Examensarbeit, 2011
140 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Die sozialistische Planstadt
2. 1 Das Prinzip des Stadttyps Planstadt
2. 2 Leitbild der „sozialistischen Stadt“
2. 3 Phasen der Entwicklung des städtebaulichen Leitbildes
3. Gründungsanlass und Voraussetzungen
3. 1 Industriestandort im „Dritten Reich“
3. 2 Vision des Neubeginns – wirtschaftliche und politische Notwendigkeit
3. 3 Standortwahl
4. Eisenhüttenstadt - Eine sozialistische Stadt nach „Sechzehn Grundsätzen“
Präambel und 1. Grundsatz
2. Grundsatz
3. und 4. Grundsatz
5. Grundsatz
6. und 9. Grundsatz
7. Grundsatz
8. Grundsatz
10. Grundsatz
11. Grundsatz
12. Grundsatz
13. Grundsatz
14. Grundsatz
15. Grundsatz
16. Grundsatz
5. Resümee
Die Arbeit analysiert die Planung und den Aufbau von Eisenhüttenstadt als „erste sozialistische Stadt“ der DDR vor dem Hintergrund der „Sechzehn Grundsätze des Städtebaus“. Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen dem ideologischen Anspruch des sozialistischen Neubeginns und der praktischen städtebaulichen Umsetzung zu untersuchen und zu bewerten, inwieweit diese Vision verwirklicht werden konnte.
3. Gründungsanlass und Voraussetzungen
Das heutige Siedlungsgebiet von Stadt und Werk wurde mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 zu einem Standort der Rüstungsindustrie. Die Standortwahl für die Rüstungsbetriebe gründete auf mehreren Ursachen. Zum einen war das Gebiet Fürstenberg (Oder) wirtschaftlich wenig entwickelt und die Kleinstadt an einem Aufschwung sehr interessiert. Der damalige Bürgermeister Georg Mertsch beschrieb 1937 eine perspektivreiche Zukunft:
„Während vor der Machtergreifung insbesondere Industrie, Handwerk, Handel und Gewerbe leider allzu oft den Besitzer wechselten, haben sich die wirtschaftlichen Machtverhältnisse nach der Machtübernahme […] in den letzten fünf Jahren grundlegend geändert und gefestigt. Konkurse sind heute in gleichem Maße Seltenheiten wie sie seinerzeit zur Tagesordnung gehörten. Der verantwortungsbewusste Kaufmann und Unternehmer kann wieder auf lange Zeit disponieren und die Angst, das Geld im Unternehmen, auf der Bank oder auf der Sparkasse zu verlieren, gehört einer hässlichen Vergangenheit an.“
Zum anderen wurde die großräumige Industrieansiedlung durch die Rüstungspolitik der Nationalsozialisten forciert. 1936 forderte Adolf Hitler in einer geheimen Denkschrift, in vier Jahren die deutsche Armee einsatz- und die deutsche Wirtschaft kriegsfähig zu machen. Das wirtschaftliche Ziel des im September 1936 ausgerufenen Vierjahresplanes war es, „die Auslandsabhängigkeit bei strategisch wichtigen Roh- und Grundstoffen durch den raschen Aufbau einer Ersatzstoffproduktion zu vermindern“.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Eisenhüttenstadt als erste sozialistische Planstadt der DDR ein und umreißt die Fragestellung bezüglich der Verwirklichung der „Sechzehn Grundsätze des Städtebaus“.
2. Die sozialistische Planstadt: Das Kapitel erläutert den theoretischen Hintergrund des Stadttyps Planstadt und des sozialistischen Leitbildes, insbesondere unter Berücksichtigung der städtebaulichen Entwicklungsphasen in der DDR.
3. Gründungsanlass und Voraussetzungen: Hier werden die historischen Ursprünge des Industriestandorts im „Dritten Reich“, die ökonomischen und politischen Notwendigkeiten der Stadtgründung sowie die Kriterien der Standortwahl dargestellt.
4. Eisenhüttenstadt - Eine sozialistische Stadt nach „Sechzehn Grundsätzen“: Dieses Hauptkapitel benennt, kommentiert und analysiert die einzelnen Grundsätze des Städtebaus anhand der konkreten städtebaulichen Realisierung von Eisenhüttenstadt.
5. Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und bewertet die Diskrepanz zwischen der politischen Vision des sozialistischen Neubeginns und der praktischen Umsetzung.
Eisenhüttenstadt, DDR, Sozialistische Planstadt, 16 Grundsätze des Städtebaus, Städtebau, EKO, Aufbaugesetz, Wohnkomplexe, Stadtplanung, Industriegründung, Sozialismus, Architektur, Siedlungsform, Stadtgeschichte, Planwirtschaft
Die Arbeit untersucht Eisenhüttenstadt als die erste sozialistische Planstadt der DDR und prüft, inwieweit der Aufbau der Stadt den offiziellen „Sechzehn Grundsätzen des Städtebaus“ entsprach.
Die Themen umfassen die städtebauliche Ideologie der DDR, die ökonomischen Zwänge der Nachkriegszeit, die Rolle der Industrie (EKO) bei der Stadtgründung sowie die Umsetzung architektonischer Leitbilder.
Die Arbeit fragt, was bei der Planung und Erbauung von Eisenhüttenstadt gemäß der 16 Grundsätze tatsächlich umgesetzt wurde und welche Diskrepanzen zwischen dem ideologischen Anspruch und der Realität bestanden.
Die Arbeit nutzt eine historisch-analytische Methode, die auf Literaturrecherche, der Auswertung städtebaulicher Dokumente und Grundsatztexte sowie Interviews mit Zeitzeugen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in den Begriff der Planstadt und die detaillierte Analyse der einzelnen 16 Grundsätze, wobei jeder Grundsatz auf seine Anwendung in Eisenhüttenstadt hin untersucht wird.
Zentrale Begriffe sind Eisenhüttenstadt, sozialistische Planstadt, 16 Grundsätze, Stadtplanung, EKO, DDR-Städtebau und gesellschaftspolitische Repräsentation.
Die Stadt diente als politisches Symbol des sozialistischen Aufbaus und sollte beweisen, dass eine neue, gerechte Gesellschaftsordnung mithilfe einer geplanten Infrastruktur und Architektur realisiert werden kann.
In der Praxis stieß die Umsetzung häufig auf ökonomische Restriktionen und technologische Zwänge, die dazu führten, dass ursprüngliche Entwürfe angepasst oder Vereinfachungen vorgenommen wurden, was oft zu einer Abkehr von den hohen idealistischen Zielen führte.
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