Examensarbeit, 2009
37 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Rechtfertigung und Begründung zur Wahl des Themas
2.1. Persönliche Begründung zur Wahl des Themas
2.2. Didaktische Legitimation durch Richtlinien und Lehrpläne
3. Theoretischer Hintergrund
3.1. Medienerziehung und -kompetenz
3.2. Der Homepagegenerator „Primolo“
4. Rahmenbedingungen an der Schule
4.1. Medienkonzept
4.2. Technische Ausstattung
4.3. Bisherige Internetpräsenz
4.4. Schulische Arbeitsgemeinschaft als Arbeitsform
4.5. Zusammensetzung und Vorkenntnisse der Lerngruppe
5. Planung und Entwicklung der Arbeit in der AG
5.1. Einrichtung der AG
5.2. Vorwissen aktivieren und Vermittlung von Grundlagenwissen
5.3. Auseinandersetzung mit Kinderseiten von Schulhomepages und Kennenlernen des Homepagegenerators „Primolo“
5.4. Einteilung der Web-Teams
5.5. Planung der Inhalte und Themen der Schülerbeiträge für die Kinderseite
5.6. Kompetenzerwerb der Textgestaltung und -verarbeitung
5.7. Überarbeiten von Texten
5.8. Interviews und Bilder
5.9. Entwicklung des Layouts der Kinderseite
6. Lernziele von Schülern und Lehrer
7. Darstellung der Lehrerfunktionen
8. Evaluation
9. Reflexion
10. Ausblick
Diese Arbeit zielt darauf ab, Möglichkeiten und Grenzen der Erweiterung einer bestehenden Schulhomepage durch Schülerbeiträge an einer Grundschule zu untersuchen. Im Zentrum steht die Frage, wie Grundschüler im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft Medienkompetenz erwerben können, indem sie selbstständig Inhalte für eine Kinderseite planen, gestalten und online veröffentlichen.
3.1. Medienerziehung und -kompetenz
Heutzutage leben wir in einer durch Medien geprägten Welt und nutzen diese tagtäglich. Eine solche Vielfalt verlangt nach einer Medienerziehung, die die Kinder auf diese Lebenswirklichkeit vorbereitet. Als Medienerziehung wird die Unterstützung von Lern-, Entwicklungs- und Erziehungsprozessen bezeichnet, die unmittelbar auf die Auseinandersetzung mit Medien, ihrer Nutzung und Gestaltung gerichtet sind. Laut Werner Sachs umfasst die Medienerziehung mit Handling, Medienliteralität, -kunde, -gestaltung,-analyse und -kritik, medienpolitisches Engagement, kompensierende Medienarbeit und medienpädagogische Elternarbeit eine Vielzahl von Aufgabenfeldern. Dieter Baacke nennt diese Bereiche Medienkritik, -kunde, -nutzung und -gestaltung.
Bevor ich auf die Möglichkeiten der Medienerziehung der AG eingehe, erscheint es mir sinnvoll auch den Begriff Medienkompetenz aufzugreifen. Medienkompetenz wird nuanciert, als die Fähigkeit des Subjekts verstanden, mit Medien „sinnvoll“ umzugehen. Das heißt das Individuum soll die Medien rezipieren, verstehen, analysieren, genießen und aktiv für selbstbestimmte Interessen und Ziele nutzen. „Dass Medienkompetenz in unserer Gesellschaft eine herausragende Bedeutung zukommt, ist unstrittig, ebenso, dass auch schon jüngere Kinder ihrer bedürfen.“ Aufgrund verschiedener sozialer Hintergründe und Möglichkeiten ist es u.a. die Schule, die Kinder bei der praktischen Arbeit zur Entwicklung der Medienkompetenz unterstützen muss. Die Grundschule soll für Chancengleichheit sorgen und ist ein Ort, an dem die Förderung und Entfaltung der Medienkompetenz im Sinne eines konstruktiven und zugleich kritischen Umgangs mit Medien im Mittelpunkt stehen muss.
1. Einleitung: Einführung in die mediale Lebenswelt von Grundschulkindern und die Relevanz der Medienkompetenz durch die aktive Mitgestaltung einer Schulhomepage.
2. Rechtfertigung und Begründung zur Wahl des Themas: Darlegung der persönlichen Motivation sowie die didaktische Verankerung des Vorhabens in den Richtlinien und Lehrplänen der Grundschule.
3. Theoretischer Hintergrund: Definition zentraler Begriffe wie Medienerziehung und Medienkompetenz sowie Vorstellung des Homepagegenerators „Primolo“ als technisches Hilfsmittel.
4. Rahmenbedingungen an der Schule: Analyse der schulinternen Voraussetzungen, wie Medienkonzept, technische Ausstattung, Internetpräsenz und die Zusammensetzung der Lerngruppe.
5. Planung und Entwicklung der Arbeit in der AG: Detaillierte Darstellung der Arbeitsschritte der AG, von der Einrichtung und dem Vorwissen bis zur technischen Umsetzung der Kinderseiten-Layouts.
6. Lernziele von Schülern und Lehrer: Gegenüberstellung der angestrebten Lernziele für die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkraft.
7. Darstellung der Lehrerfunktionen: Reflexion der verschiedenen Rollen der Lehrkraft als Organisator, Vermittler und Berater im pädagogischen Kontext.
8. Evaluation: Erste Bewertung der durchgeführten Projektarbeit durch Feedbackmethoden der Schülerinnen und Schüler.
9. Reflexion: Kritische Auseinandersetzung mit den Erfahrungen aus dem Projekt sowie den Herausforderungen der Komplexität.
10. Ausblick: Überlegungen zur Fortführung der AG und weiteren Möglichkeiten der medienpädagogischen Arbeit nach Ende der Projektlaufzeit.
Medienkompetenz, Medienerziehung, Grundschule, Schulhomepage, Primolo, Arbeitsgemeinschaft, Web-Teams, Textgestaltung, Internet, digitale Bildung, Partizipation, schulisches Medienkonzept, Lernziele, Redaktionsarbeit, Schülerbeiträge.
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen, eine bestehende Schulhomepage durch aktive Schülerbeiträge zu erweitern, um so deren Medienkompetenz im Grundschulalter zu fördern.
Zentrale Themen sind die Medienerziehung, die praktische Erarbeitung von Web-Inhalten durch Kinder, die Anwendung des Homepagegenerators „Primolo“ sowie die pädagogische Begleitung dieser Prozesse durch die Lehrkraft.
Das primäre Ziel ist es, Kindern eine aktive Rolle bei der Gestaltung ihres Schulumfeldes im Internet zu geben und sie dabei vom passiven Medienkonsumenten zum gestaltenden Produzenten zu führen.
Es wurde eine schulische Arbeitsgemeinschaft (AG) gegründet, in der die Kinder in Web-Teams arbeitend, schrittweise die Anforderungen an eine kinderfreundliche und rechtssichere Webseite erlernt und umgesetzt haben.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Erläuterung der schulischen Rahmenbedingungen sowie eine detaillierte Prozessbeschreibung der AG-Arbeit, von der Themenplanung über die Textverarbeitung bis zur technischen Veröffentlichung.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Medienkompetenz, Partizipation, Primolo, kooperatives Lernen und Schulentwicklung charakterisieren.
Die Autorin hebt hervor, dass die Veröffentlichung von Fotos und persönlichen Daten der Kinder nur nach expliziter schriftlicher Einverständniserklärung der Eltern erfolgte und die Arbeit stets unter Einhaltung des Datenschutzes stattfand.
Die Lehrkraft agiert als Lernbegleiter und Berater, der strukturelle Rahmenbedingungen schafft, kooperative Arbeitsprozesse moderiert und bei technischen Herausforderungen unterstützend zur Seite steht.
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