Diplomarbeit, 2001
150 Seiten, Note: 3,0
1 Einleitung und Problemstellung
2 Historische Entwicklung Fernsehen und Internet
2.1 Entstehung und Werdegang Fernsehen
2.1.1 Auftrag der öffentlich-rechtlichen Sender
2.1.2 Programmpolitik privat-kommerzieller Sender
2.2 Entstehung und Verwendung des Internet
3 Technologische Konvergenz
3.1 Digitalisierung und Komprimierung
3.2 Plattformen und Infrastrukturen zur Datenübertragung
3.2.1 Terrestrischer Empfang
3.2.2 Satellitenempfang
3.2.3 Empfang über TV-Kabel
3.2.4 Empfang über Telefonnetz
3.2.5 Playoutcenter
3.3 Verfügbare Endgeräte
3.3.1 Fernsehgerät mit Set-top Box
3.3.2 Fernsehempfang mit PC-TV-Karte und Internet über Kabelmodem
3.4 Digital Video Broadcasting (DVB) - Projekt
4 Staatliche Regulierung von Medienmärkten
4.1 Rundfunkfreiheit im Grundgesetz
4.2 Regelungen im Rundfunk- und Mediendienstestaatsvertrag
4.3 Wettbewerbsrecht im Rundfunk
4.4 Multimediagesetz
4.5 Telekommunikationsgesetz
4.6 Fernabsatzrichtlinien
5 Marktcharakteristika für interaktives Fernsehen
5.1 Doppelter Markt der Medienindustrie
5.2 Mediennutzerprofile
5.2.1 Bevölkerungsstruktur
5.2.2 Empfangssituation und Geräteausstattung
5.2.3 Zeitbudget der Mediennutzer für Fernsehen
5.2.4 Internetnutzung
5.2.5 Kenntnisstand und Diffusion digitalen Fernsehens in Deutschland
5.2.6 Nutzungs- und Zahlungsbereitschaft für neue Fernsehdienste
5.3 Angebotsseitige Marktbetrachtung
5.3.1 Eigentumsverhältnisse auf dem Fernsehmarkt
5.3.2 Einschaltquoten
5.3.3 Werbemarkt
5.3.4 Beschaffungsmärkte für Inhalte
5.3.5 Wertschöpfungsanalyse und Konkurrenzsituation
6 Strategien für private Anbieter interaktiver Fernsehdienste
6.1 Nutzungsoptionen und Inhalte für integrierte Medienangebote
6.1.1 Business-to-business-Geschäft und Business-TV
6.1.2 Business-to-consumer-Geschäft
6.1.2.1 Werbung und Information
6.1.2.2 Digitalisierte Produkte
6.1.2.3 Nicht digitalisierte Produkte
6.1.2.4 Zahlungssysteme
6.2 Planungsprämissen und situative Faktoren
6.2.1 Sprachliche und kulturelle Einschränkung bei Marktarealstrategien
6.2.2 Gesetzliche Regulierung und technische Standards
6.2.3 Akzeptanz und Zahlungsbereitschaft der Rezipienten
6.3 Grundsätzliche Überlegungen zu Strategieoptionen privater Sender
6.3.1 Heuristik zur Strategieformulierung nach zentralen Prinzipien
6.3.2 Kooperation und Integration
6.3.3 Positionierungsalternativen
6.3.4 Gewinnpotentiale und Preisbildung
6.4 Contentorientierte Strategie
6.4.1 Produktsparten
6.4.1.1 Video-on-demand
6.4.1.2 Music-on-demand
6.4.1.3 Elektronische Spiele
6.4.1.4 Sport
6.4.1.5 Nachrichten
6.4.1.6 Teleshopping
6.4.1.7 Finanzdienstleistungen
6.4.2 Markierung der Produkte
6.4.2.1 Alleinstellungsmerkmale
6.4.2.2 Exklusivrechte
6.4.3 Preisgestaltung
6.5 Kundenorientierte Strategie
6.5.1 Produktgestaltung
6.5.2 Kundenbindungsmanagement
6.5.2.1 Community Building
6.5.2.2 Beschwerdemanagement
6.5.3 Markenpolitik
6.5.4 Preispolitik
6.6 Hybridstrategie zwischen Content- und Kundenorientierung
6.7 Praxisbeispiele aus bisher realisierten Angebotsvariationen der Anbieter
6.7.1 Öffentlich-rechtliche Angebote
6.7.2 Senderfamilien
6.7.3 Pay-TV-Plattformen
6.7.4 Webcasting
7 Fazit und Ausblick
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die strategischen Implikationen der Medienkonvergenz von Fernsehen und Internet für private Fernsehsender zu analysieren. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie diese Unternehmen ihre Marktposition durch neue technologische Entwicklungen und veränderte Nutzungsanforderungen sichern und weiterentwickeln können.
Die Herausforderung durch die Informationsgesellschaft
Die Wirtschaftswissenschaften kennzeichnen den Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts als Anbruch des fünften Kondratieff-Zyklus, den Beginn der sogenannten 'Informationsgesellschaft'. Nach SCHUMPETER liegen diesen Zyklen Impulse durch Basisinnovation zugrunde, die in technologischer und gesellschaftlicher Hinsicht bedeutsam und somit in der Lage sind, einen wirtschaftlichen Aufschwung über mehrere Jahre hinweg zu tragen.
Die Entwicklung neuer Kommunikationstechnologien und Infrastrukturen, besonders des Internet, machen die Informationsgesellschaft aus. Durch neue Kommunikationswege wird eine Basis geschaffen, die – eben durch schnellere und bessere Information – den sogenannten 'old-economies' der früheren Industrieepochen zu erhöhter Effizienz und mehr Marktnähe auf der Beschaffungs- und Absatzseite verhelfen kann. Versteht man die Information selbst als Ware, wird vor diesem Hintergrund insbesondere der Mediensektor, dessen Hauptgeschäft darin besteht, Informationen und attraktive Inhalte für ein breites Publikum bereitzustellen, zu einem interessanten Wettbewerbsplatz.
Besonders audiovisuelle Medien - hier sollen Fernsehen und Internet in den Fokus der Betrachtung treten - bieten ein breites Spektrum der Gestaltung von Inhalten und Darbietungsformen, das sich bereits heute in den genannten Medien teilweise überschneidet und neuartige hybride Produkte hervorbringt. Es wird im allgemeinen von einer Konvergenz der Medien gesprochen.
1 Einleitung und Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Konvergenz von Fernsehen und Internet in der modernen Informationsgesellschaft ein und erläutert die Relevanz für private Fernsehsender.
2 Historische Entwicklung Fernsehen und Internet: Hier wird der Werdegang beider Medien dargelegt, wobei besonderer Wert auf die spezifischen Rollen von öffentlich-rechtlichem und privatem Rundfunk in Deutschland gelegt wird.
3 Technologische Konvergenz: Dieses Kapitel analysiert die technischen Grundlagen der Medienkonvergenz, einschließlich Digitalisierung, Übertragungswege wie Breitbandkabel und Satellit sowie verfügbare Endgeräte.
4 Staatliche Regulierung von Medienmärkten: Die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Rolle der verschiedenen Mediengesetzgebungen für digitale und interaktive Dienste werden hier detailliert diskutiert.
5 Marktcharakteristika für interaktives Fernsehen: Dieses Kapitel bewertet den Absatzmarkt, analysiert Mediennutzerprofile und untersucht die aktuelle Wettbewerbssituation auf dem deutschen Fernsehmarkt.
6 Strategien für private Anbieter interaktiver Fernsehdienste: Hier werden konkrete Strategieoptionen für private Sender entwickelt, die von Content- bis hin zu Kundenorientierung reichen.
7 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die strategischen Herausforderungen zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Medienbranche unter den Bedingungen der Konvergenz.
Medienkonvergenz, Privates Fernsehen, Interaktives Fernsehen, Digitalisierung, Rundfunkregulierung, Internet, Video-on-Demand, Strategisches Management, Mediennutzer, Kundenbindung, Werbemarkt, Breitbandinfrastruktur, Contentorientierung, Kundenorientierung, Wertschöpfungskette.
Die Diplomarbeit beschäftigt sich mit den strategischen Auswirkungen der Konvergenz zwischen Internet und klassischem Fernsehen für private deutsche Fernsehsender.
Die Themen umfassen die technischen Grundlagen der digitalen Übertragung, die regulatorischen Bedingungen im Medienmarkt sowie die strategische Neuausrichtung privater Fernsehsender im Hinblick auf neue digitale Geschäftsmodelle.
Ziel ist es, Handlungsempfehlungen für private Fernsehsender abzuleiten, wie diese ihre Marktposition gegenüber neuen Wettbewerbern aus dem Multimedia-Bereich stärken und neue Erlöspotentiale erschließen können.
Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse und eine strategische Marktanalyse unter Verwendung von Instrumenten wie der TOWS-Matrix und der Wertschöpfungskettenanalyse.
Der Hauptteil gliedert sich in eine technologische Bestandsaufnahme, eine Analyse der rechtlichen Rahmenbedingungen, eine Bewertung der Marktcharakteristika und eine detaillierte Erarbeitung von Strategien zur Content- und Kundenorientierung.
Wichtige Begriffe sind Medienkonvergenz, Interaktives Fernsehen, Rundfunkregulierung, Digitalisierung und strategisches Kundenmanagement.
Die Deutsche Telekom nimmt als Betreiber der Breitband-Infrastruktur ('letzte Meile') eine Schlüsselrolle ein, da sie durch ihre Gatekeeper-Position maßgeblichen Einfluss auf den Zugang zu Endkunden und damit auf die technische Realisierbarkeit interaktiver Dienste hat.
Das Format dient als Beispiel für eine erfolgreiche Markenpolitik und die Verzahnung von Fernsehinhalten mit interaktiven Internet-Angeboten sowie Merchandising, um eine tiefere Kundenbindung zu erreichen.
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