Masterarbeit, 2012
66 Seiten, Note: 2,0
0 Einleitung
I Religionspädagogisches Lernen
1 Aneignung von Religion
2 Grundlinien performativer Religionsdidaktik
2.1 Einführung in die performative Religionsdidaktik
2.2 Performative Religionsdidaktik nach Rudolf Englert
2.3 Ansätze zu performativer Religionsdidaktik
2.4 Lernen in Szenen
2.5 Grundlagen der Performanz und der philosophische Hintergrund des Psychodramas im Vergleich
2.5.1 Die Bedeutung des Körpers
2.5.2 Die Bedeutung des Raumes
2.5.3 Die Bedeutung des Ausdrucksmittels Sprache
2.5.4 Die Bedeutung der Liturgie
2.5.5 Die Bedeutung des Lernraumes Text
2.5.6 Die Bedeutung der Kunst
2.6 Der Zusammenhang von Lerngehalt und Lernhandlungen
II Das Psychodrama
1 Theoretische Grundlagen des Psychodramas
1.1 Die Begegnung als wesentlicher Begriff des Psychodramas
1.2 Der Mensch als Teil des Kosmos
1.3 Morenos Rollentheorie
1.3.1 Die Rolle
1.3.2 Das Soziale Atom
2 Das Psychodramaverfahren
2.1 Die fünf Grundelemente des Psychodramas
2.1.1 Die Bühne
2.1.2 Der Protagonist
2.1.3 Der Leiter
2.1.4 Das Hilfs-Ich
2.1.5 Die Gruppe
2.2 Die Gestaltung des Psychodramaprozesses
2.2.1 Erwärmungsphase und Soziometrie
2.2.2 Aktionsphase
2.2.3 Integrationsphase
2.2.3.1 Sharing
2.2.3.2 Rollenfeedback
2.2.4 Auswertungs- und Vertiefungsphase
2.3 Psychodramatische Handlungstechniken
2.3.1 Rollentausch
2.3.2 Doppeln
2.3.3 Spiegeln
2.4 Das psychodramatische Gruppenspiel
2.4.1 Besonderheiten des Gruppenspiels
2.4.2 Psychodramatische Arrangements
2.4.2.1 Längere psychodramatische Arrangements
2.4.2.1.1 Stegreifspiel
2.4.2.1.2 Bibliodrama und Sagen-, Mythen-, Helden- und Märchenspiel
2.4.2.1.3 Axiosdrama
2.4.2.2 Kürzere psychodramatische Arrangements
2.4.2.2.1 Standbild
2.4.2.2.2 Vignette
2.4.2.2.3 Szenische Bilder
2.4.2.2.4 Triade
2.4.2.2.5 Axionssoziometrische Arrangement
3 Die Realitäten im psychodramatischen Spiel
3.1 Verschiedene Realitätsräume
3.2 Das Psychodrama im intermediären Raum
III Psychodrama, Religion und Religionsunterricht
1 Zur Theorie des Religionsunterrichts
1.1 Das Menschenbild im Psychodrama und in der Religion
1.2 Der Andere
2 Biblische Texte im Psychodrama
2.1 Begriffe verständlich machen
2.2 Das Bibliodrama
3 Der intermediäre Raum in der Schule
4 Psychodrama-Lernen
4.1 Das Lernen in der Gruppe
4.2 Psychodrama und szenisches Verstehen
4.3 Psychodrama als Lernform
4.3.1 Das Psychodrama als Lernform im Religionsunterricht
4.3.2 Möglichkeiten und Chancen des Psychodramas als Lernform
4.3.3 Gefahren und Grenzen des Psychodramas als Lernform
IV Mein Erkenntnisgewinn – Das Psychodrama ist anspruchsvoll
Die Arbeit untersucht das Potenzial des Psychodramas als Lernverfahren im schulischen Religionsunterricht, um Religion für Kinder und Jugendliche erfahrbar, verständlich und anschlussfähig an ihre Lebenswelt zu gestalten. Ziel ist es, durch die Verknüpfung von performativer Religionsdidaktik, psychodramatischer Theorie und schulpraktischer Anwendung aufzuzeigen, wie szenisches Lernen zur Identitätsbildung und Glaubensreflexion beitragen kann.
2.5.1 Die Bedeutung des Körpers
Die performative Religionsdidaktik zielt auf die Darstellung von Religion – didaktisch und methodisch kontrolliert – ab. Die SuS stellen dabei ein Thema oder einen Gegenstand spielerisch in Form ihrer eigenen Leiblichkeit und Sinnlichkeit dar. Dabei werden sie für den Lernprozess zu einem bedeutungsvollen Gebilde, indem sie jedoch nicht sich selbst spielen, sondern mit ihrer eigenen Körperlichkeit einen jeweils für angebracht empfundenen Spielzug in Szene setzen. Die Lernenden sind sich des Spielens bewusst und sehen sich selbst distanziert zu den gespielten Rollen. Das Bewusstsein eine Rolle zu spielen ist ein wesentliches Qualitätsmerkmal von Unterricht.31
„Um etwas zu verstehen und es innerlich festzumachen, kann es hilfreich sein, etwas als aktionalen, räumlichen Vorgang zu erleben. Vor allem Wörter, deren Sinn schwer verständlich ist, werden durch Handlungen verständlicher.“ (siehe S. 6) bei dem Wort 'Verständnis' ist es beispielsweise förderlich, zwei Lernende in die jeweilige andere Rolle schlüpfen zu lassen und sie gedanklich wie auch körperlich zu vertreten. Der Lernende lernt, sich in eine andere Position einzufühlen und sie zu verstehen. Fremdwörter sollten übersetzt und verknüpft werden in und mit der Alltagswelt der Lernenden. So können sie lernen den Begriff zu verinnerlichen, da mit dem Gedanken an den gelernten Begriff nun immer bestimmte Handlungen, Aktionen oder eigene Erfahrungen verbunden werden.
0 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Herausforderung dar, Religion Kindern und Jugendlichen heute näherzubringen, und skizziert das Psychodrama als Methode, um religiöse Lernprozesse durch Inszenierung und körperliches Handeln lebendig zu gestalten.
I Religionspädagogisches Lernen: Dieses Kapitel erläutert die performative Religionsdidaktik, die den Fokus von der rein kognitiven Aneignung auf körperliches Erleben, Raumgestaltung und szenisches Handeln verschiebt, um Religion in der Lebenswelt der Lernenden verankert zu machen.
II Das Psychodrama: Das Kapitel führt in die psychodramatischen Grundlagen und Techniken ein, wobei insbesondere der Rollenbegriff, die Bedeutung der Begegnung im sozialen Atom sowie der strukturierte Ablauf des Psychodramaprozesses (Erwärmung, Aktion, Integration) beleuchtet werden.
III Psychodrama, Religion und Religionsunterricht: Hier wird der Transfer vollzogen: Das Psychodrama wird als Medium im Religionsunterricht reflektiert, wobei der Fokus auf dem Lernen in Gruppen, der Arbeit mit biblischen Texten und der Funktion des intermediären Raums für die religiöse Bildung liegt.
IV Mein Erkenntnisgewinn – Das Psychodrama ist anspruchsvoll: Das Fazit fasst zusammen, dass das Psychodrama zwar ein hochwirksames, aber anspruchsvolles Verfahren ist, das vom Lehrenden eine sensible Steuerung und einen geschützten Rahmen verlangt, um als Lernform im Religionsunterricht erfolgreich zu sein.
Psychodrama, Religionsunterricht, Performative Religionsdidaktik, Szenisches Lernen, Inszenierung, Jacob Levy Moreno, Rollentausch, Gruppenspiel, Intermediärer Raum, Leiblichkeit, Soziometrie, Identitätsbildung, Biblische Texte, Handlungsorientierung, Religionspädagogik.
Die Arbeit untersucht den Einsatz des Psychodramas als methodisches Lernverfahren im schulischen Religionsunterricht, um Religion nicht nur theoretisch zu vermitteln, sondern durch szenisches Handeln und Inszenierung erfahrbar zu machen.
Die zentralen Themen sind die performative Religionsdidaktik, die psychodramatischen Grundlagen nach Moreno, die methodische Gestaltung von Unterrichtsphasen und die Chancen sowie Grenzen dieses Verfahrens im schulischen Kontext.
Das Ziel ist zu analysieren, inwieweit das Psychodrama als Lernform geeignet ist, um Religion für Schülerinnen und Schüler im Unterrichtsalltag sinnvoll und verständlich zu gestalten und dabei sowohl kognitive als auch soziale und emotionale Kompetenzen zu fördern.
Die Autorin stützt sich auf eine theoretische und religionspädagogische Analyse, wobei sie Konzepte der performativen Didaktik mit den psychodramatischen Kernkonzepten von Jacob Levy Moreno verknüpft und diese für den schulischen Kontext expliziert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begründung der performativen Didaktik, eine detaillierte Einführung in die Techniken und Phasen des Psychodramas sowie eine spezifische Diskussion über deren Anwendung zur Erschließung biblischer Texte und religiöser Lernprozesse.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Psychodrama, Religionsunterricht, Inszenierung, szenisches Lernen, Leiblichkeit und performative Religionsdidaktik geprägt.
Der intermediäre Raum ist ein Übergangsbereich zwischen innerer Vorstellung und äußerer Realität. Im Psychodrama ermöglicht er es den Lernenden, durch Phantasie und Spiel ihre Erfahrungen und Glaubensfragen in einem geschützten Rahmen zu bearbeiten und mit der Wirklichkeit zu verknüpfen.
Das Sharing ist entscheidend, um den emotionalen Prozess des Spielens zu reflektieren, das Erlebte in einen bewussten Kontext zu bringen und eine Rückmeldung durch die Gruppe zu erhalten, was zur kognitiven Verarbeitung und persönlichen Reflexion beiträgt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

