Bachelorarbeit, 2012
79 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Methodik der Arbeit
2 Theoretische Einführung in das Thema Eventorganisation
2.1 Begriffsdefinition
2.2 Merkmale von Events
2.3 Veranstaltungsarten und –formen
2.4 Projektphasen und Ressourcen der Eventplanung
2.5 Eventmodule und Tools der Eventorganisation
2.6 Wichtige Rahmenbedingungen
2.6.1 Rechtsbeziehungen, Haftung und Absicherung
2.6.2 Rechtliche Vorgaben und notwendige Genehmigungen in der Eventorganisation
3 Ablauf, Planungsfehler und Auswirkungen der Loveparade 2010 in Duisburg
3.1 Ablaufbeschreibung der Tragödie
3.2 Analyse der Vorbereitung und Organisation hinsichtlich Planungsfehlern
3.3 Darstellung der aktuellen Haftungssituation
3.4 Auswirkungen
4 Praktische Eventorganisation am Beispiel der Neukonzipierung zukünftiger Maxstraßenfeste in Augsburg
4.1 Geschichte, Bedeutung und Planung bisheriger Maxstraßenfeste
4.2 Gründe für die Absage im Jahr 2011
4.3 Entwicklung und Verlauf der Sicherheitsauflagen vor und nach der Loveparade
4.4 Bedingungen für eine Neuauflage der Veranstaltung
4.5 Vorschlag zur praktischen Neukonzeption zukünftiger Maxstraßenfeste
4.5.1 Ausgangssituation und Vorüberlegungen
4.5.2 Idee, Motto und Logo
4.5.3 Veranstalter und Projektbeteiligte
4.5.4 Zielgruppe und Zielsetzung
4.5.5 Location
4.5.6 Ressourcenmanagement
4.5.6.1 Zeitmanagement
4.5.6.2 Personalplanung
4.5.6.3 Finanzierung
4.5.7 Sicherheitskonzept
4.5.8 Programm
4.5.9 Technik und sonstige Infrastruktur
4.5.10 Gastronomie
4.5.11 Genehmigungen und Versicherungen
4.5.12 Sponsoren und sonstige Partner
4.5.13 Begleitende Kommunikation
5 Resümee mit Darstellung von Vorteilen und Begründung der Neukonzeption des Augsburger Maxfests
Diese Arbeit analysiert die Auswirkungen der Loveparade-Tragödie 2010 auf die Organisation von Großveranstaltungen und entwickelt daraus ein zukunftsorientiertes Neukonzept für das Augsburger Maxstraßenfest. Ziel ist es, die verstärkten Sicherheitsanforderungen in eine praktikable Planung zu integrieren, die sowohl behördliche Vorgaben erfüllt als auch die Wirtschaftlichkeit und Attraktivität des Stadtfests für die Zukunft sichert.
3.1 Ablaufbeschreibung der Tragödie
Obwohl sich jeder wahrscheinlich die Bilder der Loveparade 2010 in Duisburg vor Augen führen kann, wissen nur wenige, wie die Tragödie tatsächlich abgelaufen ist und wie es dazu kam. Aufgrund dessen soll zuerst der genaue Ablauf der Geschehnisse geklärt werden. Hierfür ist es notwendig, sich mit den örtlichen Gegebenheiten und den Besonderheiten der Location vertraut zu machen. Abbildung 11 zeigt das Venue sowie die nähere Umgebung.
Die Abbildung zeigt das Gelände des Alten Güterbahnhofs in Duisburg, auf dem die Loveparade stattgefunden hat. Im Zentrum des Bahnhofgeländes befinden sich mehrere Lagerhallen, um welche die sog. Floats, die großen Musik-LKW mit DJ, in einer Kreisbahn fuhren. Eingang und Ausgang der Besucher war eine große Hauptrampe, die über einen Tunnel nach außen führt. Genau auf dieser Hauptrampe bildete sich aufgrund mehrerer Umstände während der Stoßzeit nachmittags eine nicht mehr zu kontrollierende Menschenmenge, was schließlich in einer Massenpanik endete, bei der 21 Menschen zu Tode gedrückt oder getrampelt wurden. Die Bildung der Menschenmenge auf der Zugangsrampe lässt sich in vier Phasen einteilen (vgl. Abb. 12).
1 Einleitung: Beleuchtet die Loveparade-Tragödie 2010 als Ausgangspunkt für veränderte Rahmenbedingungen und stellt die Zielsetzung der Arbeit sowie deren methodisches Vorgehen vor.
2 Theoretische Einführung in das Thema Eventorganisation: Erläutert zentrale Begriffe, Merkmale und Projektphasen des Eventmanagements, ergänzt durch wesentliche rechtliche und haftungsrelevante Rahmenbedingungen.
3 Ablauf, Planungsfehler und Auswirkungen der Loveparade 2010 in Duisburg: Analysiert kritisch die Ursachen der Katastrophe in Duisburg, untersucht die Haftungssituation der Beteiligten und beschreibt die negativen Auswirkungen auf die deutsche Veranstaltungsbranche.
4 Praktische Eventorganisation am Beispiel der Neukonzipierung zukünftiger Maxstraßenfeste in Augsburg: Entwickelt ein detailliertes Neukonzept für das Augsburger Stadtfest, das auf geänderte Sicherheitsauflagen und eine räumliche Neuausrichtung setzt, um das Event zukunftssicher zu machen.
5 Resümee mit Darstellung von Vorteilen und Begründung der Neukonzeption des Augsburger Maxfests: Fasst die Vorteile des erarbeiteten Konzepts zusammen und begründet, warum diese Neuausrichtung eine tragfähige Lösung für die Fortführung der Traditionsveranstaltung bietet.
Eventorganisation, Loveparade 2010, Maxstraßenfest, Veranstaltungssicherheit, Haftung, Sicherheitsauflagen, Projektmanagement, Stadtmarketing, Risikoanalyse, Veranstaltungsrecht, Crowd-Management, Augsburg, Neukonzeption, Besuchersicherheit, Stadtfest.
Die Arbeit untersucht, wie sich die Katastrophe der Loveparade 2010 auf die Organisation von Großveranstaltungen ausgewirkt hat und wie ein bestehendes Stadtfest (das Maxstraßenfest in Augsburg) unter veränderten Sicherheitsvorgaben erfolgreich weiterentwickelt werden kann.
Die Schwerpunkte liegen auf Eventmanagement-Theorie, Analyse von Planungsfehlern, rechtlichen Rahmenbedingungen für Veranstaltungen sowie der praktischen Konzeption von Sicherheits- und Finanzierungslösungen für Stadtfeste.
Das Ziel ist es, basierend auf einer Analyse der Loveparade-Tragödie ein praxisorientiertes Sicherheits- und Veranstaltungskonzept für das Augsburger Maxstraßenfest zu erstellen, das rechtlich vertretbar und organisatorisch sowie finanziell realisierbar ist.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus theoretischer Literaturanalyse, der Untersuchung von Fallbeispielen (Loveparade 2010) sowie der praxisnahen Konzeption eines spezifischen Event-Projekts unter Berücksichtigung empirischer Daten (Auflagenbescheide).
Neben einer theoretischen Einführung in die Eventorganisation werden die Fehler bei der Loveparade detailliert analysiert und anschließend ein konkreter Vorschlag für die Neugestaltung des Augsburger Maxstraßenfestes, inklusive Personal-, Finanz- und Sicherheitsplanung, erarbeitet.
Zu den zentralen Begriffen zählen Eventorganisation, Maxstraßenfest, Veranstaltungssicherheit, Haftungsrisiken, Sicherheitsauflagen und strategische Projektplanung.
Der Autor hebt hervor, dass das Augsburger Maxstraßenfest durch weitläufigere räumliche Gegebenheiten und einen Verzicht auf Absperrgitter ein deutlich geringeres Stau- und Gefahrenpotential bietet als die Loveparade-Location in Duisburg.
Aufgrund der verschärften Sicherheitsauflagen der lokalen Behörden nach 2010 war das bisherige Konzept des Maxstraßenfests organisatorisch und finanziell nicht mehr umsetzbar, was 2011 zur Absage führte.
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