Examensarbeit, 2010
72 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Begriffserklärungen
2.2 Außerschulische Lernorte in der Reformpädagogik
2.3 Außerschulische Lernorte in der heutigen Pädagogik
3 Das Museum
3.1 Historischer Überblick und Definition
3.2 Objektpräsentation im Technikmuseum
3.3 Das Museum als außerschulischer Lernort
3.4 Museumspädagogik
4 Das Heinz Nixdorf MuseumsForum
4.1 Der Namensgeber
4.2 Entstehung des Museums
4.3 Konzeption
4.4 Medieneinsatz im HNF
5 Besuch außerschulischer Lernorte
5.1 Rechtliche Aspekte und Grundlagen
5.2 Didaktische Einordnung
5.2.1 Besuch als Einstieg in eine Unterrichtsreihe
5.2.2 Besuch eingebettet in eine Unterrichtsreihe
5.2.3 Besuch als Abschluss einer Unterrichtsreihe
5.3 Der methodische Dreischritt
5.3.1 Vorbereitung auf das Lernen vor Ort
5.3.2 Handelnde Auseinandersetzung mit dem Lernort
5.3.3 Auswertung der Eindrücke, Erlebnisse und Erfahrungen
5.4 Probleme beim Besuch außerschulischer Lernorte
6 Angebote im Heinz Nixdorf MuseumsForum
6.1 Führungen und Themenführungen
6.2 Museumsrallye
6.3 Workshops
6.3.1 Boten, Balken und Signale
6.3.2 Schreiben wie die alten Römer
6.3.3 Roboter-Workshop
6.3.4 Beats & Mixes
6.3.5 Lötwerkstatt: Leuchtdisplay
6.3.6 GPS-Wandertour
6.3.7 Papierwerkstatt
6.4 Abendvorträge im Forum des HNF
6.5 Schülerlabor 2010
7 Schlussbemerkungen
Die Arbeit untersucht, inwieweit sich das Heinz Nixdorf MuseumsForum (HNF) in Paderborn als außerschulischer Lernort für den Geschichtsunterricht in der Sekundarstufe II eignet. Ziel ist es, den pädagogischen Nutzen von Museumsbesuchen zu bewerten und durch didaktische Konzepte wie den "methodischen Dreischritt" in den Unterricht zu integrieren.
3.3 Das Museum als außerschulischer Lernort
Nicht nur die Aufgaben des Museums haben sich vor allem im 20. Jahrhundert stark verändert, es herrscht auch seit den 1980er Jahren ein wahrer Museumsboom, der nicht nur mit einer Vielzahl von Neugründungen einhergeht, sondern der auch für eine veränderte Wahrnehmung der Museen in den Augen der Öffentlichkeit geführt hat. Das Museum entfernt sich von der klassischen Form der Exponatpräsentation und richtet sich als Ort der Wissensvermittlung aus. Dies geht, speziell bei den sogenannten Science Centern, vielen Vertretern konventioneller Museen jedoch zu weit. Sie sehen Museen zu Freizeitparks verkommen, die ihre Qualität und Seriösität einbüßen. Für viele Kritiker verschwindet der Unterschied zwischen „Elfenbeinturm und Fußgängerzone“. Auf der anderen Seite ist es eben diese Veränderung zu einem Lernort, die die Qualität eines Museums im 21. Jahrhundert auszeichnen wird. Nur wenn Museen es schaffen, sich für ihren Elfenbeinturm einen Platz zwischen Karstadt und Kaufhof in der Fußgängerzone zu sichern, werden sie in Zukunft als Teil der Gesellschaft erfolgreich sein können.
Scheinbar existiert also eine deutliche Diskrepanz zwischen der wissenschaftlichen Evaluierung des außerschulischen Lernorts und dem inflationären Gebrauch dieses Terminus durch verschiedenste Institutionen. Schon 2003 stellte Silke Traub fest, dass kaum erforscht sei, „inwieweit Museumsexpertinnen und -experten Museen als Bildungsstätten betrachten und wie Lehrerinnen und Lehrer ihren Bildungswert einschätzen“. Es gibt offensichtlich aufgrund der Vielzahl verschiedener Museen ebenfalls keinen Konsens über die Nutzung des Museums als außerschulischen Lernort und den damit verbundenen Lernzielen, die von Museumspädagogen unterstützt werden könnten.
1 Einleitung: Diese Einleitung thematisiert die Notwendigkeit, den Unterricht durch außerschulische Lernorte zu öffnen, um Schülern authentische Erfahrungen jenseits der Massenmedien zu ermöglichen.
2 Grundlagen: Hier werden zentrale Begriffe definiert und der Wandel außerschulischer Lernorte von der Reformpädagogik bis zur heutigen Schulpraxis beleuchtet.
3 Das Museum: Dieses Kapitel gibt einen historischen Abriss über die Entwicklung der Museumslandschaft und analysiert die heutige Funktion und methodische Relevanz der Museumspädagogik.
4 Das Heinz Nixdorf MuseumsForum: Eine detaillierte Vorstellung des HNF, seiner Entstehung, Konzeption und der spezifischen Medieneinsatzstrategien zur Wissensvermittlung.
5 Besuch außerschulischer Lernorte: Praxisorientierte Betrachtung rechtlicher Aspekte sowie eine didaktische Einordnung von Unterrichtsgängen anhand des "methodischen Dreischritts".
6 Angebote im Heinz Nixdorf MuseumsForum: Vorstellung konkreter museumspädagogischer Programme wie Führungen, Rallyes und Workshops zur praktischen Umsetzung im Schulunterricht.
7 Schlussbemerkungen: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und Ausblick auf die Bedeutung der Kooperation zwischen Schule und Museum zur Steigerung der Lernmotivation.
Außerschulischer Lernort, Heinz Nixdorf MuseumsForum, Museumspädagogik, Geschichtsunterricht, Methodischer Dreischritt, Technikgeschichte, Lebenslanges Lernen, Wissensvermittlung, Handlungsorientierung, Exponatpräsentation, Schulpraxis, Didaktik, Bildungsauftrag, Museumsdidaktik, Informatik.
Die Arbeit analysiert die didaktische Eignung und praktische Implementierung des Heinz Nixdorf MuseumsForums (HNF) als außerschulischer Lernort für Schüler der Sekundarstufe II im Fach Geschichte.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des außerschulischen Lernens, die historische Entwicklung und heutige Konzeption von Museen sowie die praktische Verknüpfung von Lehrplänen mit museumspädagogischen Angeboten.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Lehrer durch eine strukturierte Vor- und Nachbereitung das HNF als Lernort nutzen können, um fachliche Inhalte nachhaltig und motivierend zu vermitteln.
Der Autor stützt sich auf eine Literaturanalyse zur Museumspädagogik und Didaktik sowie auf die Untersuchung der spezifischen Konzeption und Bildungsangebote des HNF.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Einführung in das Museumswesen, eine detaillierte Beschreibung der HNF-Konzeption und einen praktischen Leitfaden für die Planung und Durchführung von Unterrichtsgängen.
Wichtige Begriffe sind Außerschulischer Lernort, Museumspädagogik, Didaktik, Handlungsorientierung und Medieneinsatz.
Das HNF verbindet historische Zeugnisse mit aktueller Technik und ermöglicht Schülern durch interaktive Exponate einen ganzheitlichen Einblick in die Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnik über 5.000 Jahre hinweg.
Der methodische Dreischritt (Vorbereitung, Auseinandersetzung vor Ort, Auswertung) dient als zentrales Modell, um den Museumsbesuch didaktisch in den Unterricht einzubetten und so eine nachhaltige Ergebnissicherung zu gewährleisten.
Der Autor schlägt vor, außerschulische Leistungen nicht nur über traditionelle schriftliche Noten zu erfassen, sondern auch soziale Kompetenzen und das "Geleistete" (z.B. erstellte Medien oder Projekte) in die Bewertung einzubeziehen.
Das geplante Schülerlabor wird als zukunftsorientierte Kooperation zwischen Universität und HNF hervorgehoben, um Schülern den Übergang in ein MINT-Studium zu erleichtern und Synergieeffekte zwischen Wissenschaft und Museumspädagogik zu nutzen.
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