Bachelorarbeit, 2012
52 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Erlebnismarketing unter Einbezug von Düften
2.1 Begriffshinführung zum Erlebnismarketing
2.2 Düfte als Instrument des Erlebens
3. Grundlagen über den Geruchssinn für den Marketingeinsatz
3.1 Funktionsweise des menschlichen Geruchssinns
3.1.1 Physiologische Grundlagen des Riechens
3.1.2 Riechfunktionen – Emotionen und Erinnerungen
3.2 Faktoren der Geruchswahrnehmung
3.2.1 Reizintensität
3.2.2 Reizdauer
3.2.3 Riechschärfe
3.3 Benennung und Klassifizierung von Düften
3.4 Kulturspezifische Duftpräferenzen
4. Düfte als Marketinginstrument
4.1 Marketingziele durch den Einsatz von Düften
4.2 Strategisches und operatives Marketing als Ausgangspunkt für die Einsatzmöglichkeiten von Düften
4.3 Einsatzmöglichkeiten von Düften
4.3.1 Produktpolitik
4.3.2 Raumgestaltung
4.3.3 Kommunikationspolitik
4.3.4 Corporate Identity
4.4 Kriterien für die Duftauswahl
4.5 Technische Methoden zur Verbreitung von Düften
5. Kritik an der Nutzung von Düften
5.1 Manipulation
5.2 Gesundheitliche Gefahren
6. Fazit und Ausblick
Diese Bachelorarbeit untersucht das Potenzial von Düften als Instrument des erlebnisorientierten Marketings. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen den Geruchssinn gezielt nutzen können, um sich in gesättigten Märkten erfolgreich zu differenzieren, die Kundenbindung zu stärken und Markenidentität aufzubauen, ohne dabei ethische und gesundheitliche Aspekte zu vernachlässigen.
3.1.1 Physiologische Grundlagen des Riechens
Der Geruchssinn ist wie auch der Geschmackssinn ein chemischer Sinn, da dieser auf chemische Substanzen und nicht direkt auf elektromagnetische oder mechanische Reize reagiert. Somit zählt der olfaktorische Sinn zu dem ältesten Sinn, denn „Chemorezeption trat in der Evolution wesentlich früher auf als die anderen Wahrnehmungsfunktionen“.
Atemluft kann über die Nasenlöcher oder über den nasalen Teil des Rachens aufgenommen werden. Wenn wir etwas essen, wird dies ebenfalls stark über den Geruchssinn wahrgenommen. Mittels Rezeptoren der Riechschleimhaut wird die Atemluft an das Gehirn weitergeleitet. Erst dann werden die chemischen Substanzen in elektromagnetische Signale umgewandelt und an Nervenfasern übermittelt. Vereinfacht gesagt werden die Duftstoffmoleküle nach der Informationsverarbeitung über den Riechkolben als Signal an das Riechhirn übertragen und dort ausgewertet. Von dem Riechhirn gelangen sie in zwei verschiedene Bahnen: Zum einen in den Thalamus und von dort zum Neocortex, dem Bewusstsein des Menschen, und zum anderen in die Mandelkerne, welche sich im limbischen System befinden. Dieses ist für die menschlichen Gefühle, Emotionen und Erinnerungen verantwortlich. Das limbische System, der älteste Teil des menschlichen Gehirns, da es sich in der Evolution noch vor dem Denkhirn entwickelte, ist das Unterbewusstsein bzw. das Gefühlszentrum eines Menschen. Auf Grund dessen ist der Geruchssinn besonders mit affektiven Reaktionen verbunden.
Kaufentscheidungen, die durch Düfte beeinflusst werden, sind also Teil eines unbewussten Vorgangs. Erst nachdem im Unterbewusstsein eine Wertung abgegeben wurde, werden Entscheidungen mittels des Neocortexes, dem Bewusstsein des Menschen, gefällt.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von erlebnisorientiertem Marketing in gesättigten Märkten und führt die Nutzung von Düften als innovatives Instrument zur Differenzierung ein.
2. Erlebnismarketing unter Einbezug von Düften: Dieses Kapitel verankert den Einsatz von Düften im Konzept des Erlebnismarketings und betont die starke Verbindung zwischen olfaktorischen Reizen und der Gefühlswelt der Konsumenten.
3. Grundlagen über den Geruchssinn für den Marketingeinsatz: Es wird das notwendige Hintergrundwissen über die Physiologie des Riechens, Wahrnehmungsschwellen und kulturspezifische Präferenzen vermittelt, um Düfte zielgerichtet einzusetzen.
4. Düfte als Marketinginstrument: Dieses Kapitel bildet den Hauptteil und analysiert konkret die Marketingziele, die Einsatzbereiche in Produkt-, Raum- und Kommunikationspolitik sowie die strategische Auswahl und technische Verbreitung von Düften.
5. Kritik an der Nutzung von Düften: Hier werden kritische Aspekte wie die ethische Problematik der Manipulation und mögliche gesundheitliche Risiken des Dufteinsatzes differenziert betrachtet.
6. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und stellt fest, dass Düfte trotz technischer Grenzen ein großes Potenzial zur Stärkung der Markenidentität und Differenzierung bieten.
Erlebnismarketing, Dufteinsatz, Geruchssinn, Markenidentität, Konsumentenverhalten, multisensuale Markenführung, Produktpolitik, Raumgestaltung, Kommunikationspolitik, Corporate Scent, Reizwahrnehmung, Marketinginstrumente, Differenzierungsstrategie, Duftklassifizierung, Kundenbindung.
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen Düfte als Instrument im erlebnisorientierten Marketing einsetzen können, um Kunden emotional anzusprechen und sich von Wettbewerbern abzuheben.
Die zentralen Themen umfassen die biologischen Grundlagen der Geruchswahrnehmung, die strategische Integration von Düften in den Marketing-Mix sowie eine kritische Auseinandersetzung mit ethischen und gesundheitlichen Aspekten.
Das Ziel ist es, Handlungsempfehlungen für den Dufteinsatz im Unternehmen zu entwickeln und zu zeigen, in welchen Bereichen (z. B. Produkt oder Verkaufsraum) dieser strategisch sinnvoll ist.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Konzepte und Studien aus dem Bereich des Marketings und der Sinnespsychologie.
Der Hauptteil gliedert sich in die strategischen Voraussetzungen, konkrete Einsatzmöglichkeiten in der Produkt-, Raum- und Kommunikationspolitik sowie die Kriterien zur Duftauswahl und technische Umsetzungsmethoden.
Erlebnismarketing, multisensuale Markenführung, Corporate Scent, Kundenbindung und Differenzierungsstrategie sind die zentralen Begriffe.
Die Inselbeduftung ermöglicht es, gezielt einzelne Bereiche oder Aktionsflächen mit Düften zu versehen, um die Aufmerksamkeit der Kunden auf spezifische Produkte zu lenken und Impulskäufe zu fördern.
Durch die Verwendung eines konsistenten, unternehmensspezifischen Duftes („Corporate Scent“) kann ein hoher Wiedererkennungswert geschaffen werden, der die Marke emotional verankert und langfristig mit dem Unternehmen assoziiert wird.
Die Arbeit relativiert den Manipulationsvorwurf: Während Düfte unbewusst wirken und das Erleben beeinflussen, liegt die finale Kaufentscheidung weiterhin bei der rationalen Ebene des Konsumenten; echtes "Zwingen" zum Kauf ist nicht möglich.
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