Masterarbeit, 2012
116 Seiten, Note: 1,7
1. THEMATISCHE HINFÜHRUNG UND AUFBAU DER ARBEIT
2. METHODISCHE ÜBERLEGUNGEN
3. ELEKTORALE KONFLIKTE - URSACHEN UND AUSPRÄGUNGEN
3.1. DAS WAGNIS DEMOKRATIE
3.2. GEWALT IM/ALS SYSTEM
4. (SUB-)REGIONALE ORGANISATIONEN IN AFRIKA
4.1. VOM PAN-AFRIKANISMUS ZU REGIONALEN SICHERHEITSREGIMEN
4.2. KURZVORSTELLUNG DER (SUB-)REGIONALEN ORGANISATIONEN
4.2.1. AU
4.2.2. ECOWAS
4.2.3. EAC
4.2.4. IGAD
5. KONFLIKTMANAGEMENT (SUB-)REGIONALER ORGANISATIONEN
5.1. DAS GLOBALE KONFLIKTMANAGEMENTSYSTEM DER UN
5.2. EIGENANSPRÜCHE AFRIKANISCHER (SUB-)REGIONALER ORGANISATIONEN
5.2.1. AU
5.2.2. ECOWAS
5.2.3. EAC
5.2.4. IGAD
6. ARBEITSTHESEN
7. DIE PRÄSIDENTSCHAFTSWAHLEN IN CÔTE D‘IVOIRE 2010
7.1. ABLAUF DER PRÄSIDENTSCHAFTSWAHLEN 2010
7.2. INTERVENTIONEN VON (SUB-)REGIONALORGANISATIONEN
8. DIE PRÄSIDENTSCHAFTSWAHLEN IN KENIA 2007
8.1. ABLAUF DER PRÄSIDENTSCHAFTSWAHLEN 2007
8.2. INTERVENTIONEN VON (SUB-)REGIONALORGANISATIONEN
9. DISKUSSION DER INTERVENTIONEN UND BEANTWORTUNG DER FORSCHUNGSFRAGE
10. VOM NUTZEN (SUB-)REGIONALER ORGANISATIONEN BEI ELEKTORALEN KONFLIKTEN
Die Arbeit untersucht die Konfliktmanagementfähigkeiten afrikanischer (sub-)regionaler Organisationen (srO) im Kontext elektoraler Gewalt. Ziel ist es, zu klären, inwieweit diese Organisationen fähig sind, ihre normativen Ansprüche auf nachhaltige Konfliktlösung in die Praxis umzusetzen und eine führende Rolle in ihrem regionalen Sicherheitsumfeld einzunehmen.
3.1. Das Wagnis Demokratie
Die Nachfolge auf politisch einflussreiche Positionen kann auf drei Wegen bestimmt werden: durch Erbschaft, durch Wahlen oder eben durch Gewalt (Höglund 2009: 414). Während die ersten beiden Varianten das Vorhandensein allgemein akzeptierter Regeln für den Machtwechsel erfordern, ist die dritte Möglichkeit ein Ausdruck für das gänzliche Fehlen oder für die Nicht-Akzeptanz regulierender Steuermechanismen. Deshalb ist elektorale Gewalt keinesfalls spontan, sondern ein Ausdruck für die Vernachlässigung und/oder Unterdrückung von für den friedlichen Zusammenhalt einer Gesellschaft wesentlicher Vorschriften und Normen (Biegon 2009). Selbst wenn demokratische Normen und entsprechende Regulierungsinstitutionen bestehen, werden die Beteiligten an Wahlen motiviert, ihre Ziele außerhalb der etablierten Normen durchzusetzen, wenn ein Wahlvorgang als unfair, korrupt oder nicht ausreichend repräsentierend empfunden und damit seine legitimierende Wirkung eingeschränkt wird (Fischer 2002: 7). Und so kann es durchaus passieren, dass die Demokratie Opfer der eigenen Wahlen werden kann (Chaturvedi 2005: 190).
1. THEMATISCHE HINFÜHRUNG UND AUFBAU DER ARBEIT: Der Einleitungsteil beleuchtet den Zusammenhang zwischen Regimewechseln in Afrika, dem Ausbruch gewaltsamer Konflikte und der Rolle von Wahlen als Konfliktursache.
2. METHODISCHE ÜBERLEGUNGEN: Es wird ein exploratives, qualitatives Fallstudien-Design vorgestellt, um die Wirksamkeit von Konfliktinterventionen afrikanischer Organisationen zu analysieren.
3. ELEKTORALE KONFLIKTE - URSACHEN UND AUSPRÄGUNGEN: Dieses Kapitel identifiziert fünf Hauptursachen für elektorale Gewalt und erläutert die Bedeutung von Wahlphasen für die Dynamik gewaltsamer Eskalationen.
4. (SUB-)REGIONALE ORGANISATIONEN IN AFRIKA: Hier werden die historische Entwicklung des Pan-Afrikanismus und die Strukturen der für die Arbeit relevanten Organisationen (AU, ECOWAS, EAC, IGAD) dargelegt.
5. KONFLIKTMANAGEMENT (SUB-)REGIONALER ORGANISATIONEN: Die theoretischen Ansprüche der Organisationen werden mit dem globalen Konfliktmanagementsystem der UN in Beziehung gesetzt.
6. ARBEITSTHESEN: Auf Basis der vorangegangenen Analyse werden für jede der vier Organisationen spezifische Thesen zu ihren Fähigkeiten im Kontext des Wahlzyklus aufgestellt.
7. DIE PRÄSIDENTSCHAFTSWAHLEN IN CÔTE D‘IVOIRE 2010: Das Kapitel analysiert die Interventionen der AU und ECOWAS im Zuge der ivorischen Krise unter Berücksichtigung der vorab formulierten Thesen.
8. DIE PRÄSIDENTSCHAFTSWAHLEN IN KENIA 2007: Analog zum vorherigen Fallbeispiel werden hier die Rolle von AU, EAC und IGAD bei den kenianischen Wahlen untersucht und bewertet.
9. DISKUSSION DER INTERVENTIONEN UND BEANTWORTUNG DER FORSCHUNGSFRAGE: Die Ergebnisse aus den Fallstudien werden zusammengeführt, um die Forschungsfrage hinsichtlich der tatsächlichen Konfliktmanagementleistung der srO zu beantworten.
10. VOM NUTZEN (SUB-)REGIONALER ORGANISATIONEN BEI ELEKTORALEN KONFLIKTEN: Abschließend wird der Mehrwert regionaler Akteure kritisch gewürdigt und ein Ausblick auf die zukünftige Bedeutung dieser Strukturen gegeben.
Elektorale Gewalt, Konfliktmanagement, Afrika, Afrikanische Union, ECOWAS, EAC, IGAD, Wahlzyklus, Friedenssicherung, Sicherheitsarchitektur, Demokratisierung, Mediation, Wahlbeobachtung, Krisenprävention, Politische Stabilität.
Die Master-Thesis analysiert die Fähigkeit afrikanischer Organisationen, elektorale Gewalt in ihrer Region zu verhindern oder zu managen.
Die Untersuchung deckt die Schnittstellen zwischen demokratischen Wahlen, gewaltsamen Konfliktverläufen und der Rolle regionaler Sicherheitsarchitekturen ab.
Das Ziel besteht darin, zu evaluieren, ob Organisationen wie AU oder ECOWAS ihre eigenen normativen Ansprüche als "Friedensstifter" in der Praxis tatsächlich erfüllen können.
Es handelt sich um eine explorative, qualitative multiple Fallstudie, die Dokumentenanalysen mit der Auswertung von Interventionsverläufen in Kenia und Côte d’Ivoire kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Ursachenanalyse von Konflikten, die Vorstellung der Akteure und eine detaillierte Auswertung der Fallbeispiele Kenia (2007) und Côte d’Ivoire (2010).
Elektorale Gewalt, Konfliktmanagement, regionale Organisationen, Sicherheitsarchitektur, Krisenprävention und Demokratisierung.
Die AU wird als engagiert, aber in ihrer Methode als eher traditionell und reaktiv eingestuft, wobei sie die institutionellen Kapazitäten der eigenen Friedensarchitektur nur unzureichend nutzte.
Der EAC fehlten zum damaligen Zeitpunkt sowohl ausgereifte institutionelle Strukturen zur Konfliktbewältigung als auch die notwendige Neutralität, da der damalige Vorsitzende einseitig Partei ergriff.
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