Bachelorarbeit, 2010
84 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Ausgangslage
1.2 Problemstellung
1.3 Zielsetzung und Forschungsfrage
1.4 Aufbau der Arbeit
2. Semantic Web
2.1 Definition und Ziele des Semantic Web
2.2 Zentrale Begriffe
2.2.1 Semantik
2.2.2 Metadaten
2.2.3 Ontologie
2.3 Semantic-Web-Technologien
2.3.1 Resource Description Framework (RDF)
2.3.2 RDF-Schema (RDFS)
2.3.3 Ontologien und Web Ontology Language (OWL)
3. Anwendungspotentiale semantischer Technologien in Tourismusdestinationen
3.1 Semantic-Web-Technologien im E-Commerce
3.1.1 Semantische Empfehlungssysteme
3.1.2 Mobile Dienste
3.1.3 Werbung
3.2 Semantic-Web-Technologien im Wissensmanagement
3.2.1 Textbasierte Suchmaschinen
3.2.2 Social Software und das Semantic Web
3.2.3 Entwicklungsperspektiven von Social Software
4. Empirische Untersuchung
4.1 Ziel der Untersuchung
4.2 Forschungsfrage und Hypothesen
4.3 Forschungsdesign
5. Ergebnisdiskussion und Überprüfung der Hypothesen
5.1 Überprüfung der Hypothesen
5.2 Zusammenfassung der Ergebnisse und Beantwortung der Forschungsfrage
6. Schlussbetrachtung
Das Hauptziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Anwendungspotentiale semantischer Technologien für Benutzer und Unternehmen in einer Tourismusdestination verständlich darzustellen. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie die Verwendung dieser Technologien zur Verbesserung der Kundenorientierung in Tourismusdestinationen bewertet werden kann.
1.2 Problemstellung
Die große Herausforderung ist derzeit, diese Datenmenge semantisch anzureichern, damit sie von Maschinen interpretiert werden kann. Ein menschlicher Nutzer kann die Informationen auf einer Webseite ohne Probleme erfassen und zu anderen Informationen in Beziehung setzen. Eine Maschine hingegen scheitert an diesem Versuch. Das nützlichste Werkzeug beim Suchen und Verwenden von Informationen sind zurzeit Suchmaschinen. Mit den auf Schlagwörtern basierenden Suchmaschinen wie z.B. Google oder Yahoo sind allerdings einige Probleme verbunden. Sie liefern eine hohe Trefferzahl, leider aber auch oft geringe Genauigkeit, denn zu viele Suchergebnisse sind letztendlich genauso unbrauchbar wie zu wenige. Außerdem können Wortdoppeldeutungen nicht unterschieden werden und die Ergebnisse sind stets nur auf einzelnen Webseiten zu finden. Benötigen wir Informationen, die sich über mehrere Webseiten verteilen, müssen wir die Informationen selbst einzeln entnehmen und zusammenfügen (vgl. Hitzler et al. 2008, S. 10).
Das folgende Beispiel soll die Problematik des heutigen Web besser verdeutlichen. Nehmen wir an, jemand sucht im Internet nach einer Pension für den Urlaub. Die Unterkunft soll familienfreundlich und mit Halbpension sein, ein Wellnessangebot haben und einen Sportkurs in der Umgebung anbieten - und all diese Anforderungen sollen natürlich zum gewünschten Urlaubszeitpunkt passen. Schon beim Begriff „Pension“ treten die ersten Schwierigkeiten auf. Hier muss der Mensch selbst selektieren, ob man eine Unterkunft oder die Rente meint. Spätestens beim Sportkurs steigt die herkömmliche Technologie aus und ist nicht mehr in der Lage mit vertretbarem Aufwand gute Ergebnisse zu liefern. Durch semantische Technologien ist es dagegen auf sehr einfache Weise möglich, Verbindungen zwischen einer Unterkunft und einem Event, die beide in der gleichen Region sind, herzustellen. Dabei handelt es sich hierbei noch um ein eher einfaches Beispiel. Je individueller und komplexer die Kundenwünsche werden, umso deutlicher wird der Vorteil der semantischen Technologien sichtbar (vgl. ebsemantics 2008a, S. 7 f.).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die technologische Entwicklung vom Web 1.0 zum Web 2.0 sowie die daraus resultierende Datenflut, die als Ausgangslage für die Problemstellung dient.
2. Semantic Web: Dieses Kapitel definiert die Ziele des Semantic Web und erläutert zentrale Begriffe sowie die zugrunde liegenden Standards wie RDF, RDFS und OWL.
3. Anwendungspotentiale semantischer Technologien in Tourismusdestinationen: Hier werden Einsatzmöglichkeiten im E-Commerce und im Wissensmanagement, insbesondere durch Web 2.0 Applikationen, detailliert analysiert.
4. Empirische Untersuchung: Dieser Abschnitt beschreibt das Forschungsdesign sowie das Vorgehen bei den Experteninterviews zur Bewertung der semantischen Technologien.
5. Ergebnisdiskussion und Überprüfung der Hypothesen: Die empirischen Daten werden hier ausgewertet, um die aufgestellten Hypothesen zu überprüfen und eine fundierte Antwort auf die Forschungsfrage zu formulieren.
6. Schlussbetrachtung: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und zeigt auf, wie semantische Technologien in Zukunft sinnvoll im Tourismus eingesetzt werden können.
Semantic Web, Tourismus, Kundenorientierung, Ontologien, Wissensmanagement, E-Commerce, Empfehlungssysteme, Mobile Dienste, Web 2.0, Datenintegration, Suchmaschinen, soziale Software, RDF, OWL, Tourismusdestination
Die Arbeit untersucht, wie semantische Web-Technologien dazu beitragen können, den Kundenservice in Tourismusdestinationen zu verbessern und Daten für Maschinen besser interpretierbar zu machen.
Die Schwerpunkte liegen auf den technologischen Grundlagen des Semantic Web, deren Anwendung im Bereich E-Commerce und Wissensmanagement sowie der praktischen Relevanz für Tourismusbetriebe.
Das Ziel ist die Bewertung der Verwendung semantischer Technologien in Bezug auf die Steigerung der Kundenorientierung in Tourismusdestinationen.
Die Autorin führte eine qualitative Untersuchung durch, die auf problemzentrierten Interviews mit Experten aus Forschung und Praxis basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die semantischen Technologien und eine detaillierte Analyse ihrer Anwendungspotentiale, etwa bei Empfehlungssystemen, mobilen Diensten und in semantischen Wikis.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Semantic Web, Ontologien, E-Commerce, Wissensmanagement und Kundenorientierung im touristischen Kontext geprägt.
Sie ermöglichen eine intelligente Verknüpfung von Informationen, was zu einer besseren Auffindbarkeit von Angeboten und einer erheblichen Arbeitsersparnis für Leistungsträger führt.
Standardisierung mittels Ontologien ist essenziell, da sie erst die Voraussetzung dafür schafft, dass touristische Angebote von verschiedenen Portalen automatisch und konsistent interpretiert werden können.
Die Experten sehen ein sehr hohes Potential, betonen jedoch, dass eine breite Anwendung vor allem durch anwendungsfreundliche "Use Cases" und die Überwindung von Akzeptanzbarrieren bei den Betrieben erreicht werden muss.
Sie schlussfolgert, dass in Bereichen, in denen Dateninteroperabilität für den Geschäftserfolg und den Kundenservice entscheidend ist, mittelfristig kein Weg an der Semantifizierung vorbeiführt.
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