Masterarbeit, 2010
130 Seiten, Note: 1,5 ( in der Schweiz 5,5)
1 Einleitung
2 Ausgangslage
2.1 Themenwahl aus heilpädagogischer Sicht
3 Forschungsabsicht
3.1 Zielformulierung
3.2 Forschungsfrage
3.3 Eingrenzung der Thematik
4 Theorieteil
4.1 Geschichte der Epilepsie
4.2 Medizinische Aspekte der Epilepsie
4.3 Klassifikation und Ursachen der Krankheit
4.3.1 Einteilung bezüglich der Ursache
4.3.2 Einteilung bezüglich des Erscheinungsbildes
4.4 Diagnose und Untersuchungsmethoden der Epilepsie
4.5 Behandlung und Therapie
4.5.1 Medikamentöse Therapie
4.5.2 Nebenwirkungen
4.5.3 Prognose
4.5.4 Geregelte Lebensführung
4.6 Neuropsychologische Diagnostik
4.7 Psychosoziale Aspekte
4.7.1 Soziale Situation und Teilhabe
4.7.2 Kognitive Entwicklung / Teilleistungsstörungen
4.7.3 Verhaltensweisen
4.8 Begriff der Integration
4.8.1 Soziale Integration
4.8.2 Schulische Integration (IS)
4.9 Epilepsie und Schule
4.9.1 Schulleistungen und Lernerfolg
4.9.2 Sozialstatus und Befindlichkeit
4.9.3 Lehrpersonen
4.9.4 Schulische Heilpädagogen
4.9.5 Mitschüler
4.9.6 Unterrichtsgestaltung
4.9.7 Unterstützende Massnahmen
4.9.8 Einschränkungen
4.10 Interdisziplinäre Zusammenarbeit
4.10.1 Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Eltern
4.10.2 Interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Fachpersonen
5 Forschungsmethodisches Vorgehen
5.1 Forschungsdesign
5.1.1 Forschungsansatz
5.1.2 Sampling
5.2 Datenerhebung
5.2.1 Feldzugang
5.2.2 Forschungsmethoden
5.2.2 Triangulation
5.2.3 Member Check
5.3 Datenanalyse
5.3.1 Auswertung der Daten
5.4 Darstellung der Daten
5.4.1 Computernutzung
5.4.2 Forschungsbericht
5.5 Zeitlicher Ablauf
6 Forschungsanalyse
6.1 Beschreibung der Stichprobe
6.2 Auswertung der Kategorien
6.2.1 Kategorie Wissen
6.2.2 Kategorie Erfahrungen
6.2.3 Kategorie Voraussetzungen & Grundhaltung
6.2.4 Kategorie Beschulung
6.2.5 Kategorie Unterricht
6.2.6 Kategorie Förderung
7 Diskussion
7.1 Einordnung der Erwartungshaltungen der SHP im Bereich Wissen
7.2 Einordnung der Erwartungshaltungen der SHP im Bereich Erfahrungen
7.3 Einordnung der Erwartungshaltungen der SHP im Bereich Voraussetzungen & Grundhaltung
7.4 Einordnung der Erwartungshaltungen der SHP im Bereich Beschulung
7.5 Einordnung der Erwartungshaltungen der SHP im Bereich Unterricht
7.6 Einordnung der Erwartungshaltungen der SHP im Bereich Förderung
7.7 Einordnung der Erwartungshaltungen der SHP im Bereich Interdisziplinäre Zusammenarbeit
8 Beantwortung der Fragestellung
9 Reflexion
9.1 Zielüberprüfung
9.2 Forschungsmethodisches Vorgehen
9.2.1 Forschungsdesign
9.2.2 Datenerhebung
9.2.3 Datenanalyse
9.2.4 Darstellung der Daten
10 Fazit
10.1 Weiterführende Forschungsthemen
11 Empfehlenswerte Literatur
12 Literaturverzeichnis
Die Arbeit untersucht, welche Erwartungen und Erfahrungen Schulische Heilpädagogen (SHP) bei der Integration von Kindern mit Epilepsie in Regelklassen haben, wobei der Schwerpunkt auf den Chancen und Grenzen dieser integrativen Schulform liegt. Die zentrale Forschungsfrage zielt darauf ab, sowohl den Kenntnisstand der Lehrpersonen als auch die pädagogischen Möglichkeiten und Herausforderungen im schulischen Alltag zu analysieren.
4.1 Geschichte der Epilepsie
Kaum eine andere Krankheit kann in der Geschichte so weit zurückverfolgt werden, wie die der Epilepsie. Schon in den frühestens schriftlichen Zeugnissen aus der Zeit der Hochkulturen, wie zum Beispiel bei den alten Ägyptern, wurde diese Krankheit erwähnt. Ebenfalls hat kaum eine andere Krankheit so viele Namen erhalten wie sie. Diese Namen gaben jedoch kaum Aufschluss über den medizinischen Wissensstand der jeweiligen Zeit. Vielmehr zeigten sie die soziale Einstellung gegenüber der Krankheit und den Menschen auf, die an ihr litten. Meist wurde die Krankheit Epilepsie mit den Bezeichnungen „heilig“ und „göttlich“ in Zusammenhang gebracht. Dies verdeutlicht, dass sich die Menschen, die ungewöhnliche Krankheit nicht erklären konnten und sie deshalb in den Bereich des Mystischen und Göttlichen verwiesen. Aufgrund der zum Teil unbekannten Erscheinungsformen mit beängstigten Symptomen wurde Epilepsie auch lange dämonisiert und deren Erforschung sogar behindert.
Der Grieche Hippokrates (460-377 v. Chr.) erkannte bereits, dass Epilepsien auf einer Störung des Gehirns beruhen und bezeichnete sie nicht weniger heilbar als andere. Aber erst im 19. Jahrhundert setzte sich diese Überzeugung durch. Mehr als heute hat die Krankheit bereits damals die Patienten selbst, aber vor allem Ärzte und die Gesellschaft in hohem Mass beschäftigt. Die Ursachen wurden je nach Epoche und vorherrschendem Medizinkonzept und je nach Religion verschieden gesehen. Dies übertrug sich auch auf die Behandlungsmethoden (Schneble, 2003, S. 10ff). Diesen historisch-gesellschaftlichen Aspekten des sozialen Umgangs mit epilepsiekranken Menschen schliesst sich Schöler (2009, S. 15ff) in ihren Ausführungen an.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die bildungspolitischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen, die ein Recht auf ganzheitliche Bildung und Integration für alle Kinder festschreiben.
2 Ausgangslage: Dieses Kapitel thematisiert die Häufigkeit von Epilepsie im Kindesalter und verdeutlicht, dass die Krankheit im Schulalltag oft unterschätzt wird und mit Vorurteilen behaftet ist.
3 Forschungsabsicht: Hier werden die Zielformulierung und die Forschungsfrage definiert, wobei das Interesse an den Erfahrungen und Erwartungen der SHP bei der Integration im Vordergrund steht.
4 Theorieteil: Dieser Abschnitt bietet einen fundierten Überblick über medizinische, psychologische und soziale Aspekte der Epilepsie sowie theoretische Modelle zur Integration in der Schule.
5 Forschungsmethodisches Vorgehen: Das Kapitel beschreibt das methodische Design der Studie, einschließlich des Samplings, der Datenerhebung durch Online-Fragebögen und der qualitativen sowie quantitativen Auswertungsstrategien.
6 Forschungsanalyse: Die Analyse präsentiert die Ergebnisse der Befragung von 176 SHP und wertet deren Wissen, Erfahrungen und Erwartungshaltungen in verschiedenen Kategorien aus.
7 Diskussion: Im Diskussionsteil werden die erhobenen Daten in den Kontext der Fachliteratur gesetzt und in sieben Leitsätzen zusammengefasst.
8 Beantwortung der Fragestellung: Das Kapitel bietet eine direkte Synthese der Forschungsergebnisse als Antwort auf die eingangs formulierte Forschungsfrage.
9 Reflexion: Eine kritische Reflexion des eigenen methodischen Vorgehens und der Zielüberprüfung der Masterarbeit.
10 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine gelingende Integration von individuellen Rahmenbedingungen, Offenheit und interdisziplinärer Zusammenarbeit abhängt.
Epilepsie, Schulische Integration, Heilpädagogik, Regelklasse, Anfall, Inklusion, Schulerfolg, Interdisziplinäre Zusammenarbeit, Förderplanung, Lernentwicklung, Sozialkompetenz, Schulisches Setting, Lehrer-Einstellung, Diagnostik, Sonderrolle
Die Arbeit befasst sich mit der schulischen Integration von Kindern mit Epilepsie in Regelklassen und untersucht, wie Schulische Heilpädagogen diese Herausforderung einschätzen.
Die Schwerpunkte liegen auf dem medizinischen Wissen über Epilepsie, der Bedeutung von integrativen Unterrichtsmethoden, der sozialen Situation betroffener Kinder und der interdisziplinären Zusammenarbeit.
Ziel ist es, die Erfahrungen und Erwartungen von SHP abzubilden, um Chancen für eine erfolgreiche Integration aufzuzeigen und Barrieren (Grenzen) durch eine fundierte Wissensvermittlung abzubauen.
Es wurde eine empirische Untersuchung in Form eines Surveys mit quantitativen und qualitativen Fragebogen-Elementen durchgeführt, ergänzt durch ein umfassendes Literaturstudium.
Der Hauptteil gliedert sich in einen ausführlichen Theorieteil zur Epilepsie und Integration sowie eine detaillierte Auswertung der empirischen Daten, die in verschiedenen Kategorien wie Wissen, Unterricht und Förderung analysiert werden.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Epilepsie, Integration, Schulische Heilpädagogik, Förderplanung und interdisziplinäre Zusammenarbeit.
Die Autoren betonen, dass eine erfolgreiche Integration nur gelingen kann, wenn Schule, Eltern und medizinische Fachleute eng kommunizieren, um das Kind ganzheitlich zu stützen.
Eine flexible Unterrichtsgestaltung (z.B. binnendifferenzierte Methoden) ist entscheidend, um den individuellen Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden und Stigmatisierung durch Sonderrollen zu verhindern.
Die Studie zeigt eine hohe Bereitschaft unter den SHP, sich im Bereich Epilepsie weiterzubilden, was als sehr positives Signal für die zukünftige Inklusion gewertet wird.
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