Forschungsarbeit, 1979
146 Seiten, Note: Sehr gut
0. Einleitung, Aufgabenstellung
1. Uranerzvorkommen/-lagerstätten der Lagerstättenart A. und B.
1.1 Klassifikation von Uranerzlagerstätten
1.1.1 Der magmatische Typ
1.1.2 Sedimentäre Bildungsprozesse
1.1.2.1 Der gangförmige Typ
1.1.2.2 Der Konglomerat.-Typ
1.1.2.3 Der Sandstein-Typ
1.1.2.4 Die Sonderform ‚Calcrete‘
1.2 Auflistung von U-Vorkommen/-Lagerstätten als Grundlage der Untersuchungen
1.3 Die Standard-Aufbereitungsverfahren
1.3.1.1 Physikalische Vorbehandlung
1.3.1.1.1 Selektion
1.3.1.1.2 Vergleichmäßigung (Blending)
1.3.1.1.3 Zerkleinerung
1.3.1.1.4 Vorkonzentration
1.3.1.1.5 Röstung
1.3.1.2 Chemischer Aufschluss
1.3.1.2.1 Laugung
1.3.1.2.2 Saure Laugung
1.3.1.2.3 Alkalische Laugung
1.3.1.2.4 Waschung, Fest/Flüssigtrennung
1.3.1.3 Extraktion durch Ionenaustausch
1.3.1.3.1 Fest/Flüssig-Ionenaustausch (resin exchange)
1.3.1.3.2 Flüssig/Flüssig-Zonenaustausch (solvent extraction)
1.3.1.4 Endkonzentratherstellung
1.3.2 Weiterentwicklung der Standardprozesse
1.3.3 Kosten der Standard-Aufbereitungsverfahren
1.4. Übersicht über die aktiven Aufbereitungsanlagen
1.5 Die Beziehungen zwischen den Parametern der einzelnen Lagerstättentypen und den Standard-Aufbereitungsverfahren
1.5.1 Aufbereitung des magmatischen Typ
1.5.2 Der gangförmige Typ
1.5.3 Der Konglomerat-Typ
1.5.4 Der Sandstein-Typ
1.5.5 Die Sonderform ‚Calcrete‘
1.6 Neue Aufbereitungsverfahren
1.6.1 Der Bakterielle Laugungsprozess
1.6.2 Die Starksäure-Laugung (strong acid leaching)
1.6.3 Laugungsbergbau (solution mining)
1.6.3.1 In-situ-Verfahren
1.6.3.2 Gemischte Verfahren
1.6.4 Halden und Haufenlaugung
1.7 Übersicht über die Versuchsanlagen (Pilot Plant)
1.8 Die Parameter der Lagerstättenarten A und B in Hinblick auf die Aufbereitung
1.8.1 Das Parameterformular zur Beschreibung von Uranlagerstätten/-vorkommen in Hinblick auf Aufbereitungsverfahren
2. Uranvorkommen/-lagerstätten der Art C und D
2.1 Allgemeine Betrachtungen
2.2 Uran aus Lagerstätten der Art C
2.2.1 Uran als Nebenprodukt der Goldgewinnung
2.2.2 Uran als Nebenprodukt der Kupfergewinnung
2.2.3 Uran als Nebenprodukt der Wo/Sn-Gewinnung
2.2.4 Uran als Nebenprodukt der Phosphorsäuregewinnung
2.3 Uran aus Vorkommen der lagerstättenart D
2.4 Uran aus 'Sonstigen Typen' (Art C und/oder D)
2.4.1 Uran aus Ligniten
2.4.2 Uran aus Kohlen
2.4.3 Uran aus Schwarzschiefern
2.4.4 Uran aus asphaltischen Gesteinen
2.4.5 Uran aus Meerwasser
2.5 Abschließende Bemerkungen
3. Zusammenfassung und Ausblick -
Das primäre Ziel dieser Arbeit besteht darin, die geologischen und mineralogischen Parameter von Uranvorkommen und -lagerstätten qualitativ zu bestimmen und in Beziehung zu den geeigneten Aufbereitungsverfahren zu setzen, um ein Entscheidungsfeld für deren Auswahl zu entwickeln.
1.1.2 Sedimentäre Bildungsprozesse
Abgesehen von den echten hydrothermalen Gängen beim "gangförmigen Typ" sind alle weiteren Typen von Uranvorkommen sedimentärer Natur.
Sie entstehen durch physikalische Prozesse, chemische Prozesse und organische Prozesse und alle möglichen Überlagerungen dieser Prozesse.
Primäre Uranquelle der sedimentären Vorkommen sind in jedem Fall die sauren Erstarrungsgesteine der magmatischen Abfolge, die durch Verwitterungs- und/oder Lösungsvorgänge angegriffen werden. Das in Glasen enthaltene Uran saurer Vulkanite ist wasserlöslich und kann sofort abgeführt werden, während die Verwitterung von intramagmatischen Gesteinen zunächst das Uran nur freilegt. Je nach gerade herrschendem Klima kann es hier zu einer primären Anreicherung des Urans (und Kupfers) bei allitischer Verwitterung (reduzierendes Milieu) oder zu sofortiger Oxidation des 4-wertigen Urans (meist Uraninit) und Fortführung in Lösungen kommen (siallitische Verwitterung), nach (108). Während die Oxidation des Urans hauptsächlich vom Anstieg des Redoxpotentials abhängt, ist es anschließend vom herrschenden pH-Wert, sowie von Druck, Temperatur, anwesenden Kat- und Anionen abhängig, in welcher Form das Uran in Lösung geht. Im sauren Bereich liegt das Uran dann als Uranyl-Ion in den wässrigen Lösungen vor, im-alkalischen Bereich jedoch je nach Anwesenheit von CO2 und der Höhe des pH-Werts als Uranylkarbonat oder als Uranylkarbonat-Komplex. Es soll hier nicht weiter auf diese Lösungsvorgänge eingegangen werden, sondern es sei auf die entsprechende Literatur verwiesen (29, 105).
0. Einleitung, Aufgabenstellung: Definition der Zielsetzung, die Parameter von Uranlagerstätten in Hinblick auf die Aufbereitung zu untersuchen und ein Entscheidungsfeld zu erstellen.
1. Uranerzvorkommen/-lagerstätten der Lagerstättenart A. und B.: Systematische Klassifizierung der Lagerstättentypen und detaillierte Vorstellung der gängigen industriellen Standard-Aufbereitungsverfahren.
2. Uranvorkommen/-lagerstätten der Art C und D: Untersuchung von Vorkommen, in denen Uran als Nebenprodukt oder nur bei Gewinnung anderer Wertstoffe wirtschaftlich gewonnen werden kann.
3. Zusammenfassung und Ausblick -: Fazit über die Notwendigkeit technischer Weiterentwicklungen zur Nutzung ärmerer Lagerstätten und die Rolle der Uran-Energiebilanz.
Uranerz, Lagerstätten, Aufbereitung, Laugung, Ionenaustausch, Sedimentäre Prozesse, Magmatischer Typ, Yellow Cake, Mineralparagenese, Hydrometallurgie, Parameterformular, Nebenprodukt, Erzgehalt, In-situ-Verfahren, Prozessoptimierung.
Die Arbeit analysiert die geologischen Parameter von Uranerzvorkommen und deren Einfluss auf die technologische Auswahl und Effizienz industrieller Aufbereitungsverfahren.
Die Schwerpunkte liegen auf der Klassifikation von Uranvorkommen, der detaillierten Beschreibung hydrometallurgischer Standardprozesse sowie der Untersuchung neuerer Methoden zur Gewinnung aus ärmeren oder schwierigen Lagerstätten.
Das Ziel war die Erstellung eines qualitativen Entscheidungsmodells, um auf Basis lagerstättenbezogener Parameter das jeweils effizienteste Aufbereitungsverfahren für ein Uranvorkommen zu identifizieren.
Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse, bei der geologische Daten, chemische Prozessparameter und betriebliche Erfahrungen aus diversen Aufbereitungsanlagen zusammengeführt und bewertet werden.
Der Hauptteil behandelt die geologische Entstehung verschiedener Lagerstättentypen, die technische Umsetzung physikalischer und chemischer Aufbereitungsschritte (Laugung, Ionenaustausch) sowie die wirtschaftliche Einordnung von Vorkommen der Kategorien A bis D.
Wichtige Begriffe sind Uranerz, Aufbereitung, Laugung, Ionenaustausch, Mineralparagenese und Hydrometallurgie.
Die Mineralparagenese ist entscheidend, da sie die Auswahl des Laugungsmittels (sauer oder alkalisch) sowie die Notwendigkeit zusätzlicher Vorbehandlungsschritte (wie Röstung oder Zerkleinerung) zur Vermeidung von Prozessgiften bestimmt.
Da Uran in Phosphaten weltweit in großen Mengen vorkommt, bietet die Koppelung der Urangewinnung an die Phosphorsäureproduktion eine wirtschaftlich attraktive Möglichkeit, große Anteile des jährlichen Uranbedarfs zu decken, ohne separate Minen zu betreiben.
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