Masterarbeit, 2012
154 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Einführung in die Direktvermarktung und den Regelenergiemarkt
2.1 Die Direktvermarktung nach dem EEG 2012
2.1.1 Direktvermarktung unter Inanspruchnahme der Marktprämie
2.1.2 Flexibilitätsprämie
2.2 Der deutsche Regelenergiemarkt
2.2.1 Regelleistungsarten
2.2.2 Struktur des Regelenergiemarktes
2.2.3 Präqualifikation zur Teilnahme am Regelenergiemarkt
2.2.4 Möglichkeiten des virtuellen Kraftwerks
3 Marktuntersuchung
3.1 Sekundärregelleistung
3.1.1 Positive Sekundärregelleistung
3.1.2 Negative Sekundärregelleistung
3.1.3 Zwischenfazit
3.2 Minutenreserveleistung
3.2.1 Positive Minutenreserveleistung
3.2.2 Negative Minutenreserveleistung
3.2.3 Zwischenfazit
4 Technische Anforderungen für Biogas- und Bioerdgas-Blockheizkraftwerke
4.1 Funktionsweise von Verstromungsanlagen für Biogas/Bioerdgas
4.1.1 Biogasanlagen mit Vor-Ort-Verstromung
4.1.2 Bioerdgas-Blockheizkraftwerk
4.2 Eignung von Blockheizkraftwerken zur Regelenergiebereitstellung
4.3 Rahmenbedingungen
4.4 Technische Umrüstung
4.4.1 Informationstechnische Anbindung
4.4.2 Gasspeicher
4.4.3 Gasfackel
4.4.4 Wärmespeicher
4.4.5 Zusätzliche Erzeugungs-Kapazität
5 Wirtschaftliche Bewertung anhand von Beispielprojekten
5.1 Projekt I: Biogasanlage mit Vor-Ort-Verstromung (Bestandsanlage)
5.2 Projekt II: Bioerdgas-BHKW
5.2.1 Szenario IIa
5.2.2 Szenario IIb
5.2.3 Vergleich der Szenarien
5.3 Projekt III: Biogasanlage mit Vor-Ort-Verstromung (fiktive Anlage)
6 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht das wirtschaftliche und technische Potenzial von Biogas- und Bioerdgas-Blockheizkraftwerken für die Teilnahme am deutschen Regelenergiemarkt im Rahmen der Direktvermarktung nach dem EEG 2012.
2.2.4 Möglichkeiten des virtuellen Kraftwerks
Als virtuelles Kraftwerk wird die Zusammenschaltung mehrerer kleiner, dezentraler Kraftwerke zu einem Verbund bezeichnet. Dieses System hat zwar nicht die „Form“ eines herkömmlichen Großkraftwerks, jedoch ist es in der Funktion und den sich bietenden Möglichkeiten mit diesem vergleichbar (vgl. Fickers 2009: 17).
Über eine Leitstelle sind die Anlagen eines virtuellen Kraftwerks informationstechnisch miteinander vernetzt und können von außen geregelt werden. Die einzelnen Energieerzeugungsanlagen können verschiedenster Art und Größe sein. So ist es möglich, dass bspw. Windkraftanlagen, Photovoltaikanlagen, Biogasanlagen sowie Wasserkraftwerke miteinander vernetzt werden. Dabei ist es nicht notwendig, dass sich die Anlagen in räumlicher Nähe zueinander befinden. Durch unterschiedliche Standorte und Anlagentypen entstehen Synergieeffekte, sodass bspw. wetter- und standortbedingte Nachteile ausgeglichen werden können (vgl. Fickers 2009: 17; Arndt et al. 2006: 56).
Virtuelle Kraftwerke können auch dazu eingesetzt werden, um als virtuelle Regelleistungskraftwerke ihre Leistung am Regelenergiemarkt anzubieten. Dadurch können Eintrittsbarrieren wie bspw. die Mindestangebotsgröße überwunden werden. Auch die hohen Anforderungen an die Zeitverfügbarkeit können durch gezielte Ansteuerung der einzelnen Erzeugungsanlagen erfüllt werden (vgl. Arndt et al. 2006: 56). Aufgrund der genannten Hürden ist eine Teilnahme am Regelenergiemarkt für Biogasanlagen, wie sie im Rahmen dieser Arbeit betrachtet werden, nur durch die Integration in ein virtuelles Kraftwerk möglich.
1 Einleitung: Definiert die Problemstellung durch den Ausbau erneuerbarer Energien und die Zielsetzung der Untersuchung hinsichtlich der wirtschaftlichen und technischen Potenziale von Biogasanlagen.
2 Einführung in die Direktvermarktung und den Regelenergiemarkt: Erläutert die regulatorischen Rahmenbedingungen des EEG 2012 sowie Aufbau und Funktionsweise des deutschen Regelenergiemarktes.
3 Marktuntersuchung: Analysiert detailliert Daten zu Preisen, Leistungsabrufen und Marktmechanismen für Sekundärregelleistung und Minutenreserveleistung im Zeitraum 2011-2012.
4 Technische Anforderungen für Biogas- und Bioerdgas-Blockheizkraftwerke: Beschreibt die technischen Voraussetzungen für die Regelenergiebereitstellung, notwendige Umrüstungen und Speichertechnologien.
5 Wirtschaftliche Bewertung anhand von Beispielprojekten: Berechnet mittels Kapitalwertmethode die ökonomische Vorteilhaftigkeit für verschiedene Anlagenszenarien und Umrüstungsoptionen.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die zukünftige Rolle von Biogasanlagen im Energiemix.
Biogasanlagen, Blockheizkraftwerk, Regelenergiemarkt, Direktvermarktung, Marktprämie, Sekundärregelleistung, Minutenreserveleistung, Virtuelles Kraftwerk, Kapitalwertmethode, Flexibilitätsprämie, EEG 2012, Systemdienstleistungen, Stromnetzstabilität, Biomasse, Wirtschaftlichkeitsanalyse.
Die Arbeit analysiert, ob und wie Biogas- und Bioerdgas-Blockheizkraftwerke (BHKW) technisch und wirtschaftlich in den deutschen Regelenergiemarkt eingebunden werden können.
Die Arbeit behandelt die regulatorischen Grundlagen der Direktvermarktung, die Marktstrukturen des Regelenergiemarktes, technische Anforderungen an Anlagenumrüstungen sowie eine fundierte wirtschaftliche Bewertung durch Beispielprojekte.
Das Ziel ist die Ermittlung des wirtschaftlichen Potenzials für Biogasanlagenbetreiber, unter Berücksichtigung der technischen Hürden für die Erbringung von Sekundär- und Minutenreserveleistung.
Es wird eine fundierte Marktuntersuchung der Daten des Regelenergiemarktes (2011-2012) mit einer anschließenden Wirtschaftlichkeitsanalyse unter Anwendung der Kapitalwertmethode für verschiedene Szenarien kombiniert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Marktuntersuchung, die Darlegung der technischen Anforderungen (einschließlich Speicher und IT) und eine ökonomische Modellierung anhand von drei spezifischen Beispielprojekten.
Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Regelenergie, Direktvermarktung, EEG 2012, virtuelle Kraftwerke und wirtschaftliche Optimierung gekennzeichnet.
Da einzelne Biogasanlagen die Mindestangebotsgröße von 5 MW für SRL und MRL oft nicht erreichen, ist die Bündelung in einem virtuellen Kraftwerk eine notwendige Bedingung für die Marktteilnahme.
Die Flexibilitätsprämie dient als flankierendes Förderinstrument, das Investitionen in zusätzliche Kapazitäten zur bedarfsorientierten Stromerzeugung finanziell unterstützt und somit die Teilnahme am Regelenergiemarkt attraktiver macht.
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