Hausarbeit, 2012
28 Seiten, Note: 1.7
1. EINLEITUNG
2. DIE KUBAKRISE UND BERLINPOLITIK ALS INTERNATIONALE ZERREIßPROBE
2.1 DIE SECHZIGER JAHRE ALS POLITISCH-TECHNOLOGISCHER EPOCHENWANDEL
2.2 DEUTSCHLANDPOLITIK KENNEDYS IN DER BERLIN- UND KUBAKRISE
2.3 KONSULTATIONS- ODER INFORMATIONSPOLITIK IM WESTBÜNDNIS?
3. TAUWETTER IN DER KARIBIK – KUBA UND DIE FOLGEN
3.1 WAHRNEHMUNG UND BEDEUTUNG FÜR DIE DEUTSCHE BEVÖLKERUNG
3.2 KONSEQUENZEN FÜR DIE BLOCKBILDUNG
3.3 ABSCHLUSS DER RÜSTUNGSKONTROLLVEREINBARUNGEN
4. SCHLUSSBETRACHTUNG
Die Arbeit untersucht die Wechselwirkung zwischen der Berlinpolitik und der Kuba-Krise in den Jahren 1962/63. Dabei steht die kritische Analyse der Informations- und Konsultationspolitik der Kennedy-Administration gegenüber den westlichen Verbündeten sowie die Reaktion der Bundesrepublik Deutschland auf die veränderte internationale Sicherheitslage im Zentrum der Betrachtung.
2.1 Die sechziger Jahre als politisch-technologischer Epochenwandel
Im kommenden Kapitel sollen die gesellschaftlichen, politischen und technologischen Veränderungen kurz skizziert werden. Weiter wird die Chronologie der Kuba-Krise in den historischen Rahmen eingeordnet.
Ohne die Gründe zur Entstehung zweier ideologischer Gegensätze begründen zu wollen, gilt es dennoch einen kurzen Blick auf das vergangene Jahrhundert zu werfen: War die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts von der europäischen Vorherrschaft geprägt – einerseits durch den einseitigen europäischen Einfluss auf die USA, andererseits durch den europäisch-gefestigten Nationalstaatsgedanke – so zerfiel dieses multiple Staats- und Mächtekonstrukt nach dem zweiten Weltkrieg in eine bipolare Aufteilung zwischen Ost und West begründete den Aufstieg der Vereinigten Staaten und der Sowjetunion von den Randstaaten hin zu zentralen Hegemonien ihres jeweiligen Systems. Will man die „heiße Phase“ des Ost-West-Konfliktes in einen zeithistorischen Rahmen fassen, so stößt man unweigerlich auf zwei Ereignisse, die die internationalen Beziehungen politisch und technologisch veränderten: Der Sputnik-Schock als Anfangsmarke auf der einen, die Rüstungskontrollvereinbarungen als vorläufiges Ende auf der anderen Seite.
1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die ideologischen Hintergründe des Kalten Krieges und definiert die Kuba-Krise sowie die Berlin-Frage als untrennbare Bestandteile eines globalen Spannungsfeldes.
2. DIE KUBAKRISE UND BERLINPOLITIK ALS INTERNATIONALE ZERREIßPROBE: Dieses Kapitel analysiert den technologischen Wandel, Kennedys Deutschlandpolitik und die Problematik einer fehlenden Konsultation der Verbündeten während der Krise.
3. TAUWETTER IN DER KARIBIK – KUBA UND DIE FOLGEN: Der Hauptteil untersucht die Reaktionen der deutschen Bevölkerung, die Konsequenzen für die Blockbildung sowie den Weg zu den ersten Rüstungskontrollvereinbarungen.
4. SCHLUSSBETRACHTUNG: Die Schlussbetrachtung würdigt das Krisenmanagement der Staatschefs und bewertet die Auswirkungen auf die deutsche Mitbestimmung im Konzert der Großmächte.
Kuba-Krise, Berlinpolitik, Kalter Krieg, John F. Kennedy, Konsultationspolitik, Rüstungskontrollvertrag, Westbündnis, Entspannungspolitik, Deutschlandpolitik, bipolare Weltordnung, Krisenmanagement, Blockbildung, Atlantische Gemeinschaft, Détente, Internationale Beziehungen.
Die Arbeit analysiert die deutschlandpolitischen Auswirkungen der Kuba-Krise im Zeitraum von 1962 bis 1963 unter besonderer Berücksichtigung der atlantischen Bündnisbeziehungen.
Die zentralen Themen sind die Verflechtung von Kuba-Krise und Berlin-Frage, die diplomatische Kommunikation zwischen den USA und Westeuropa sowie die Verschiebung hin zu einer globalen Entspannungspolitik.
Ziel ist es, die Konsultationspolitik Kennedys kritisch zu hinterfragen und die Reaktion der Bundesrepublik Deutschland sowie deren Rolle in diesem internationalen Kräftemessen zu bewerten.
Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung relevanter Fachliteratur, Dokumentationen und zeitgenössischer Quellen basiert, um die Ereignisse chronologisch und politologisch einzuordnen.
Der Hauptteil gliedert sich in die politische Einordnung der 1960er Jahre, die Analyse der Bündnispolitik während der Krise, die öffentliche Wahrnehmung in Deutschland sowie die langfristigen Folgen in Form von Rüstungskontrollvereinbarungen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kuba-Krise, Berlin-Frage, Entspannungspolitik, Konsultationspolitik und transatlantische Bündnisdynamik charakterisiert.
Die USA entschieden sich bewusst für eine Informations- statt Konsultationspolitik, um den Entscheidungsprozess im ExComm nicht durch widersprüchliche nationale Interessen der Europäer zu lähmen und eine Eskalation zu vermeiden.
Die Bundesrepublik befand sich in einer schwierigen Lage zwischen dem Wunsch nach militärischer Härte gegen den Kommunismus und der zunehmenden diplomatischen Abhängigkeit von der amerikanischen Entspannungspolitik.
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