Masterarbeit, 2012
159 Seiten, Note: 1,00
1 EINLEITUNG
1.1 Anlass der Arbeit
1.2 Aufbau und Ziel der Arbeit
2 BANKENAUFSICHT – UND REGULIERUNG
2.1 Einführung
2.2 Gründe für Bankenregulierung
2.3 Rechtlicher Rahmen
2.3.1 Basel II
2.3.1.1 Motive und Änderungen
2.3.1.2 Umsetzung
2.3.2 Basel III
2.3.2.1 Motive und Änderungen
2.3.2.2 Umsetzung
2.3.3 Historische Änderungen von Basel auf einem Blick
3 ERMITTLUNG DER KREDITRISIKEN NACH BASEL III
3.1 Aufbau
3.2 Grundlagen und Überblick
3.2.1 Bedeutung des Kreditrisikos
3.2.2 Begriffsbestimmung und Analyseeingrenzung des Kreditrisikos
3.2.2.1 Bankbetriebliche Definition des Kreditrisikos
3.2.2.2 Bankaufsichtsrechtliche Definition und Erfassung des Kreditrisikos
3.2.2.3 Resümee
3.2.3 Eigenkapitalanforderungen für das Kreditrisiko
3.2.4 Ermittlung des Kreditrisikos
3.2.4.1 Grundstruktur der Bestimmungen zu den Kreditrisiken
3.2.4.2 Ansätze zur Kreditrisikobestimmung
3.3 Standardansatz (KSA)
3.3.1 Rechtliche Grundstruktur der Ermittlung der Kreditrisiken nach KSA
3.3.2 Allgemeine Grundsätze
3.3.3 Forderungswert (E)
3.3.4 KSA-Risikogewicht (RWKSA)
3.3.4.1 Forderungsklasse
3.3.4.2 Bonitätsbeurteilung
3.3.5 Zusammenfassung der Berechnungssystematik
3.4 Interner-Ratingansatz (IRBA)
3.4.1 Rechtliche Grundstruktur der Ermittlung der Kreditrisiken nach IRBA
3.4.2 Allgemeine Grundsätze
3.4.3 Forderungswert (EAD)
3.4.4 IRBA-Risikogewicht (RWIRBA)
3.4.4.1 Forderungsklasse
3.4.4.1.1 Risikogewichtsfunktion
3.4.4.1.2 VaR-Konzept
3.4.4.1.3 Komponenten der Risikogewichtsfunktion
3.4.4.1.4 Resümee
3.4.4.2 Ausfallwahrscheinlichkeit (PD)
3.4.4.3 Verlustquote (LGD)
3.4.4.4 Restlaufzeit (M)
3.4.5 Zusammenfassung der Berechnungssystematik
3.5 Risikominderung durch Garantien und Kreditderivate
3.5.1 Rechtliche Grundstruktur der Kreditrisikominderung
3.5.2 Begriffsbestimmung
3.5.2.1 Garantie
3.5.2.2 Kreditderivat
3.5.3 Mindestanforderungen an Kreditrisikominderungstechniken
3.5.3.1 Anforderungen an Gewährleistungsgeber
3.5.3.2 Anforderungen an Garantien und Kreditderivate
3.5.4 Berechnung der Kreditrisikominderungseffekte
3.5.4.1 Überblick
3.5.4.2 Substitutionsansatz
3.5.4.3 Double-Default-Effekt
4 ANALYSE
4.1 Aufbau
4.2 Risikoparameter ohne Besicherung
4.2.1 Auswirkung der Ausfallwahrscheinlichkeit (PD)
4.2.2 Auswirkung der Verlustquote bei Ausfall (LGD)
4.2.3 Auswirkung der Restlaufzeit (M)
4.2.4 Auswirkung der Unternehmensgröße (S)
4.2.5 Zusammenfassung
4.3 Direkte Besicherung durch Garantien und Kreditderivate
4.3.1 Begriffsabgrenzung: direkte und indirekte Besicherung
4.3.2 Auswirkung des Substitutionsansatzes
4.3.2.1 Begriffsabgrenzung für die Analyse
4.3.2.2 Beeinflussung der Eigenkapitalanforderung im KSA
4.3.2.2.1 Kreditnehmer: Forderungsklasse „Unternehmen“
4.3.2.2.2 Kreditnehmer: Forderungsklasse „Retail“
4.3.2.3 Beeinflussung der Eigenkapitalanforderung im IRBA
4.3.2.3.1 Kreditnehmer: Forderungsklasse „Unternehmen“
4.3.2.3.2 Kreditnehmer: Forderungsklasse „Retail“
4.3.2.3.3 Kreditnehmer: Forderungsklasse „KMU“
4.3.2.4 Gegenüberstellung
4.3.3 Anpassung der LGD
4.3.4 Double-Default-Effekt
4.4 Indirekte Besicherung durch Garantien und Kreditderivate
5 KONSEQUENZEN
5.1 Folgen für das Kreditinstitut (als Sicherungsnehmer)
5.2 Folgen für den Versicherer (als Sicherungsgeber)
5.2.1 Sicherungsgeber: Kreditinstitut
5.2.2 Sicherungsgeber: Versicherungsgesellschaft
5.3 Folgen für das Unternehmen (als Kreditnehmer)
6 FAZIT
Die Masterarbeit untersucht Möglichkeiten zur Reduzierung von Kreditrisiken bei Forderungen an Unternehmen nach Basel III durch den Risikotransfer mittels Garantien und Kreditderivaten. Das primäre Ziel ist es, die Auswirkungen verschiedener Risikoparameter auf die Eigenkapitalanforderungen zu analysieren und zu bewerten, unter welchen Bedingungen die Besicherung zu einer signifikanten Entlastung der Eigenkapitalquote beim Kreditinstitut führt.
3.4.4.1.2 VaR-Konzept
Die Formel basiert, wie bereits erwähnt, auf dem Konzept des Value-at-Risk (VaR).
Definition Value-at-Risk (VaR): Unter dem VaR versteht man ein Quantil der Verlustverteilung. Die aufsichtlich vorgegebene Risikogewichtsfunktion sieht ein Quantil bzw. Konfidenzniveau von 99,9% vor. Dieser VaR entspricht demjenigen Verlustbetrag, der mit einer 99,9-prozentigen Wahrscheinlichkeit nicht überschritten wird. Oder anders ausgedrückt, dass mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,01% die Value-at-Risk-Kennzahl nicht zur Deckung der Kreditverluste ausreicht.
Anhand eines Beispiels veranschaulichen die unteren beiden Diagramme die Definition und die Ermittlung des VaR: Die Abbildung 26 auf Seite 48 zeigt eine exemplarische, symmetrische Dichtefunktion, bei der die x-Achse für die möglichen Verlustbeträge aus dem Kreditgeschäft steht und die y-Achse für die Schadenswahrscheinlichkeit. Durch die Symmetrie ist nun erkennbar, dass die Bank mit einem Verlust von ungefähr 10.000 € rechnen muss (EL = erwarteter Verlust). Das in der Abbildung rot geschriebene UL steht für den unerwarteten Verlust eines Konfidenzniveaus von 99,9%.
1 EINLEITUNG: Einleitung in den Anlass, den Aufbau und das Ziel der Arbeit, die sich mit der Risikominimierung unter Basel III beschäftigt.
2 BANKENAUFSICHT – UND REGULIERUNG: Darstellung der Gründe für Bankenregulierung sowie der rechtlichen Rahmenbedingungen von Basel II bis Basel III.
3 ERMITTLUNG DER KREDITRISIKEN NACH BASEL III: Detaillierte Erläuterung der Berechnungsmethodik für Kreditrisiken im KSA und IRBA sowie der Risikominderungsinstrumente.
4 ANALYSE: Durchführung einer Sensitivitätsanalyse der Risikoparameter und Untersuchung der Auswirkungen von Garantien und Kreditderivaten auf die Eigenkapitalanforderung.
5 KONSEQUENZEN: Diskussion der Auswirkungen der Risikominderung auf die beteiligten Parteien: Kreditinstitute, Versicherer und Kreditnehmer.
6 FAZIT: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse hinsichtlich der Optimierungspotenziale der Eigenkapitalquote.
Basel III, Kreditrisiko, Eigenkapitalanforderung, Kreditderivate, Garantien, Risikotransfer, KSA, IRBA, Ausfallwahrscheinlichkeit, PD, Verlustquote, LGD, Value-at-Risk, Solvabilität, Forderungsklasse
Die Arbeit analysiert, wie Kreditinstitute ihre regulatorischen Eigenkapitalanforderungen für Unternehmenskredite durch den Einsatz von Sicherungsinstrumenten wie Garantien und Kreditderivaten im Rahmen von Basel III reduzieren können.
Zentrale Themen sind die regulatorische Bankenaufsicht (Basel III), die Methoden zur Ermittlung von Kreditrisiken (Standardansatz vs. IRB-Ansatz) und die Analyse der eigenkapitalentlastenden Wirkung verschiedener Besicherungstechniken.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, unter welchen Bedingungen (z.B. Forderungsklassen oder Parameterkonstellationen) der Risikotransfer mittels Garantien oder Kreditderivaten zu einer optimalen Verbesserung der Eigenkapitalquote führt.
Die Arbeit nutzt eine quantitative Analyse basierend auf Sensitivitätsanalysen und Modellrechnungen für verschiedene Forderungsklassen, um die Auswirkungen von Änderungen bei Risikoparametern (PD, LGD, etc.) auf die Eigenkapitalunterlegung zu untersuchen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Darstellung der Berechnungsverfahren (KSA, IRBA) und eine detaillierte Analyse der Auswirkungen von Risikoparametern sowie deren Beeinflussung durch direkte und indirekte Besicherungen.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Basel III, Kreditrisiko, Eigenkapitalanforderung, Risikotransfer, Substitutionsansatz und Double-Default-Effekt geprägt.
Die beiden Ansätze unterscheiden sich in ihrer Risikosensitivität und Komplexität. Die Analyse zeigt, dass ein Wechsel vom KSA zum IRBA in bestimmten PD-Bereichen signifikante Entlastungspotenziale bietet, die der Autor quantitativ gegenüberstellt.
Der Double-Default-Effekt berücksichtigt die Korrelation zwischen Kreditnehmer und Sicherungsgeber. Die Analyse zeigt jedoch, dass dieser Effekt in der Praxis nur selten vorteilhafter als der Substitutionsansatz ist, da er sehr niedrige Ausfallwahrscheinlichkeiten bei beiden Parteien voraussetzt.
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