Masterarbeit, 2011
84 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Forschungsfrage
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Wissensmanagement und Bildungsmanagement
2. Theoretischer Bezugsrahmen
2.1 Wissensmanagement
2.1.1 Wissen
2.1.2 Wissenstypologien
2.1.3 Konzepte des Wissensmanagements
2.1.3.1 Modell der Wissenstransformation
2.1.3.2 Baustein-Modell
2.1.3.3 Münchener Wissensmanagement Modell
2.1.4 Wissenstransfer
2.1.5 Probleme beim Wissenstransfer
2.2 Bildungseinrichtungen als Expertenorganisationen
2.2.1 Besonderheiten von Non-Profit-Organisationen
2.2.2 Formen des Lernens in Bildungsorganisationen
2.3 Möglichkeiten der betrieblichen Anreizgestaltung
2.3.1 Rolle der Motivation
2.3.2 Betrieblichen Anreizsysteme
2.3.3 Anreizarten
2.3.3.1 Intrinsische Anreize
2.3.3.2 Extrinsische Anreize
2.3.4 Anforderungen an Anreizsysteme
3. Wissensmanagement und Anreizsysteme in Bildungseinrichtungen
3.1 Bedeutung des Wissensmanagements für Bildungseinrichtungen
3.2 Wissen in Bildungseinrichtungen
3.3 Kommunikationsstörungen und Ursachen für einen defizitären Wissenstransfer
3.3.1 Symptome von Kommunikationsstörungen
3.3.2 Ursachen und Hindernisse für den Wissenstransfer
3.4 Geeignete Anreizsysteme in Bildungseinrichtungen
3.5 Anreizsysteme und ihre Anforderungen im Wissensmanagement
3.5.1 Anforderungen an Anreizsysteme im Wissensmanagement
3.5.2 Den Wissenstransfer fördernde Anreizinstrumente
4. Erfolgsfaktoren für die Umsetzung von Wissensmanagement
4.1 Unternehmenskultur
4.2 Strukturen und Prozesse
4.3 Informations- und Kommunikationstechnologien
4.4 Motivation und Fähigkeiten der Mitarbeiter
4.5 Unterstützung des Managements
5. Maßnahmen zur Förderung des Wissenstransfers in Bildungseinrichtungen
5.1 Erfolgskonzept: Community of Practice
5.1.1 Chancen von CoP
5.1.2 Rahmenbedingungen für CoP
5.1.3 Dilemma der Communities of Practice
5.2 Der narrative Ansatz für die Wissenskommunikation
5.2.1 Hintergründe zum Erfahrungswissen
5.2.2 Story telling als Chance für den Wissenstransfer
5.2.2.1 Methodik des Story tellings
5.2.2.2 Grenzen des Story tellings für den Wissenstransfer
5.3 Generationsübergreifendes Arbeiten
5.3.1 Wissenstransfer durch altersgemischte Tandems
5.3.2 Wissenstransfer durch altersgemischtes Mentoring
6. Fazit
Die Arbeit untersucht die Relevanz und Anwendbarkeit von Wissensmanagement-Modellen in Bildungseinrichtungen als Non-Profit-Organisationen. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie durch gezielte Anreizsysteme und den Wissenstransfer zwischen den Mitarbeitern das Organisationswissen gesichert, gesteuert und für die Wettbewerbsfähigkeit genutzt werden kann, ohne den sozialen Auftrag der Einrichtungen zu gefährden.
2.1.1 Wissen
Es gibt eine Vielzahl von Definitionen des Wissensbegriffs, was darauf zurückzuführen ist, dass sich viele Disziplinen mit der Bedeutung des Wissens auseinandergesetzt haben und jede für sich eine bestimmte Auslegung beansprucht. Demzufolge gibt es keine allgemeingültige Definition, jedoch hat sich im Rahmen des Wissensmanagement die Vorstellung von Daten, Informationen und Wissen durchgesetzt (vgl. Reinmann-Rothmeier u. a. 2001: S. 15 f.; vgl. Wiater 2007: S. 15 ff.).
Dabei versteht man unter Daten eine „kombinierte Folge von Zeichen (zum Beispiel Zahlen oder Buchstaben)“ (Reinmann-Rothmeier u. a. 2001: S.16), die an sich noch keine Bedeutung haben und im Allgemeinen als „hart“ bezeichnet werden (vgl. Surenbrock 2008: S. 7). Werden Daten jedoch in einen Kontext gestellt, sozusagen in Beziehung zu anderen Daten gesetzt, bekommen sie einen Sinn und werden zu Informationen. Diese „lediglich subjektiv wahrnehmbaren und verwertbaren“ Informationen bilden die Basis des Wissens, sind aber keinesfalls damit gleichzusetzen (ebd.). Man kann beispielsweise eine Information haben (z. B. kann man in einer Datenbank Datensätze abrufen) ohne automatisch über das entsprechende Wissen zu verfügen. Die Information wird erst zum Wissen, wenn sie sich mit der persönlichen Erfahrung verbindet, wenn sie zuvor sinngemäß bewertet und eingesetzt werden konnte, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Der Nutzer ist dann in der Lage, durch neue Ideen und Entscheidungen neues Wissen zu generieren und damit Probleme zu lösen (vgl. Specht in Bellinger/ Krieger 2007: S.32; vgl. Surenbrock 2008: S. 9). Nach dieser Vorstellung entsteht Wissen in einem Anreicherungsprozess. Zur anschaulichen Darstellung dieses Vorgangs scheint die „Wissenstreppe“ von North sehr geeignet.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, skizziert die Ausgangslage in Bildungseinrichtungen und definiert die Zielsetzung sowie Forschungsfrage der Arbeit.
2. Theoretischer Bezugsrahmen: Hier werden grundlegende Wissensmanagement-Modelle, Wissenstypologien und die Besonderheiten von Non-Profit-Organisationen erläutert sowie theoretische Grundlagen der betrieblichen Anreizgestaltung gelegt.
3. Wissensmanagement und Anreizsysteme in Bildungseinrichtungen: Das Kapitel analysiert die spezifische Situation in Bildungseinrichtungen, identifiziert Kommunikationsstörungen als Barrieren für den Wissenstransfer und diskutiert geeignete Anreizinstrumente.
4. Erfolgsfaktoren für die Umsetzung von Wissensmanagement: Es werden zentrale Erfolgsfaktoren wie Unternehmenskultur, Strukturen, IT, Mitarbeitermotivation und Managementunterstützung detailliert betrachtet und deren Einfluss bewertet.
5. Maßnahmen zur Förderung des Wissenstransfers in Bildungseinrichtungen: Dieses Kapitel stellt konkrete, praxisorientierte Instrumente vor, darunter Communities of Practice, den narrativen Ansatz (Storytelling) sowie generationsübergreifende Arbeitsformen wie Tandems und Mentoring.
6. Fazit: Die Ergebnisse werden zusammengefasst, der Wissensmanagement-Ansatz für Bildungseinrichtungen kritisch gewürdigt und ein Ausblick auf künftige Forschungsfelder gegeben.
Wissensmanagement, Bildungseinrichtungen, Wissenstransfer, Anreizsysteme, Non-Profit-Organisationen, implizites Wissen, explizites Wissen, Organisationskultur, Community of Practice, Storytelling, Mitarbeitermotivation, Wissensteilungsbarrieren, Wissensspirale, Erfahrungswissen, Expertenorganisationen
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung von Wissensmanagement-Konzepten in Bildungseinrichtungen und untersucht, wie der Wissenstransfer durch geeignete Rahmenbedingungen und Anreizsysteme erfolgreich gestaltet werden kann.
Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Grundlagen des Wissensmanagements, die Analyse von Non-Profit-Organisationen als Expertenorganisationen sowie die psychologischen Aspekte der Mitarbeitermotivation und Anreizgestaltung.
Das Ziel ist es, ein Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Wissen und dessen Management in Bildungseinrichtungen zu schaffen und praktische Instrumente aufzuzeigen, die zur Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit beitragen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse und die Darstellung bewährter Wissensmanagement-Modelle (wie dem Münchener Modell), die auf den spezifischen Kontext von Bildungseinrichtungen übertragen und kritisch reflektiert werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Verankerung, die Analyse von Wissensbarrieren in Bildungseinrichtungen sowie die detaillierte Vorstellung konkreter Methoden zur Wissensförderung, darunter CoP, Storytelling und Mentoring-Konzepte.
Die wichtigsten Begriffe sind Wissensmanagement, Wissenstransfer, Anreizsysteme, Non-Profit-Organisationen, implizites Wissen, Organisationskultur und Mitarbeiter-Partizipation.
Die Unternehmenskultur bildet das Fundament für Kooperation und Vertrauen; sie bestimmt, ob Mitarbeiter ihr Wissen bereitwillig teilen oder aus Angst vor Machtverlust zurückhalten.
Während monetäre Anreize in Bildungseinrichtungen oft eine untergeordnete Rolle spielen und bei der Förderung intrinsischer Lernprozesse umstritten sind, zeigen sich nicht-monetäre Anreize wie Anerkennung, Kommunikation und Partizipation als deutlich wirkungsvoller.
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