Examensarbeit, 2009
38 Seiten, Note: 2,0
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung
2. Lesen – Was ist das?
2.1 Die Bedeutung des Lesens in Gesellschaft, Freizeit und Schule
2.2 Dimensionen der Lesekompetenz
2.2.1 Diagnose und Förderung
2.3 Lesestrategien – Hilfen zum besseren Leseverstehen
2.3.1 Lesekonferenzen als methodische Möglichkeit zur Vermittlung, Übung und Anwendung von Lesestrategien
3. Lesen Jungen anders? – Geschlechterspezifische Aspekte des Lesens und der Leseförderung
4. „Leseforscher“ – Das Konzept
4.1 Ideen zur Entstehung der „Leseforscher“
4.1.1 Die Namensgebung als Motivationsgrundlage
4.1.2 Wer wird „Leseforscher“? – Ermittlung der Ausgangssituation
4.1.3 Wann und wo soll geforscht werden? Überlegungen zum zeitlichen Rahmen und zur räumlichen Leseumgebung
4.2 Erprobung des Konzeptes
4.2.1 Lesestrategien als Forscheraufträge vor, während und nach dem Lesen
4.2.2 Modellhafte Demonstration zur Vermittlung der Lesestrategien
4.2.3 Strategietraining mit Übungstexten
4.3 Das Konzept der „Leseforscher“ im Bezug zu ausgewählten Lehrerfunktionen
5. Fazit und Ausblick
6. Literatur
7. Anhang
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein praktisches Konzept zur gezielten Leseförderung von Jungen in der Grundschule zu entwickeln und zu erproben, um deren nachgewiesene Schwächen im Bereich des Textverstehens durch den Einsatz von Lesestrategien entgegenzuwirken. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie durch eine an Jungeninteressen orientierte, handlungsorientierte Leseförderung im Ganztag die Lesemotivation gesteigert und die Lesekompetenz nachhaltig gefördert werden kann.
2.3 Lesestrategie – Hilfen zum besseren Leseverstehen
Traditionell beschränkt sich die Leseförderung auf die Lesetechnik, also das Rekodieren und das Dekodieren. Wie in 2.2 beschrieben geht der Lesekompetenzbegriff aber weiter. Lesen bedeutet demnach das Verstehen als individuelle Sinnkonstruktion. Es stellt sich die Frage, wie das Lesen, also das Verstehen von Texten, folglich das Leseverstehen der Schülerinnen und Schüler gefördert werden kann. Das Kennen und Nutzen von Lesestrategien ist eine Möglichkeit für ein kontrolliertes und gesteuertes Lesen auf kognitiver Ebene. Lesestrategien sind Lernstrategien, die als Hilfsmittel oder Instrument der Leserin/dem Leser helfen, nach konstruktivistischen Verständnis, dem Text einen Sinn zu entnehmen, beziehungsweise Informationen im Text besser zu erkennen und mit eigenem Wissen in Beziehung zu setzen und so dem Text eine Bedeutung zu geben.
Bessere Leser/Leserinnen besitzen solche Strategien. Das bedeutet, kompetente Leser/Leserinnen kennen Strategien, haben also ein Wissen darüber und können sie nutzen. Idealerweise funktioniert die Anwendung selbstständig und routiniert. Um diese Arbeitsroutine bei den Schülerinnen und Schülern zu erreichen, muss ein intensives Strategietraining stattfinden. Die Vorgehensweisen müssen nach und nach eingeführt und intensiv eingeübt werden. Eine handlungsorientierte Formulierung ist für eine unmittelbare Anwendbarkeit der Strategien zu berücksichtigen. Ziel ist der Aufbau von Strategiewissen sowie die Entwicklung einer Strategiebewusstheit. Der Leser/die Leserin soll wissen, welche Strategien in bestimmten Situationen besonders erfolgreich sind und diese schließlich bewusst anwenden.
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die wachsende Bedeutung der Leseförderung an Grundschulen, insbesondere im Hinblick auf die durch PISA festgestellten Defizite bei Jungen, und führt in das spezifische Förderkonzept der „Leseforscher“ ein.
2. Lesen – Was ist das?: Das Kapitel definiert Lesen als komplexe Basiskompetenz und erläutert die verschiedenen Dimensionen der Lesekompetenz sowie die Rolle von Lesestrategien als kognitive Werkzeuge für das Textverstehen.
3. Lesen Jungen anders? – Geschlechterspezifische Aspekte des Lesens und der Leseförderung: Hier werden die geschlechterspezifischen Unterschiede im Leseinteresse und Leseverhalten analysiert, um die Notwendigkeit einer spezifischen Jungenförderung in der Grundschule zu begründen.
4. „Leseforscher“ – Das Konzept: Dieser Teil beschreibt die Entwicklung und Umsetzung des Förderangebots „Leseforscher“, inklusive der theoretischen Herleitung, der Motivationsgrundlage durch Forscheraufträge und der praktischen Durchführung des Strategietrainings.
5. Fazit und Ausblick: Das Fazit bewertet den Erfolg des Konzepts anhand der verbesserten Testergebnisse der Jungen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Verankerung solcher Förderformate im Schulalltag.
6. Literatur: Verzeichnis der in der Arbeit verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Literatur.
7. Anhang: Enthält ergänzendes Material zur praktischen Umsetzung, wie etwa Umfragebögen und die verwendeten Forscherkarten.
Lesekompetenz, Leseförderung, Lesestrategien, Leseforscher, Jungenförderung, Grundschule, Textverstehen, Lesemotivation, Strategietraining, Lesekonferenzen, Lesesozialisation, Lesepräferenzen, Konstruktivismus, Lehrerfunktionen, Ganztagsschule
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption und Erprobung eines speziellen Förderangebots für Jungen im Grundschulalter, um deren Lesekompetenz und Lesemotivation gezielt zu steigern.
Die zentralen Themen sind geschlechterspezifische Leseforschung, die theoretischen Grundlagen der Lesekompetenz, die Einführung von Lesestrategien und die praktische Ausgestaltung einer Fördergruppe im schulischen Ganztag.
Das primäre Ziel ist es, durch eine handlungsorientierte Didaktik und die Nutzung von Lesestrategien den Jungen den Zugang zu Texten zu erleichtern und ihre Fähigkeit zur Sinnkonstruktion zu verbessern.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu theoretischen Aspekten der Leseforschung sowie auf einer praktischen Erprobung des Konzepts, die durch eine Eingangs- und Abschlussdiagnose evaluiert wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Lesens und der Lesestrategien, die Analyse jungenspezifischer Aspekte sowie die detaillierte Darstellung und Reflexion des „Leseforscher“-Konzepts.
Wesentliche Begriffe sind Lesekompetenz, Lesestrategien, Jungenförderung, Leseforscher-Konzept und konstruktivistisches Verständnis von Lernen.
Die Auswahl erfolgte in Absprache mit den Klassenlehrern der 3. und 4. Jahrgänge, gefolgt von einer Umfrage unter den Jungen zu deren Leseverhalten und Interessen, um eine hohe Identifikation mit dem Angebot sicherzustellen.
Der Name wurde bewusst gewählt, um die Jungen anzusprechen und ihre Interessen aufzugreifen; er impliziert ein genaues, systematisches „Untersuchen“ von Texten, was die notwendige aktive Haltung beim Lesen unterstützt.
Sie dienen als visuelle und methodische Hilfsmittel, um abstrakte Lesestrategien in konkrete, farblich strukturierte Forscheraufträge für die drei Phasen (vor, während und nach dem Lesen) zu übersetzen.
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