Bachelorarbeit, 2010
56 Seiten, Note: 1,5
1. Terminologie und Definition
2. Phraseologische Merkmale
2.1 Idiomatizität
2.2 Festigkeit /Stabilität
2.3 Lexikalisierung und Reproduzierbarkeit
2.4 Innere Struktur von Phraseologismen (Polylexikalität)
3. Klassifikation der Phraseologismen
3.1 Semantische Klassifikation
3.1.1 Grundzüge unterschiedlicher Klassifikationen
3.1.2 Grad der Idiomatizität
3.2 Strukturelle Klassifikation
3.2.1 Satzwertige Phrasen
3.2.2 Nominalphrasen
3.2.3 Verbalphrasen
3.2.4 Adjektivphrasen
3.2.5 Adverbialphrasen
3.2.6 Parenthese (phraseologische Partikeln)
3.2.7 Verknüpfende Phraseologismen
4. Historische und kulturelle Dimension
5. Kontrastive Phraseologie
5.1 Dimensionen der kontrastiven Phraseologie
5.2 Interlinguale Äquivalenz
5.2.1 Vollständige (strukturell-semantische) Äquivalenz
5.2.2 Teilweise (partielle) Äquivalenz
5.2.3 Nulläquivalenz
6. Phraseologismen mit dem Glied ręka/Hand, Arm
6.1 Strukturelle Klassifikation
6.1.1 Satzwertige Phrasen
6.1.2 Nominalphrasen
6.1.3 Verbalphrasen
6.1.4 Adverbialphrasen
6.2 Semantische Klassifikation
6.2.1 Voll-idiomatische Phraseologismen
6.2.2 Teil-idiomatische Phraseologismen
6.2.3 Problematische Fälle
6.2.4 Abschließende Bemerkung
7. Kontrastierung der polnischen und deutschen Phraseologismen – Äquivalenzbestimmung
7.1 Volläquivalente Phraseologismen
7.2 Teilweise Äquivalenz
7.3 Nulläquivalenz
7.4 Abschließende Bemerkung
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, deutsche und polnische Phraseologismen, die den Körperteil Hand (poln. ręka) enthalten, kontrastiv zu untersuchen und deren Äquivalenzstufen zu bestimmen. Im Zentrum der Analyse steht die Frage, wie sich diese Somatismen strukturell und semantisch in beiden Sprachen verhalten und inwieweit zwischensprachliche Entsprechungen bestehen.
6.2.1 Voll-idiomatische Phraseologismen
Wie bereits in Kap. 3.1.2 ausführlich beschrieben, liegt ein voll-idiomatischer Phraseologismus dann vor, wenn keine seiner Komponenten einen Hinweis auf die Bedeutung gibt, d.h. die Gesamtbedeutung ist nicht aus den Bedeutungen der einzelnen Komponenten zu schließen.
Die folgende Tabelle soll einige Beispiele zur Darstellung bringen. Hierbei handelt es sich um Phraseologismen, die in dieser Zusammenstellung neben der literalen auch in einer wörtlichen Bedeutung vorkommen und somit eine „Doppelbödigkeit“ der Bedeutung aufweisen.
1. Terminologie und Definition: Dieser Abschnitt führt in die wissenschaftliche Teildisziplin der Phraseologie ein und diskutiert verschiedene Definitionen des Begriffs Phraseologismus in der Sprachwissenschaft.
2. Phraseologische Merkmale: Hier werden die zentralen Kriterien für Phraseologismen, wie Idiomatizität, Festigkeit/Stabilität, Lexikalisierung und Polylexikalität, detailliert beschrieben und analysiert.
3. Klassifikation der Phraseologismen: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über verschiedene linguistische Ansätze zur Systematisierung von Phraseologismen, sowohl nach semantischen als auch nach strukturellen Kriterien.
4. Historische und kulturelle Dimension: Der Text beleuchtet die Entstehung und Entwicklung der Phraseologieforschung und zeigt auf, wie kulturelle Einflüsse und die menschliche Welterfahrung die Bildung von Idiomen prägen.
5. Kontrastive Phraseologie: Hier werden die methodischen Grundlagen für den Vergleich von Phraseologismen zweier Sprachen dargelegt, insbesondere im Hinblick auf interlinguale Äquivalenz und deren Typen.
6. Phraseologismen mit dem Glied ręka/Hand, Arm: In diesem Kapitel wird der eigene Korpus von Phraseologismen mit der Komponente Hand/ręka anhand struktureller und semantischer Merkmale systematisch analysiert und klassifiziert.
7. Kontrastierung der polnischen und deutschen Phraseologismen – Äquivalenzbestimmung: Der abschließende Hauptteil widmet sich der direkten Gegenüberstellung der polnischen und deutschen Wendungen, um deren jeweilige Äquivalenzstufen in der Praxis zu bestimmen.
Phraseologie, Idiomatizität, Somatismen, Kontrastive Linguistik, Äquivalenz, Lexikalisierung, Struktur, Semantik, Polylexikalität, Sprachvergleich, Deutsch, Polnisch, Phraseologismus, Körperteile, Festigkeit
Die Arbeit untersucht phraseologische Ausdrücke mit dem Körperteil Hand (polnisch ręka) in einem deutsch-polnischen Vergleich.
Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen der Phraseologie, Klassifikationsmodelle für feste Wortverbindungen sowie die kontrastive Analyse ihrer Äquivalenz.
Ziel ist es, das Äquivalenzverhältnis der untersuchten polnischen und deutschen Phraseologismen zu bestimmen und die Rolle der Somatismen in beiden Sprachen zu beleuchten.
Es wird eine kontrastive Analyse verwendet, bei der ein erstellter Korpus von 125 Phraseologismen nach strukturellen und semantischen Kriterien gegenübergestellt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Klassifikation und die praktische kontrastive Untersuchung der polnischen und deutschen Ausdrücke.
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Phraseologie, Somatismen, Idiomatizität, Äquivalenz und Kontrastive Linguistik.
Die Autorin unterscheidet zwischen vollständiger Äquivalenz (strukturelle und semantische Übereinstimmung), teilweiser Äquivalenz und Nulläquivalenz, bei der keine direkte Entsprechung existiert.
Somatismen sind Ausdrücke, die Körperteile enthalten; die Autorin wählt den Körperteil Hand aus, da dieser als sehr produktives Element für die Bildung von Phraseologismen in beiden Sprachen gilt.
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