Hausarbeit, 2012
18 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung und Problemstellung
2 CSR als Konzept unternehmerischer Verantwortung
2.1 Definition und Annahmen
2.2 CSR Dimensionen
3 Private CSR Initiativen
3.1 Systematisierung privater CSR Instrumente
3.2 Einordnung in das System öffentlicher und privater Governance-Strukturen
3.3 Einordnung in die Regulierungsarenen nach Pries
3.4 Praktische Beispiele
3.4.1 International Organization for Standardization (ISO): Leitfaden zur gesellschaftlichen Verantwortung (ISO 26000:2010)
3.4.2 Oxfam Deutschland
3.4.3 Kampagnen: „Transparent jetzt!“ und „Make Trade Fair“
4 Zusammenfassung und Fazit
Diese Arbeit untersucht die Bedeutung privater CSR-Initiativen für die globale Erwerbsregulierung und analysiert, wie diese Instrumente zur Durchsetzung sozialer und ökologischer Standards beitragen. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich CSR als freiwilliges Konzept in ein komplexes System nationaler und internationaler Regulierungsstrukturen einordnen lässt.
3.1 Systematisierung privater CSR Instrumente
Wie bereits im vorhergehenden Kapiteln gezeigt wurde, gibt es eine sehr große Anzahl von privaten CSR-Instrumenten. Sie unterscheiden sich nach ihrer Fokussierung, Teilnehmerschaft, Nutzung und Struktur.15 Um deren Auswirkung und Anwendungsbereiche besser verstehen zu können, ist eine Systematisierung an dieser Stelle notwendig. Im Allgemeinen kann man alle CSR-Instrumente in Anlehnung an die von der OECD und ILO getroffenen Unterscheidung zunächst nach deren Charakter systematisieren. Es gibt Instrumente, die als internationale Übereinkommen und Erklärungen gelten. Darüber hinaus gibt es amtlich angenommene oder anerkannte Orientierungen und vom privaten Sektor entwickelte Grundsätze.
Des Weiteren kann man die CSR-Instrumente nach der Art der rechtlichen Verbindlichkeit einstufen. Es gibt Instrumente, die freiwillig oder rechtsbindend sind. Darüber hinaus gibt es Instrumente die nur eine rechtliche Anlehnung haben. Schoenheit16 weist in seinem Kurzgutachten zur Systematik bestehender CSR-Instrumente darauf hin, dass die Instrumente mit „rechtlicher Anlehnung“ für die Unternehmen selbst nicht zwangsläufig rechtsbindend, aber deren Inhalte im nationalen Recht geregelt sind. Beispielsweise gehören die “ILO Declaration on Fundamental Principles and Rights at Work”17, die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen18 zu den Instrumenten mit rechtlicher Anlehnung. Diese beiden Instrumente sind amtlich angenommen oder sie gelten als anerkannte Orientierungen. Bei einigen CSR-Instrumenten ist es sehr schwierig deren rechtliche Verbindlichkeit zu bewerten.19
Nach der Reichweite der Anwendung gibt es CSR-Instrumente, die auf nationale, internationale oder europäische Ebene gelten.20 CSR-Instrumente kann man auch nach deren Anlehnung an die Normen und Standards systematisieren. Demnach haben mache Instrumente eine explizite Anlehnung an die Normen und Standards und manche nicht.21
1 Einleitung und Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die steigende Bedeutung von Nachhaltigkeitsreporting und die Rolle privater CSR-Initiativen bei der globalen Erwerbsregulierung ein.
2 CSR als Konzept unternehmerischer Verantwortung: Hier werden Definitionen sowie die drei zentralen Annahmen (Freiwilligkeit, Eigeninitiative, Beziehungen) und die Drei-Säulen-Struktur von CSR erläutert.
3 Private CSR Initiativen: Dieses Hauptkapitel kategorisiert verschiedene CSR-Instrumente, ordnet sie in Governance-Strukturen und Regulierungsarenen ein und analysiert praktische Fallbeispiele.
4 Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die Rolle von CSR als wichtiges Instrument zur Schließung von Regulierungs- und Normlücken in einer globalisierten Wirtschaft zusammen.
Corporate Social Responsibility, CSR, Erwerbsregulierung, Private Initiativen, Nachhaltigkeit, Governance, ISO 26000, Oxfam, Kampagnen, ILO-Kernarbeitsnormen, Multistakeholder-Initiativen, Unternehmenskodizes, Globale Standards, Stakeholder, Unternehmensverantwortung.
Die Arbeit analysiert die Funktion und Einordnung privater CSR-Initiativen (wie ISO-Normen und NGO-Kampagnen) als Mechanismen zur globalen Erwerbsregulierung.
Die zentralen Themen umfassen die Systematisierung von CSR-Instrumenten, deren rechtliche Verbindlichkeit, die Einordnung in Governance-Strukturen sowie die Auswirkungen auf internationale Arbeitsbedingungen.
Ziel ist es, die Rolle von freiwilligen, privaten Unternehmensinitiativen bei der globalen Durchsetzung von sozialen und ökologischen Standards zu verstehen und wissenschaftlich einzuordnen.
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die bestehende Typologien (insbesondere von Pries sowie OECD/ILO) auf private CSR-Instrumente anwendet und durch Fallbeispiele illustriert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von CSR, die methodische Systematisierung der Instrumente und eine konkrete Fallstudienanalyse zu ISO 26000 und Oxfam.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie CSR, globale Erwerbsregulierung, private Governance und Multistakeholder-Initiativen beschreiben.
Da sie als Leitfaden konzipiert ist und keine spezifischen Anforderungen für ein Audit stellt, fungiert sie eher als Orientierungshilfe denn als Zertifikat.
Kampagnen werden der fünften Arena (diskursive Legitimation) zugeordnet, da sie helfen, Normalitätsstandards und soziale Erwartungen an Unternehmen in der Gesellschaft zu festigen.
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