgabe die Leistungen sowohl im Sprechen als auch im Tracking signifikant schlechter ausfallen als bei nicht-räumlichen Inhalten, vermutlich aufgrund konkurrierender kognitiver Ressourcen im visuell-räumlichen Skizzenblock.
Die Arbeit widerlegt die Annahme, dass nur das Halten eines Mobiltelefons die Fahrt gefährdet; sie legt nahe, dass insbesondere die kognitive Belastung während eines Gesprächs in gefährlichen Verkehrssituationen das Unfallrisiko massiv erhöht, unabhängig von der Nutzung einer Freisprechanlage.
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