Bachelorarbeit, 2012
53 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Länderprofil Bangladesch
2.2 Mikrokredite
2.2.1 Allgemeine Definition
2.2.2 Verbreitung von Mikrokreditprogrammen
2.2.3 Der informelle Kreditsektor
3 Modellierung der betrachteten Mikrofinanzinstitute
3.1 Die Grameen Bank
3.1.1 Geschichte und Organisation
3.1.2 Das Geschäftsmodell
3.2 Die Association for Social Advancement
3.2.1 Geschichte und Organisation
3.2.2 Das Geschäftsmodell
4 Vergleich der Institute Grameen Bank und ASA
4.1 Leistungsfähigkeit der Institute
4.2 Reichweite
5 Fazit
5.1 Reflexion
5.2 Schwächen der Ausarbeitung
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht und vergleicht die Mikrofinanzinstitute Grameen Bank und Association for Social Advancement (ASA) in Bangladesch. Ziel ist es, die strukturellen Hintergründe, die Arbeitsweisen sowie die Erfolgsfaktoren dieser Institutionen zu analysieren und zu bewerten, was sie zu weltweit führenden Akteuren im Mikrofinanzsektor macht.
1.1 Geschichte und Organisation
Die Grameen Bank hat in diesem Vergleich einen Sonderstatus, weil sie das erste Kreditinstitut ihrer Art weltweit war und durch ihre große Popularität eine große Fülle an allgemeinen Informationen über sie vorhanden ist. Aus diesem Grund sind die im Vergleich zur ASA ausführlicheren Schilderung in diesem Kapitel als exemplarisches Beispiel für MFIs zu sehen.
Die Idee einer Bank, die Kredite an die Ärmsten der Armen vergibt, hatte Muhammad Yunus bereits 1976. Er erprobte sie im Rahmen des Grameen Bank Project. Diese Idee stieß jedoch auf große Skepsis in Banken und Führungsebenen des Landes und so mussten große Hürden genommen werden. Nicht nur die Durchführbarkeit des Vorhabens wurde angezweifelt, auch seine Sinnhaftigkeit stand auf dem Prüfstand. Obwohl Yunus in einem Projektversuch in Jobra beweisen konnte, dass seine Idee funktioniert, wurde die Möglichkeit der Übertragung auf ein Projekt mit nationaler Reichweite dennoch angezweifelt. Der Erfolg des Projektversuches wurde allein der Person des Gründers zugeschrieben und da seine Präsenz begrenzt sein würde, müsste ein groß angelegtes Projekt zwangsläufig scheitern.
Nachdem Yunus sich bereit erklärt hatte den Beweis anzutreten, dass der Erfolg nicht auf seiner Person beruht, wurde er in die Gegend um Tangail in der Division Dhaka geschickt. Dort war er unbekannt und sollte den Erfolg von Jobra wiederholen. Die Schwierigkeiten in Tangail waren zum einen, dass Yunus und seine Mitarbeiter die Dorfbewohner überzeugen mussten ihnen zu vertrauen und die Kredite überhaupt erst anzunehmen. Zum anderen befand sich die gesamte Gegend am Rande eines Bürgerkrieges und die Lage war sehr instabil, sogar teilweise lebensgefährlich für die Projektmitarbeiter.
Trotz aller Widrigkeiten schafften es Yunus und seine Mitarbeiter in der Region Tangail im November 1979 die ersten Darlehen an landlose Bauern zu vergeben. In den nächsten 3 Jahren stieg die Zahl der Kreditnehmer von ehemals 500 in Jobra auf über 28.000. Die Bewährungsprobe in Tangail ging Ende 1981 zu Ende und als das Ergebnis der Arbeit eingeschätzt werden sollte, die, wie von Yunus erwartet, erfolgreich verlaufen war, kamen die Juroren zu dem Urteil, dass der Erfolg wiederum auf der Person Yunus und dessen großem Engagement beruhte.
1 Einleitung: Einführung in das Thema Mikrokredite und Erläuterung der Bedeutung der Grameen Bank und ASA.
2 Grundlagen: Theoretische Einordnung, Länderprofil Bangladesch und Definition des informellen Kreditsektors.
3 Modellierung der betrachteten Mikrofinanzinstitute: Detaillierte Vorstellung der Grameen Bank und der ASA mit Fokus auf Geschichte und Geschäftsmodell.
4 Vergleich der Institute Grameen Bank und ASA: Analyse der Leistungsfähigkeit und Reichweite anhand ausgewählter Kennzahlen.
5 Fazit: Kritische Reflexion der Arbeit und Darstellung von Schwächen der Ausarbeitung.
Mikrokredite, Bangladesch, Grameen Bank, ASA, Mikrofinanzinstitute, MFI, Geschäftsmodell, Armutsbekämpfung, Kennzahlenvergleich, Leistungsfähigkeit, Reichweite, informeller Kreditsektor, Entwicklungshilfe, Kreditvergabe, Zinspolitik.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Vergleich der zwei führenden Mikrofinanzinstitute Grameen Bank und ASA in Bangladesch.
Die Themen umfassen die Geschichte der Institute, ihre Geschäftsmodelle (z.B. gruppenbasierte Kreditvergabe), ihre ökonomische Effizienz und ihre soziale Ausrichtung.
Ziel ist es herauszufinden, warum die Grameen Bank und die ASA weltweit als besonders erfolgreiche Institute gelten und wie sie ihre Ziele erreichen.
Die Arbeit nutzt eine Literaturrecherche und einen kennzahlenbasierten Vergleich unter Einbeziehung von Daten der Initiative MIX.
Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Beschreibung beider Institute sowie eine vergleichende Analyse ihrer Leistungsfähigkeit und Reichweite anhand von Kennzahlen.
Wichtige Begriffe sind Mikrokredite, MFI, Bangladesch, Effizienz, Geschäftsmodell und Armutsbekämpfung.
Die ASA setzt stärker auf Standardisierung, schlanke Strukturen und ein Handbuch zur Führung, um Effizienz und Kostendeckung zu erreichen, während die Grameen Bank eine längere Historie als Pionier aufweist.
Das Gruppensystem dient der Risikominimierung und Verwaltungsvereinfachung, da die Gruppenmitglieder füreinander haften und die Einhaltung der Rückzahlungen sicherstellen.
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