Hausarbeit, 2011
13 Seiten, Note: 1,3
Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
Die Arbeit analysiert Christoph Martin Wielands Verhältnis zum deutschen Patriotismus, insbesondere im Kontext seiner Schrift „Ueber teutschen Patriotismus. Betrachtungen, Fragen und Zweifel“ aus dem Jahr 1793. Sie untersucht die Entwicklung seiner Denkweise und positioniert sie im Spannungsfeld zwischen Nationalismus und Kosmopolitismus.
Die Einleitung stellt Christoph Martin Wieland als umstrittenen und unterschätzten Autor vor, der mit seinen Schriften einen eigenen Weg zwischen Nationalismus und kosmopolitischem Geist beschritt. Der Fokus der Arbeit liegt auf Wielands Schrift „Ueber teutschen Patriotismus“ (1793) und deren Einordnung in den Kontext seiner anderen Schriften sowie seiner Tätigkeit beim Teutschen Merkur.
Dieser Abschnitt untersucht Wielands frühe Ansichten zum Patriotismus, die stark von der allgemeinen Aufklärungsbewegung geprägt waren. Es wird dargestellt, wie der Begriff „Patriotismus“ in dieser Zeit eher sekundär zu anderen aufgeklärten Idealen wie Toleranz und Wahrheit stand. Wielands frühe Werke zeigen noch keine eindeutige nationale Identitätsbildung.
Dieser Teil beschäftigt sich mit Wielands Schrift „Ueber teutschen Patriotismus“, die als zentrales Argument der Arbeit gilt. Es wird die Kritik Wielands an übertriebenem Nationalismus herausgearbeitet und die Rolle dieser Schrift in der damaligen Debatte um den deutschen Nationalgeist untersucht. Der Abschnitt bezieht sich auch auf die Zusammenarbeit Wielands mit Johann Georg Jacobi und Joachim Christian Friedrich Schulz beim Teutschen Merkur.
Die zentralen Begriffe der Arbeit sind Patriotismus, Nationalismus, Kosmopolitismus, deutsche Nationalliteratur, Teutscher Merkur, Christoph Martin Wieland, Friedrich Schiller, Aufklärung, Vernunft, Toleranz, und die Schriften „Ueber teutschen Patriotismus“, „Der Teutsche Merkur“.
Wieland (1733–1813) gilt als der erste deutsche Nationalautor. Er war ein vielseitiger Schriftsteller, Herausgeber des „Teutschen Merkur“ und ein wichtiger Vertreter der Aufklärung, der zwischen nationalem Stolz und Weltbürgertum vermittelte.
In seiner Schrift von 1793 kritisierte Wieland übertriebene „nationale Schwärmereien“. Er plädierte für einen vernunftbasierten Patriotismus, der unabhängig von der jeweiligen Regierungsform die Liebe zum eigenen Staat mit kosmopolitischem Denken verbindet.
Der „Teutsche Merkur“ war ein zentrales Organ der deutschen Nationalliteratur. Wieland nutzte die Zeitschrift, um aufgeklärte Ideale wie Toleranz und Wahrheit zu verbreiten und eine intellektuelle Identität für die Deutschen zu schaffen.
Während viele Zeitgenossen (wie der Göttinger Hainbund) einen emotionalen, oft exklusiven Nationalismus pflegten, blieb Wieland dem Geist des Weltbürgertums treu und sah das „Eigene im Fremden“.
Die Revolution verstärkte Wielands Auseinandersetzung mit staatlicher Ordnung und bürgerlicher Freiheit. Seine Schrift von 1793 ist eine direkte Reaktion auf die politischen Umbrüche und die Suche nach einer stabilen deutschen Identität.
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