Diplomarbeit, 2012
70 Seiten, Note: 2,1
1 Problemstellung
2 Begriffsbestimmung
2.1 Smartphone
2.2 App
2.3 Laufcomputer
2.4 Training
2.5 Ausdauer
3 Hard- und Softwarevoraussetzung
3.1 Grundsätzliche Voraussetzung der Hardware
3.1.1 iPhone 4s
3.1.2 60beat Heart Rate RX Receiver/Dongle
3.1.3 Wahoo Bluetooth Herzfrequenz-Brustgurt
3.1.4 Zusätzliches Equipment
3.2 Grundsätzliche Voraussetzung der Software
4 Zu untersuchende Apps
4.1 Aktueller Stand
4.2 Die untersuchten Apps der Arbeit
4.2.1 runtastic Pro GPS Coach für Laufen, Joggen und Fitnesstraining App
4.2.2 Endomondo Sports Tracker Pro App
4.2.3 Runmeter GPS für Laufen, Radfahren, Walken und mehr
5 Analyse
5.1 Kriterien und Prüfmethode
5.1.1 Kriterien
5.1.1.1 Herzfrequenz
5.1.1.2 Kalorienverbrauch
5.1.1.3 Strecke
5.1.2 Prüfmethode
5.1.2.1 Proband
5.1.2.2 Herzfrequenz
5.1.2.3 Kalorienverbrauch
5.1.2.4 Strecke
5.2 Ergebnisse
5.2.1 Endomondo-App
5.2.1.1 Herzfrequenz
5.2.1.2 Energieumsatz
5.2.1.3 Strecke
5.2.1.4 Zusammenfassung Endomondo-App
5.2.2 Runtastic-App
5.2.2.1 Herzfrequenz
5.2.2.2 Energieumsatz
5.2.2.3 Strecke
5.2.2.4 Zusammenfassung runtastic-App
5.2.3 Runmeter-App
5.2.3.1 Herzfrequenz
5.2.3.2 Energieumsatz
5.2.3.3 Strecke
5.2.3.4 Zusammenfassung Runmeter-App
6 Zusammenfassung und Diskussion
6.1 Zusammenfassung Herzfrequenz
6.2 Zusammenfassung Energieumsatz
6.3 Zusammenfassung Strecke
7 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Eignung moderner Smartphone-Applikationen als Trainingsbegleiter für Jogger und ambitionierte Läufer. Ziel ist es, zu analysieren, ob diese Applikationen hinsichtlich der Erfassung relevanter Trainingsdaten wie Herzfrequenz, Kalorienverbrauch und Strecke mit klassischen Laufcomputern konkurrieren können.
5.1.1.1 Herzfrequenz
Um eine objektive Einschätzung der Beanspruchung während eines Ausdauertrainings zu erhalten, dient in erster Linie die Herzfrequenzmessung zur Steuerung des Trainings (Weineck, 2010, S. 309). Die Trainingssteuerung und -regelung dient zum einen dazu die Effektivität des Trainings zu gewährleisten und zum anderen dazu eine Überlastung durch das Training zu vermeiden. Gerade bei Läufern aus dem Breiten- und Freizeitsport besteht die Gefahr, unter Nichtberücksichtigung trainingsmethodischer Prinzipien zu intensiv zu trainieren und dadurch den für den Ausdauersport wichtigen Bereich der Grundlagenausdauer zur Verbesserung der aeroben Kapazität zu vernachlässigen. Da sich die vom Trainierenden erbrachte Leistung in der Regel auch in der Herzfrequenz widerspiegelt, lassen sich individuelle Trainingsbereiche in Abhängigkeit der Herzfrequenz ermitteln. Jedoch eignen sich allgemeine Vorgaben wie z. B. „220 minus Lebensalter“ als Bestimmung der maximalen Herzfrequenz nur bedingt zur Ermittlung der Trainingsbereiche, da die maximale Herzfrequenz interindividuell unterschiedlich ist und daher nicht aus einer allgemeinen Formel präzise abgeleitet werden kann (de Marées, 2003, S. 479).
Um ein zuverlässiges intensitätsgesteuertes Training mit Hilfe der Herzfrequenzmessung zu gewährleisten, wäre im Vorfeld eines Ausdauertrainings eine sportmedizinische und leistungsdiagnostische Untersuchung des Trainierenden zu empfehlen. Anhand einer spiroergometrischen Untersuchung oder einer Laktatdiagnostik oder der Kombination aus beiden Untersuchungsmethoden lassen sich aufgrund von ventilatorischen Schwellen und/oder Laktatschwellen und der dazu parallel aufgezeichneten Herzfrequenz, die mit den bestimmten Laktatwerten und spiroergometrischen Daten korreliert, Trainingsbereiche bestimmen, die der Trainierende mit Hilfe der Herzfrequenzmessung für die Trainingsgestaltung verwenden kann. Daneben können bei einer leistungsdiagnostischen Untersuchung weitere Parameter wie die maximale Sauerstoffaufnahmefähigkeit (VO2max), welche die kardiopulmonale Leistungsfähigkeit widerspiegelt (Kennter, Buhl & Menzel, 2006, S. 347), oder die maximale Herzfrequenz ermittelt werden. Dadurch kann dem Sportler eine für ihn individuelle Analyse seines Leistungsstandes und eine Empfehlung für sein Training gegeben werden.
1 Problemstellung: Einleitung in die Relevanz der Trainingssteuerung und die zunehmende Bedeutung von Smartphone-Apps gegenüber klassischen Laufcomputern.
2 Begriffsbestimmung: Definition zentraler Fachbegriffe wie Smartphone, App, Laufcomputer, Training und Ausdauer zur wissenschaftlichen Fundierung.
3 Hard- und Softwarevoraussetzung: Detaillierte Beschreibung der Hardwarekomponenten (iPhone 4s, Receiver, Brustgurte) und der Softwareanforderungen für den App-Einsatz.
4 Zu untersuchende Apps: Marktsichtung und Kriterienauswahl zur Bestimmung der drei für die Studie relevanten Trainings-Apps.
5 Analyse: Durchführung und Auswertung der Leistungsvergleiche hinsichtlich Herzfrequenz, Kalorienverbrauch und Streckenmessung mittels Feldtests.
6 Zusammenfassung und Diskussion: Synthese der Ergebnisse mit kritischer Betrachtung der Eignung von Apps als kostengünstige Alternative zu professionellen Laufcomputern.
7 Ausblick: Einordnung der technologischen Entwicklung und Identifikation zukünftiger Forschungsfelder im Bereich Sportinformatik.
Smartphone, Trainings-App, Laufcomputer, Herzfrequenzmessung, Ausdauertraining, Kalorienverbrauch, Streckenvermessung, GPS-Tracking, Trainingssteuerung, Breitensport, Sportinformatik, Pulsuhr, Leistungsdiagnostik, Smartphone-Absatz, Sportwissenschaft
Die Arbeit untersucht die Eignung von Smartphone-Applikationen als zuverlässige Trainingsbegleiter im Laufsport im Vergleich zu klassischen, dedizierten Laufcomputern.
Die zentralen Themen umfassen die technische Eignung von Smartphones, die Analyse spezifischer Tracking-Apps sowie die Validierung der erfassten Leistungsdaten.
Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, ob moderne Trainings-Apps dem Vergleich mit professionellen Laufcomputern standhalten und zur effektiven Trainingssteuerung geeignet sind.
Der Autor führt eine Bestandsaufnahme auf dem App-Markt durch und kombiniert diese mit einem empirischen Testverfahren, bei dem neun Laufeinheiten parallel durch drei Apps und eine Referenz-Pulsuhr aufgezeichnet werden.
Der Hauptteil widmet sich der Beschreibung der Hardware-Voraussetzungen, der detaillierten Vorstellung der ausgewählten Apps (Endomondo, Runtastic, Runmeter) und der anschließenden Analyse ihrer Datenqualität.
Die wesentlichen Qualitätskriterien der Analyse sind die Herzfrequenz-Genauigkeit, die Präzision der Kalorienverbrauchsberechnung und die Korrektheit der GPS-basierten Streckenmessung.
Die Kompatibilität zwischen Smartphone und externen Sensoren (wie Herzfrequenz-Brustgurten) ist essenziell für die Datenübertragung, da Smartphones ohne spezielles Zubehör oft nicht die für den Sport notwendigen Herzfrequenzdaten erfassen können.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass GPS-Messungen in der App-Praxis nicht immer exakt sind und durch äußere Faktoren wie Baumbestand oder Tunnels gestört werden können, was eine kritische Interpretation der Ergebnisse notwendig macht.
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