Bachelorarbeit, 2012
47 Seiten, Note: 1.3
1. Einleitung
2. Der Lehrer in den 50er bis 90er Jahren
2.1 Die Nachkriegszeit
2.2 Die 1950er Jahre
2.3 Die 1960er Jahre
2.4 Die 1970er Jahre
2.5 Die 1980er Jahre
2.6 Die 1990er Jahre
3. Die Berichterstattung über Lehrer in den Jahren 1990 bis 2000
4. Die Berichterstattung über Lehrer in den Jahren 2000 bis 2012
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung des Lehrerbildes in der Öffentlichkeit von 1950 bis 2012. Dabei wird analysiert, inwieweit Printmedien dieses Bild geprägt haben und welche gesellschaftlichen Faktoren sowie Studien zur Wahrnehmung des Lehrerberufs beigetragen haben.
2.1 Die Nachkriegszeit
Die Voraussetzungen und Umstände, welche sich nach dem Zweiten Weltkrieg an nahezu allen deutschen Schulen darboten, waren alles in allem äußerst ungünstig. Das deutsche Bildungswesen litt sehr an einem „[…] materiellen und auch geistigem Notstand“.
Dieser „materielle Notstand“ ist dabei nach Enzelberger besonders an der Ausstattung der Schulgebäude zu erkennen, sofern diese überhaupt noch standen oder verwendbar waren. Dazu kam, dass auch die Schüler, sowie die Lehrer nicht ausreichend mit Schul und Unterrichtsmaterial ausgestattet waren, um nach den damaligen Standards angemessen zu unterrichten. So mussten Lehrer sich glücklich schätzen, wenn ein Schüler überhaupt etwas zu schreiben dabei hatte. „Manche Lehrer griffen zu Selbsthilfe und verteilten Tüten, unbedruckte Ränder von Zeitungen, einseitig beschriebene Geschäftsbriefe und Zeitschriften, sowie leere Kalenderblätter als Schreibpapier an die Schüler und Schülerinnen.“ Erst mit Inkrafttreten der Währungsreform waren wieder Hefte und Schreibutensilien erhältlich und bezahlbar.
Die Entstehung des „geistigen Notstandes“ führt Enzelberger, in Berufung auf Köhle 1990, darauf zurück, dass der größte Teil des Lehrkörpers überaltert war und ein noch größerer Teil von nahezu 90% im Rahmen der Entnazifizierung als „verwendungsunfähig“ eingestuft worden war. Ein Umstand, der noch erschwerend dazu kam, war, dass das Vorhandensein von Schulbüchern vergleichbar selten war, wie bei den Schreibutensilien. Als bildungspolitisch interessant galten nach der Befreiung vom Nationalsozialismus vor allem die Ideen der durch das Regime unterdrückten Gruppierungen. So strebten SPD, KPD und bestimmte Lehrerverbände in der Folge gleiche Bildungsmöglichkeiten für alle, ein Einheitsschulsystem und vor allem den Abbau des nationalsozialistischen Gedankenguts bei Lehrern und Schülern an. Das übergreifende Ziel dieser, durch die Alliierten unterstützten Reformbewegung, war „[…] eine grundlegende Demokratisierung des deutschen Schulsystems, die auf Dauer eine aggressive, expansionistische und faschistische deutsche Politik verhindern helfen sollte“.
1. Einleitung: Vorstellung der Motivation und Zielsetzung der Arbeit, das Lehrerbild in der Öffentlichkeit und den Einfluss der Medien zu untersuchen.
2. Der Lehrer in den 50er bis 90er Jahren: Rückblick auf die gesellschaftlichen Bedingungen und die Entwicklung des Lehrerbildes vom Nachkrieg bis Mitte der 90er Jahre.
3. Die Berichterstattung über Lehrer in den Jahren 1990 bis 2000: Analyse der medialen Darstellung, geprägt durch eine oft kritische bis negative Grundhaltung in Zeitungen wie SPIEGEL und FOCUS.
4. Die Berichterstattung über Lehrer in den Jahren 2000 bis 2012: Untersuchung der Phase nach dem "PISA-Schock", geprägt von Reformdebatten und dem Wandel hin zu einer differenzierteren Berichterstattung.
5. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung, dass ein einheitliches Lehrerbild nicht existiert und die mediale Wahrnehmung stark von den gewählten Quellen und dem Zeitgeist abhängt.
Lehrerbild, Printmedien, Schulentwicklung, PISA-Studie, Lehrerausbildung, Allensbach-Studie, Arbeitsbedingungen, Prestige, Bildungspolitik, öffentliches Ansehen, pädagogische Kompetenz, Lehrerrolle, Schulsystem, Medienkritik, Berufseignung
Die Arbeit analysiert den Wandel des Lehrerbildes in der deutschen Öffentlichkeit und in Printmedien im Zeitraum von 1950 bis 2012.
Zu den Schwerpunkten zählen die mediale Darstellung des Berufsstandes, die Auswirkungen von Studien wie PISA oder Allensbach-Erhebungen sowie der Einfluss der Lehrerausbildung auf das Ansehen.
Es soll herausgearbeitet werden, ob es signifikante Entwicklungen im Bild des Lehrers gab und welchen Anteil die Printmedien an der Gestaltung oder Veränderung dieses Bildes hatten.
Es handelt sich um eine medienanalytische Untersuchung, die auf der Sichtung und Auswertung von Zeitungsartikeln, Online-Beiträgen sowie soziologischen Studien zur Lehrerrolle basiert.
Der Hauptteil ist chronologisch gegliedert und analysiert detailliert die Berichterstattung in zwei Blöcken: 1990 bis 2000 sowie 2000 bis 2012, ergänzt durch einen historischen Rückblick ab 1950.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Lehrerbild, Bildungsexpansion, PISA-Schock, mediale Darstellung, Arbeitszeit und gesellschaftliches Prestige geprägt.
Ein wichtiger Wendepunkt war der "PISA-Schock" im Jahr 2000, der zu einer stärkeren Hinterfragung der Lehrerausbildung führte und bei einigen Medien einen Trend zu einer objektiveren, weniger pauschalen Kritik einleitete.
Die Bewertung ist heterogen: Während Magazine wie der SPIEGEL lange Zeit eine kritischere bis negative Haltung einnahmen, zeigten andere Medien wie die ZEIT tendenziell eine differenziertere, analytische Herangehensweise.
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