Masterarbeit, 2012
308 Seiten, Note: 1
1. EINFÜHRUNG IN DAS THEMA
1.1. Problemdarstellung
1.2. Untersuchungsfragestellung und forschungsleitende Annahmen
1.3. Untersuchungsanlage und methodisches Vorgehen
2. ALKOHOLPRÄVENTION IN DER PRAXIS
2.1. Gesetzliche Bestimmungen zur Abgabe von Alkohol an Jugendliche
2.2. Aktuelle Maßnahmen zur Alkoholprävention bei Minderjährigen in Deutschland
2.3. Betrachtungen auf internationaler Ebene
2.4. Alkoholtestkäufe in Niedersachsen
2.4.1. Konzeptionelle Richtlinien für Polizei und Jugendämter
2.4.2. Ein Überblick über Testkäufe in Niedersachsen
2.4.3. Alkoholtestkäufe in der Region Hannover
3. STAND DER FORSCHUNG
3.1. Rechtspositionen zum Einsatz von Testkäufern
3.2. Untersuchungen zu Alkoholtestkäufen und deren Wirksamkeit
4. UNTERSUCHUNGSDESIGN UND -METHODE
4.1. Leitfadengestützte Interviews mit behördlichen Vertretern
4.1.1. Entwicklung des Leitfadens
4.1.2. Rekrutierung der Interviewpartner
4.1.3. Interviewdurchführung
4.1.4. Aufbereitung und Auswertung des Interviewmaterials
4.2. Leitfadengestützte Interviews mit Verkaufspersonal
4.2.1. Entwicklung des Leitfadens
4.2.2. Rekrutierung der Interviewpartner
4.2.3. Interviewdurchführung, -analyse und -auswertung
4.3. Standardisierte Befragung von Jugendlichen
4.3.1. Pre-Test und Finalisierung des Instruments
4.3.2. Stichprobenbildung
4.3.3. Durchführung der Online-Befragung
5. UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE
5.1. Leitfadengestützte Interviews mit behördlichen Vertretern
5.1.1. Wahrnehmungen zum Alkoholkonsum
5.1.2. Das Kauf- bzw. Beschaffungsverhalten Jugendlicher
5.1.3. Alkoholprävention in der Praxis
5.1.4. Alkoholtestkäufe in der Region Hannover
5.1.5. Auswirkungen auf Verkaufspersonal und Gewerbetreibende
5.1.6. Auswirkungen der Testkäufe auf das Kaufverhalten Jugendlicher
5.1.7. Bewertung von Alkoholtestkäufen
5.1.8. Erkannter Handlungsbedarf
5.1.9. Zusammenfassende Betrachtung
5.2. Leitfadengestützte Interviews mit Verkaufspersonal
5.2.1. Die Bedeutung des Alkohols im Einzelhandel
5.2.2. Das Beschaffungsverhalten Jugendlicher
5.2.3. Die Kontrolle der Alkoholabgabe an Jugendliche in der Praxis
5.2.4. Alkoholtestkäufe und deren Auswirkungen
5.2.5. Die Bewertung von Alkoholtestkäufen
5.2.6. Erkannter Handlungsbedarf
5.2.7. Zusammenfassende Betrachtung
5.3. Standardisierte Befragung von Jugendlichen
5.3.1. Das Freizeitverhalten Jugendlicher
5.3.2. Angaben Jugendlicher zur Konsumverbreitung
5.3.3. Freizeitverhalten und Alkoholkonsum
5.3.4. Erfahrungen Jugendlicher bei der Beschaffung hochprozentigen Alkohols
5.3.5. Die Alterskontrollen des Verkaufspersonals
5.3.6. Auswirkungen der Alkoholtestkäufe durch Polizei und Verwaltung
5.3.7. Sonstige Anmerkungen zur Abschlussfrage im Fragebogen
5.3.8. Ausgewählte Verknüpfungen zum Forschungsstand
5.3.9. Zusammenfassende Betrachtung
6. DISKUSSION DER FORSCHUNGSERGEBNISSE
6.1. Ergebnisse der Untersuchungsfragestellung
6.2. Die Bewertung von Alkoholtestkäufen durch Polizeibeamte und Mitarbeiter des gesetzlichen Jugendschutzes
6.3. Kenntnisse des Verkaufspersonals über Testkäufe und Auswirkungen auf das Verkaufsverhalten
6.4. Kenntnisse Jugendlicher über Testkäufe und Auswirkungen auf ihr Kauf- bzw. Beschaffungsverhalten
6.5. Stärken und Schwächen der Untersuchung
7. FAZIT UND HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN
Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der Auswirkungen von Alkoholtestkäufen auf das Kaufverhalten Jugendlicher sowie die Verkaufspraxis im Einzelhandel innerhalb der Region Hannover. Dabei wird erforscht, wie die rechtlichen Vorgaben umgesetzt werden und wie diese Kontrollmaßnahmen von den beteiligten Akteuren (Polizei, Jugendschutz, Verkaufspersonal, Jugendliche) bewertet werden.
1. Einführung in das Thema
Übermäßiger Alkoholkonsum bei Jugendlichen oder sogenanntes „Komasaufen“ sind Themen, die in den letzten Jahren wiederkehrend in den Medien diskutiert werden. Schlagzeilen wie „13-jährige Betrunkene nicht mehr ansprechbar: Alkoholräusche führen zu einer Vielzahl von Polizeieinsätzen“ (Sokoll, 2012) suggerieren ein eklatantes, vor allem jugendspezifisches Problem im Umgang mit Alkohol. So titelte beispielsweise FOCUS Online im Jahr 2008 „Komasaufen statt Hausaufgaben“ und machte damit auch auf die gestiegene Anzahl an Krankenhauseinlieferungen jugendlicher Alkoholisierter in Deutschland aufmerksam.
Aktuelle Berichterstattungen über vermeintliche Trends, bei denen der Alkohol mittels sogenannter Eyeball-Shots (Davies, 2010) oder Wodka-Tampons (Domgörgen, 2011) direkt über die Schleimhäute in den Körper gelangt, lassen eine gewisse Dramatisierung nicht verkennen. Hinzu kommen verschiedene Situationsbeschreibungen jugendlichen Alkoholkonsums in der Literatur, die mit Titeln wie „Generation Wodka: Wie unser Nachwuchs sich mit Alkohol die Zukunft vernebelt“ (Büscher, Siggelkow & Mockler, 2011) auf sich aufmerksam macht.
1. EINFÜHRUNG IN DAS THEMA: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz des Themas Alkoholkonsum Jugendlicher und definiert die Zielsetzung sowie die Hypothesen der vorliegenden Masterarbeit.
2. ALKOHOLPRÄVENTION IN DER PRAXIS: Hier werden die rechtlichen Grundlagen und bestehende Präventionsmaßnahmen, insbesondere Alkoholtestkäufe in Niedersachsen, detailliert dargestellt.
3. STAND DER FORSCHUNG: Dieser Abschnitt fasst die aktuelle Rechtslage zum Einsatz von Testkäufern sowie wissenschaftliche Studien zu deren Wirksamkeit zusammen.
4. UNTERSUCHUNGSDESIGN UND -METHODE: Hier wird das methodische Vorgehen beschrieben, welches Experteninterviews und eine standardisierte Befragung von Jugendlichen umfasst.
5. UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE: Dieses Kapitel präsentiert die erhobenen Daten aus den Interviews mit behördlichen Vertretern, dem Verkaufspersonal und der Online-Befragung der Jugendlichen.
6. DISKUSSION DER FORSCHUNGSERGEBNISSE: Die Ergebnisse werden hier kritisch analysiert, die Hypothesen überprüft sowie Stärken und Schwächen der Untersuchung reflektiert.
7. FAZIT UND HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN: Abschließend werden die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst und konkrete Empfehlungen für Politik und Praxis abgeleitet.
Alkoholprävention, Alkoholtestkäufe, Jugendschutzgesetz, Minderjährige, Kaufverhalten, Verkaufspraxis, Region Hannover, Alkoholkonsum, Komasaufen, Alterskontrolle, polizeiliche Prävention, Jugendschutz, Alkoholverkauf, Beschaffungsverhalten, Wirksamkeitsanalyse
Die Arbeit untersucht die Effektivität von Alkoholtestkäufen als Instrument des Jugendschutzes in der Region Hannover und deren Einfluss auf das Verhalten von Jugendlichen und Verkaufspersonal.
Die Arbeit beleuchtet die Umsetzung rechtlicher Vorgaben bei Testkäufen, das tatsächliche Beschaffungsverhalten Jugendlicher sowie die Sensibilisierung und Kontrolle im Einzelhandel.
Die Arbeit fragt nach den Auswirkungen von Alkoholtestkäufen auf die Kaufpraxis Jugendlicher und die Verkaufspraxis im Handel sowie nach der Bewertung dieser Maßnahmen durch die beteiligten Akteure.
Es wurde eine Kombination aus Literaturanalyse, qualitativen leitfadengestützten Interviews mit Experten aus Polizei, Verwaltung und Einzelhandel sowie einer standardisierten Online-Befragung von Jugendlichen gewählt.
Der Hauptteil analysiert die aktuelle Alkoholprävention, den Stand der Forschung, das Untersuchungsdesign sowie die detaillierten Ergebnisse der Befragungen und Interviews.
Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Alkoholprävention, Testkäufe, Jugendschutzgesetz und das Beschaffungsverhalten von Minderjährigen geprägt.
Die Region Hannover verfügt über eine umfassende Datenbasis und mehrjährige Erfahrung im Umgang mit Testkäufen, was eine fundierte Analyse ermöglicht.
Testkäufe sind zwar ein geeignetes Instrument zur behördlichen Überprüfung der Abgabe, hindern Jugendliche jedoch nur bedingt an der Beschaffung, da diese bei verweigertem Verkauf auf alternative Quellen ausweichen.
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