Bachelorarbeit, 2012
41 Seiten, Note: 2,1
1. Einleitung
2. Begriffliche und geschichtliche Grundlagen
2.1 Die Schlüsselbegriffe „Nachricht“ und „Journalismus“
2.2 Hintergründe des gewählten Zeitrahmens
2.3 Der Beginn journalistischer Nachrichtenproduktion
3. Moderne journalistische Nachrichtenproduktion
3.1 Die Entwicklung des Internet
3.2 Die Nachricht im modernen Journalismus
3.3 Umriss des journalistischen Berufs der Gegenwart
3.4 Folgen der Veränderungen in vergleichender Perspektive
4. Fazit
Die Bachelorarbeit untersucht den Wandel der journalistischen Nachrichtenproduktion, indem sie die Bedingungen und Arbeitsweisen zu Beginn des 19. Jahrhunderts einer vergleichenden Betrachtung mit der heutigen, digital geprägten Medienlandschaft gegenüberstellt, um Erkenntnisse über die künftige Ausrichtung des Berufsstandes zu gewinnen.
Die Schlüsselbegriffe „Nachricht“ und „Journalismus“
Der Nachrichtenbegriff lässt sich auf einen detaillierten Bedeutungshintergrund zurückführen und ist noch nicht so alt wie die Nachricht selbst. Bereits um 1450, zeitgleich mit der Erfindung des Buchdrucks, kam es in Europa zur Zirkulation von Informationen in Form von Flugblättern, Flugschriften und „neuen Zeitungen“ (vgl. Stöber 2005, S. 34-35). Diese Medien dienten zunächst größtenteils der Verbreitung religiöser, amtlicher, naturkundlicher oder literarischer Inhalte (vgl. Wilke 2008, S. 19). Eine Bedeutungsschreibung dieser Informationen als „Nachricht“ blieb jedoch aus. Erst im 17. Jahrhundert fand der Begriff eine Verwendung als „Anweisung“ oder „Anordnung“, bis er im Laufe des 19. Jahrhunderts einen Bedeutungsumschwung hin zur gegenwärtig bekannten Interpretation der „Botschaft“ oder „Neuigkeit“ erfuhr (vgl. Frerichs 2000, S. 119-120). Da man zu dieser Zeit noch nicht glauben konnte, dass wirklich so viele berichtenswerte Ereignisse parallel ablaufen können, wurde fiktionales nur selten von non-fiktionalen getrennt. Eine Unterscheidung von „Information“ und „Unterhaltung“ existierte demzufolge noch nicht (vgl. Ruhrmann 2010, S. 95-96). Kurz nach der ersten Verwendung des Begriffs erlebten in der Mitte des 18. Jahrhunderts neu gegründete Vereine, Salons, Bibliotheken oder Lesegesellschaften einen regelrechten Aufschwung, der zum Ende des Jahrhunderts hin seine Blütezeit fand. In diesen neuartigen Lokalitäten und Gesellschaften wurden nicht nur aktiv Diskurse geführt und Geselligkeit gefördert, sondern auch „Neuigkeiten“ ausgetauscht.
Diese interindividuelle Wahrnehmung von Ereignissen führte langsam aber sicher zu dem Bewusstsein eines Informationsaustauschs, der nicht nur auf privater sondern auch auf öffentlicher Ebene ausgetragen werden konnte. Ein Ereignis als solches ist jedoch bereits definitorisch schwierig zu umreißen. So gibt es keine „Ereignisse-ansich“; vielmehr müssen sie „erst durch einen Beobachter aus ihren zeitlichen und sachlichen Zusammenhang heraus abgegrenzt werden“ (Frerichs 2000, S. 177).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Untersuchung des journalistischen Wandels ein und formuliert die zentralen Fragestellungen sowie Thesen der Arbeit.
2. Begriffliche und geschichtliche Grundlagen: Das Kapitel definiert zentrale Fachbegriffe wie Nachricht und Journalismus und beleuchtet die gesellschaftlichen sowie technologischen Rahmenbedingungen um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert.
3. Moderne journalistische Nachrichtenproduktion: Hier werden die Einflüsse des Internets, moderne journalistische Arbeitsweisen, das Berufsbild der Gegenwart sowie die Rolle des Bürgerjournalismus analysiert und kritisch hinterfragt.
4. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse des historischen Vergleichs zusammen und reflektiert über die Zukunft des Journalismus im Kontext von Digitalisierung und Partizipation.
Journalismus, Nachrichtenproduktion, Medienwandel, Internet, Bürgerjournalismus, Nachrichtenfaktoren, Professionalisierung, Nachrichtenwerttheorie, Massenmedien, Online-Journalismus, Gatekeeper-Konzept, Medienentwicklung, digitale Transformation, Journalisten, Mediennutzung.
Die Arbeit analysiert den Wandel der journalistischen Nachrichtenproduktion durch einen Vergleich der Bedingungen des frühen 19. Jahrhunderts mit der modernen, digitalen Gegenwart.
Zu den Schwerpunkten zählen die Entwicklung des Nachrichtenbegriffs, der Einfluss des Internets, das Phänomen des Bürgerjournalismus und die Professionalisierung des Berufsstandes.
Das Ziel ist es, durch die historische Gegenüberstellung die Auswirkungen technologischer und gesellschaftlicher Veränderungen auf den Journalismus aufzuzeigen und Erkenntnisse für die Zukunft abzuleiten.
Die Arbeit verfolgt eine kommunikationshistorisch-vergleichende Perspektive und nutzt eine hermeneutische Vorgehensweise, um die historische Entwicklung und aktuelle Prozesse einzuordnen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der Anfänge journalistischer Arbeit und eine Untersuchung moderner Produktionsbedingungen, inklusive der Rolle von User-Generated-Content.
Wichtige Begriffe sind Journalismus, Nachrichtenproduktion, Internet, Bürgerjournalismus, Nachrichtenwerte und Medienwandel.
Das Internet beschleunigt den Informationsfluss enorm und zwingt Journalisten zu ständiger Aktualität, während gleichzeitig die Grenzen zwischen Produzent und Rezipient durch Partizipationsmöglichkeiten verschwimmen.
Der Bürgerjournalismus wird nicht als Ersatz für den professionellen Journalismus gesehen, sondern als Chance für eine sinnvolle Ergänzung und Korrelation, die jedoch Qualitätssicherungsmechanismen benötigt.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

