Masterarbeit, 2012
103 Seiten, Note: 1,5
1 Ziel und Aufbau der Studie
2 Allgemeine Grundlagen
2.1 Historische Herkunft des Begriffs „Nachhaltigkeit“
2.2 Definition und Geschichte der nachhaltigen Geldanlagen
2.3 Aktuelle Anforderungen an die nachhaltigen Geldanlagen
2.4 Marktakteure im Markt für nachhaltige Geldanlagen
2.5 Gegenwärtige Marktsituation
3 Nachhaltige Selektionsstrategien
3.1 Übersicht der Selektionsstrategien
3.2 Ausschlusskriterien bzw. Negativselektion
3.3 Positivkriterien
3.4 Engagement-Ansatz
3.5 Anwendung durch deutsche Vermögensverwalter
4 Investoren in die nachhaltigen Geldanlagen
5 Anlageprodukte und Finanzintermediäre
5.1 Übersicht der Anlageprodukte
5.2 Direktbeteiligungen als Gesellschafter oder Mitunternehmer
5.3 Direktanlagen in nachhaltige Aktien
5.4 Direktanlagen in nachhaltige Anleihen und Genussscheine
5.5 Bankeinlagen der ethisch-ökologischen Banken und Kirchenbanken
5.6 Nachhaltige Publikumsfonds und Spezialfonds
5.7 Nachhaltige Zertifikate
5.8 Nachhaltige Kapitallebens- und Rentenversicherungen
6 Nachhaltige Geldanlagen und Unternehmen
6.1 Corporate Social Responsibility
6.2 Nachhaltigkeitsberichterstattung der deutschen Unternehmen
6.3 Nachhaltigkeitsberichterstattungsstandards
7 Nachhaltigkeitsratings und -indizes
7.1 Nachhaltigkeitsratings und Ratingagenturen
7.2 Nachhaltigkeitsindizes
8 Performance der nachhaltigen Geldanlagen
9 Zusammenfassung und kritische Würdigung
Diese Studie zielt darauf ab, einen fundierten Überblick über den deutschen Markt für nachhaltige Geldanlagen zu geben. Dabei wird der Markt aus der Perspektive verschiedener Marktteilnehmer, wie Investoren, Finanzintermediären und Unternehmen, unter Einbeziehung deutscher Ratingagenturen und Indexanbieter analysiert.
2.1 Historische Herkunft des Begriffs „Nachhaltigkeit“
Der Begriff „Nachhaltigkeit“ stammt aus Deutschland und wurde erstmals im XVIII Jahrhundert in der Forstwirtschaft verwendet. Hans Carl von Carlowitz formulierte 1713 das Grundprinzip der nachhaltigen Forstwirtschaft wie folgt: „Schlage nur so viel Holz ein, wie der Wald verkraften kann“6. Im XIX Jahrhundert wurde diese rein ressourcenökonomische Sichtweise der Nachhaltigkeit auf sämtliche Funktionen des Waldes als einheitliches Ökosystem erweitert.7
In den 60-er -70-er Jahren des XX Jahrhunderts wurde in der westlichen Welt die internationale Umwelt- und Entwicklungsdiskussion geführt und mit dem Bericht vom Club of Rome „Die Grenzen des Wachstums“ wurde in 1972 der Begriff „Nachhaltigkeit“ auf weitere Wirtschaftsbereiche erweitert8. Der Begriff „Nachhaltigkeit“ bezog sich aber weiterhin nur auf rein ökologische Aspekte.
Erst im Jahr 1983 wurde durch die UN-Kommission für Umwelt und Entwicklung unter dem Vorsitz der norwegischen Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland der Begriff „Nachhaltige Entwicklung“ oder auf Englisch „Sustainable Development“ als „eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigene Bedürfnisse nicht befriedigen können“ definiert9. Damit bezog die Brundtland-Kommission nicht nur die Naturschutzaspekte, sondern auch die sozioökonomische Probleme in den Begriff „Nachhaltige Entwicklung“ mit ein.
1 Ziel und Aufbau der Studie: Diese Einleitung führt in die Thematik ein und erläutert die Zielsetzung sowie den methodischen Aufbau der Untersuchung.
2 Allgemeine Grundlagen: Dieses Kapitel behandelt die historische Herkunft des Nachhaltigkeitsbegriffs, definiert nachhaltige Geldanlagen und erläutert die aktuelle Marktsituation.
3 Nachhaltige Selektionsstrategien: Hier werden verschiedene aktive und passive Strategien zur Einbeziehung von Nachhaltigkeitsfaktoren in das Portfoliomanagement vorgestellt.
4 Investoren in die nachhaltigen Geldanlagen: Der Fokus liegt auf der Analyse der verschiedenen Investorengruppen und ihrer Motivationen für nachhaltiges Investieren.
5 Anlageprodukte und Finanzintermediäre: Dieses Kapitel gibt einen detaillierten Überblick über verfügbare Anlageprodukte, von Direktbeteiligungen bis hin zu Bankeinlagen und Fonds.
6 Nachhaltige Geldanlagen und Unternehmen: Der Zusammenhang zwischen CSR, Nachhaltigkeitsberichterstattung und der Rolle von Unternehmen als Anlageobjekte wird hier diskutiert.
7 Nachhaltigkeitsratings und -indizes: Dieses Kapitel beschreibt die Rolle von Ratingagenturen und Indizes bei der Unterstützung von Investoren bei der Bewertung nachhaltiger Anlagen.
8 Performance der nachhaltigen Geldanlagen: Hier werden die Ergebnisse von Studien zum Performancevergleich zwischen nachhaltigen und konventionellen Anlagen analysiert.
9 Zusammenfassung und kritische Würdigung: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und unterzieht das Konzept einer kritischen Prüfung.
Nachhaltige Geldanlage, Nachhaltigkeit, Finanzmarkt, SRI, ESG, Selektionsstrategien, Investmentfonds, CSR, Nachhaltigkeitsrating, Nachhaltigkeitsindizes, Performance, Institutionelle Anleger, Privatanleger, Direktbeteiligungen, Unternehmensführung.
Die Arbeit befasst sich mit einer umfassenden Analyse des deutschen Marktes für nachhaltige Geldanlagen aus der Perspektive verschiedener Marktteilnehmer.
Die Themen umfassen die Definition und Geschichte nachhaltiger Geldanlagen, Selektionsstrategien, Investorentypen, verschiedene Anlageprodukte sowie die Rolle von Nachhaltigkeitsberichten und Ratings.
Das Hauptziel ist es, einen fundierten Überblick über den deutschen Markt für nachhaltige Geldanlagen zu schaffen und die Perspektiven von Investoren, Finanzintermediären und Unternehmen zu beleuchten.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Marktberichten und Studien zu Performancevergleichen.
Der Hauptteil analysiert die Definitionen, Selektionsstrategien, die Investorenstruktur, spezifische Anlageprodukte, unternehmerische Aspekte (CSR/Berichterstattung) sowie Ratings und Performance.
Zu den prägenden Begriffen gehören Nachhaltige Geldanlage, ESG-Kriterien, SRI, Performance-Vergleiche und Nachhaltigkeitsberichterstattung.
Der deutsche Markt ist ein Nischenmarkt, der derzeit von institutionellen Anlegern dominiert wird, jedoch über eine sehr gut entwickelte Infrastruktur und eine breite Produktpalette verfügt.
Kritikpunkte sind unter anderem die Schwierigkeit der Operationalisierung, mögliche Zielkonflikte zwischen den drei Säulen der Nachhaltigkeit sowie die Intransparenz bei der Unternehmensbeurteilung aufgrund freiwilliger Berichterstattung.
LOHAS (Lifestyle of Health and Sustainability) zeichnen sich durch einen auf Gesundheit und Nachhaltigkeit ausgerichteten Konsum aus, während LOVOS (Lifestyle of Voluntary Simplicity) bewusst auf Konsum verzichten und einfache Lebensformen bevorzugen.
Das Performance-Argument ist das häufigste Gegenargument gegen nachhaltige Anlagen; viele Studien zeigen jedoch, dass sich die risikoadjustierte Rendite oft nicht signifikant von konventionellen Anlagen unterscheidet.
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