Doktorarbeit / Dissertation, 2012
444 Seiten, Note: Summa cum laude
Vorwort
Zur Individualität in den neueren elektronischen Medien
1 Forschungsansatz
1.1 Teilbereich „SMS“
1.2 Teilbereich „E-Mail“
1.3 Teilbereich „Facebook-Nachrichten“
1.4 Kritische Literaturbetrachtung
2 Linguistische Aspekte des Teilbereichs „SMS“
2.1 Kurze Geschichte der SMS-Kommunikation
2.1.1 Geschichte
2.1.2 Allgemeine Merkmale
2.1.3 Technische Merkmale
2.2 Allgemeine Ergebnisse
2.2.1 Die Länge der SMS
2.2.2 Die Bedeutung des Texterkennungsprogrammes
2.2.3 Die Anzahl versendeter SMS
2.2.4 SMS versus Telefongespräch
2.2.5 Die Entwicklung der SMS
2.3 Sprachliche Merkmale
2.3.1 Kurzformen
2.3.2 Wortfinale und wortinitiale Tilgungen, Reduktionen
2.3.3 Enklisen
2.3.4 Graphostilistische Mittel
2.3.5 Interpunktion
2.3.6 Groß- und Kleinschreibung
2.3.7 Orthographische Fehler
2.3.8 Grammatikalische Abweichungen
2.3.9 Ausdrücke aus Nicht-Standard-Varietäten
2.3.10 Anrede- und Grußformeln
2.3.11 Technische Besonderheiten
2.4 Zwischenfazit zur Teiluntersuchung „SMS“
2.5 Exkurs: Whatsapp
2.6 Exkurs: Schweizer Korpus
3 Linguistische Aspekte des Teilbereichs „E-Mail“
3.1 Kurze Geschichte und Merkmale der E-Mail-Kommunikation
3.1.1 Die Geschichte der E-Mail und technische Voraussetzungen
3.1.2 Allgemeine Merkmale
3.2 Allgemeine Ergebnisse
3.2.1 Medienwechsel
3.2.2 Hyperlinks
3.2.3 Die Länge der E-Mails
3.2.4 Die Anzahl versendeter E-Mails
3.2.5 Sprache über Internet vs. Sprache im Internet
3.3 Sprachliche Merkmale
3.3.1 Kurzformen
3.3.2 Wortfinale und wortinitiale Tilgungen, Reduktionen
3.3.3 Enklisen
3.3.4 Graphostilistische Mittel
3.3.5 Fehlertoleranz
3.3.6 Ausdrücke aus Nicht-Standard-Varietäten
3.3.7 Anrede- und Grußformeln
3.3.8 Technische Besonderheiten
3.4 Zwischenfazit zur Teiluntersuchung „E-Mail“
4 Linguistische Aspekte der Facebook-Kommunikation
4.1 Allgemeine Ergebnisse
4.1.1 Kommunikationsbedingungen
4.1.2 Die Länge der Nachrichten
4.1.3 Die Anzahl versendeter Nachrichten
4.2 Sprachliche Merkmale des Teilbereichs Facebook-Nachrichten
4.2.1 Überblick
4.2.2 Anrede- und Grußformeln
4.2.3 Wortfinale Tilgungen und Enklisen
4.2.4 Graphostilistische Mittel
4.2.5 Fehlertoleranz
4.2.6 Ausdrücke aus Nicht-Standard-Varietäten
4.2.7 Technische Besonderheiten
4.2.8 Das Verhalten der ab 28-Jährigen
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das spezifische Schreibverhalten in neueren elektronischen Medien wie SMS, E-Mails und Facebook-Nachrichten. Ziel ist es, durch eine vergleichende Analyse von Textkorpora linguistische Merkmale zu identifizieren und den Einfluss technischer Rahmenbedingungen auf die sprachliche Gestaltung zu beleuchten.
Zur Individualität in den neueren elektronischen Medien
Die neueren elektronischen Medien sind in aller Munde und werden von einem Großteil der Deutschen fleißig genutzt. Negative Stimmen nach dem Motto „früher war alles besser“, die die Abhängigkeit der Menschen vom Handy und das Verhalten der Jugendlichen in sozialen Netzwerken anprangern, ändern nichts daran, dass sich diese Kommunikationsformen durchgesetzt haben und aus dem Alltag vieler Personen nicht mehr wegzudenken sind. Da in der folgenden Untersuchung allgemeine Aussagen über das Verhalten der befragten Nutzer der neueren elektronischen Medien gemacht werden, soll zu Beginn auf einen wichtigen Punkt eingegangen werden: die Individualität. Zwar können anhand eines entsprechend großen Korpus Aussagen zum Verhalten und zur sprachlichen Gestaltung der Texte unterschiedlicher Teilgruppen der befragten Personen gemacht werden (z.B. der Frauen, der jungen Schreiber usw.), allerdings spielen bei einigen Nachrichten persönliche Vorlieben eine Rolle, die nicht immer so deutlich sind wie in der folgenden SMS:
(1) Haii du.! Gut Danke und dir? Niicht viel und du? Ka auf was hast du denn so lust? Bussi<3 (2476)
1 Forschungsansatz: Vorstellung der Untersuchungsziele sowie der Methodik zur Erhebung und Analyse der verschiedenen Textkorpora aus dem Bereich der elektronischen Kommunikation.
2 Linguistische Aspekte des Teilbereichs „SMS“: Umfassende Untersuchung der SMS-Kommunikation, unterteilt in historische Grundlagen, technische Gegebenheiten und eine detaillierte sprachliche Analyse.
3 Linguistische Aspekte des Teilbereichs „E-Mail“: Analyse der E-Mail-Kommunikation mit Fokus auf Unterschiede zur SMS-Kommunikation, wie etwa die fehlende Zeichenbegrenzung und die variierende Textsortenvielfalt.
4 Linguistische Aspekte der Facebook-Kommunikation: Erläuterung der Besonderheiten von Facebook als Kommunikationsplattform und Untersuchung des Schreibverhaltens unter Berücksichtigung der spezifischen Nutzerbedingungen.
5 Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse, insbesondere hinsichtlich des Einflusses von Technik und soziolinguistischen Faktoren auf das Schreibverhalten.
SMS, E-Mail, Facebook, Mediensprache, Schreibverhalten, Linguistik, Konzeptionelle Mündlichkeit, Textanalyse, Korpuslinguistik, Digitale Kommunikation, Texterkennung, Graphostilistik, Soziolinguistik.
Die Arbeit analysiert das sprachliche Verhalten von Nutzern in neueren elektronischen Medien, konkret SMS, E-Mails und Facebook, um Muster in der digitalen Kommunikation aufzuzeigen.
Zentral sind der Einfluss technischer Voraussetzungen wie Autokorrektur oder Tastaturen auf die Sprache sowie die sprachliche Differenzierung nach soziodemografischen Merkmalen.
Ziel ist es, einen fundierten Überblick über das tatsächliche Schreibverhalten in diesen Medien zu geben und zu prüfen, ob sich sprachliche Merkmale durch technische Entwicklungen verändern.
Die Autorin führt eine fragebogengestützte Analyse durch und wertet die gesammelten Textkorpora deskriptiv aus, um Unterschiede zwischen Nutzergruppen zu identifizieren.
Der Hauptteil gliedert sich in drei große Teilanalysen für SMS, E-Mails und Facebook, wobei jeweils technische Rahmenbedingungen und spezifische sprachliche Merkmale betrachtet werden.
Wichtige Begriffe sind SMS, E-Mail, Facebook, digitale Mediensprache, konzeptionelle Mündlichkeit und Korpuslinguistik.
Die Studie zeigt, dass Texterkennungsprogramme wie T9 oder Autokorrekturen das Schreibverhalten stark beeinflussen, indem sie Korrekturen erzwingen oder Fehler bei der Eingabe erzeugen, die dann im Text verbleiben.
Facebook-Nachrichten weisen häufiger Chat-Charakter auf, haben oft eine andere Anrede- und Grußstruktur und werden seltener mit dem Handy verfasst als SMS, was ihre sprachliche Form beeinflusst.
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