Bachelorarbeit, 2012
72 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Begriffserklärung
2.1 Amoklauf
2.2 School Shootings
3 Taten
3.1 Das Ausmaß von School Shootings – Internationaler Kontext
3.1.1 Zeitliche Verteilung der School Shootings
3.1.2 Opfer von School Shootings
3.1.3 Tatausgang von School Shootings
3.2 Täter
3.2.1 Männliche School Shooter
3.2.2 Anzahl der School Shooter
3.2.3 Alter der School Shooter
3.2.4 Waffen
3.3 School Shootings in Deutschland
4 Die Lebensphase Jugend
4.1 Das Jugendalter
4.2 Entwicklungsaufgaben im Jugendalter
4.3 Psychosoziale Entwicklung
4.4 Identitätsentwicklung
4.4.1 Die Familie
4.4.2 Schulen und Ausbildungsinstitutionen
4.4.3 Die Peer-Group
5 Ursachen, Hintergründe und Entstehung
5.1 Gesellschaftliche, familiäre und soziale Hintergründe
5.1.1 Gesellschaftliche Aspekte
5.1.2 Familiäres Umfeld
5.1.3 Soziales Umfeld
5.2 Unauffälliges Erscheinungsbild des School Shooters
5.3 Psychopathologische Auffälligkeiten
6 Tatort Schule
6.1 Schulen als Bedingungsrahmen
6.1.1 Der Selektions- und Leistungsdruck der Schule
6.1.2 Soziale Kontrolle durch die Schule
6.1.3 Mitschüler
7 Medien
7.1 Bedeutung gewalthaltiger Medien
7.2 Gesteigertes mediales Interesse
8 Prävention
8.1 Ansätze zur Prävention und Intervention
8.2 Präventionsmöglichkeiten in der Schule
8.2.1 Primärprävention
8.2.2 Sekundärprävention
8.2.3 Tertiärprävention
9 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen und Hintergründe von Amokläufen an Schulen (School Shootings), um zu analysieren, warum Jugendliche ausgerechnet Bildungseinrichtungen als Tatort wählen und welche Rolle psychosoziale Faktoren sowie der schulische Kontext dabei spielen.
6.1.1 Der Selektions- und Leistungsdruck der Schule
Schulen sind Spiegelbilder der Gesellschaft und drücken somit die Strukturbedingungen der Gesamtgesellschaft aus. Damit sind sie Zuträger für die Vorgaben und Bedürfnisse einer bestimmten politischen und gesellschaftlichen Situation.
Die Schule nimmt eine doppelte Funktion ein: einerseits übernimmt sie die Vermittlung von gesellschaftlich relevantem Wissen sowie die Förderung und den Ausbau von sozialen Kompetenzen. Hierbei stehen, neben der Wissensvermittlung, das Erlernen von gesellschaftlich gültigen Normen und Werten, wie Pünktlichkeit, Aufmerksamkeit, Disziplin und Respekt sowie das Erproben von sozialen Rollen und Verhaltensmustern im Vordergrund. Ziel ist es, die Schüler zu autonomen und selbstbewussten Mitgliedern der Gesellschaft zu erziehen, die die geltenden Normen und Werte achten. Andererseits erfolgt, durch den Selektionsmechanismus der Notenvergabe, eine frühzeitige soziale Positionierung. Das hat zur Folge, dass zukünftige Marginalisierungs- und Ausschließungsprozesse vorweggenommen werden.
Für den Zugang zum Arbeitsmarkt nimmt die Bedeutung von Bildungsabschlüssen immer mehr zu, sodass die Bedrohung durch schulische Misserfolge stetig steigt. Nicht vorhandene schulische Qualifikationen begünstigen demzufolge die Gefahr des sozialen Ausschlusses und die Reduktion von Lebenschancen. Basierend auf der Gegebenheit, dass die School Shooter in den meisten Fällen als Einzelgänger mit einer sozialen Randposition gelten, stellt sich die Frage, inwiefern der schulische Misserfolg als Ursache für deren Ausschluss und für ihr späteres School Shooting von Bedeutung ist.
1 Einleitung: Einführung in das Thema der School Shootings, Problemstellung und Zielsetzung der Bachelorarbeit.
2 Begriffserklärung: Definition und Abgrenzung der Termini Amoklauf und School Shooting zur präzisen Einordnung der Taten.
3 Taten: Analyse internationaler Daten sowie spezifischer Fälle in Deutschland unter Berücksichtigung von Tätereigenschaften und Tatwaffen.
4 Die Lebensphase Jugend: Darstellung der entwicklungspsychologischen Anforderungen im Jugendalter, insbesondere Identitätsbildung und soziale Einbindung.
5 Ursachen, Hintergründe und Entstehung: Untersuchung familiärer, sozialer und psychologischer Faktoren, die in Kombination mit narzisstischen Persönlichkeitszügen zur Tatplanung beitragen können.
6 Tatort Schule: Analyse des Einflusses von Leistungsdruck, sozialer Kontrolle und Mitschülern auf die Entstehung von Rachefantasien.
7 Medien: Diskussion der Bedeutung von gewalthaltigen Medien und der Wirkung medialer Berichterstattung auf potenzielle Nachahmungstäter.
8 Prävention: Erläuterung von Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention als Möglichkeiten zur frühzeitigen Identifikation und Intervention an Schulen.
9 Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage unter Berücksichtigung der untersuchten Risikofaktoren.
Amoklauf, School Shooting, Jugendphase, Identitätsentwicklung, Schulische Gewalt, Leistungsdruck, Narzisstische Persönlichkeitsstörung, soziale Isolation, Medienkonsum, Prävention, Schulversagen, Mobbing, Täterprofil, Sozialisation, Psychopathologie.
Die Bachelorarbeit setzt sich mit dem Phänomen der School Shootings auseinander und analysiert, warum jugendliche Täter Schulen als Tatort für ihre Gewalttaten wählen.
Die zentralen Themen sind die Definition der Begriffe, die psychologische Lebensphase Jugend, die Schule als Tatort, der Einfluss von Medien sowie Möglichkeiten der Prävention.
Das Ziel ist es, innere und äußere Beweggründe zu identifizieren, die Jugendliche zu solchen Taten verleiten, und ein Verständnis für die Eskalationsprozesse zu entwickeln.
Es handelt sich um eine fachwissenschaftliche Literaturanalyse, die auf aktuellen Studien, polizeilichen Statistiken und psychologischen Erkenntnissen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der Taten, eine Analyse der Entwicklungsphase Jugend, Ursachenforschung im familiären und sozialen Umfeld, eine Untersuchung des Schulkontexts sowie des Medienkonsums.
Wichtige Schlüsselwörter sind Amoklauf, School Shooting, Identitätsentwicklung, Leistungsdruck, soziale Randposition und Prävention.
Die Schule wird als Ort wahrgenommen, an dem Täter durch Notengebung, Selektionsdruck und Ablehnung durch Mitschüler Stigmatisierung und Demütigung erfahren, was zu Hass gegen diese Institution führt.
Ja, laut der Arbeit können gewalthaltige Medien als Risikofaktor dienen, indem sie Gewaltfantasien verstärken und Täter in eine fiktive Welt der Allmacht flüchten lassen, wobei sie jedoch nicht als alleinige Ursache gelten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

