Bachelorarbeit, 2011
32 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Relevanz und Fragestellung
1.2 Begriffe und Definitionen
2 Entwicklung demokratischer Systeme im nachkolonialen Afrika
2.1 Postkoloniale Demokratisierungsanstrengungen
2.2 Demokratiemerkmale in Afrika
2.3 Defekte Demokratie
3 Forschungsstand: Transformationsforschung & Power-sharing Agreements
3.1 Transformationsforschung
3.1.1 Der akteurstheoretische Ansatz
3.1.2 The Transition Paradigm
3.2 Power-sharing Agreements
3.2.1 Kritik und Gefahren von Power-sharing Agreements
4 Fallbeispiel Simbabwe
4.1 Chronik der Krise
4.2 Power-sharing Agreements & Global Political Agreement (GPA) in Simbabwe
4.2.1 Politische Verhältnisse in Simbabwe vor dem GPA
4.2.2 Inhalte und Umsetzung des GPA
4.2.3 Politische Verhältnisse in Simbabwe nach dem GPA
4.2.3.1 Wirtschafts-, Schul- und Gesundheitssystem, Medienlandschaft
4.2.3.2 Menschenrechtslage
5 Fazit
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des „Global Political Agreement“ (GPA) auf den Transformationsprozess in Simbabwe, um zu analysieren, ob dieses Power-sharing-Abkommen tatsächlich zu einer nachhaltigen Demokratisierung beigetragen oder das autoritäre System eher stabilisiert hat.
1.1 Relevanz und Fragestellung
Als Simbabwe nach einer langen Zeit der Unterdrückung, Ausbeutung und eines hartnäckigen Bürgerkriegs gegen das weiße Minderheitenregime von Ian Smith im April 1980 in die Unabhängigkeit entlassen wird, scheinen die Aussichten des Landes gut. Eine passable Infrastruktur sowie eine relativ hoch entwickelte und diversifizierte Wirtschaft kennzeichnen die ökonomischen Ausgangsbedingungen des simbabwischen Staates (vgl. Pfarl 2008).
„Du hast das Juwel Afrikas in deinen Händen, gib gut darauf Acht“ (zit. n. Lessing 2009:29). Jene Worte gibt der damalige und erste Präsident Tansanias Julius Nyerere dem gerade ernannten Ministerpräsidenten Robert Gabriel Mugabe mit auf den Weg. Dieser zeigt sich vorerst staatsmännisch, betont immerzu das Prinzip der Versöhnung und sorgt mit Investitionen im Bildungs- und Gesundheitssystem zu Beginn seines Amtsantritts für eine positive Stimmung im Land (vgl. Pfarl 2008 sowie Zimmermann 2004). Diese Einvernehmlichkeit ist jedoch nicht von Dauer. Schon im ersten Jahr nach der Unabhängigkeit entledigt sich Mugabe unliebsamen Konkurrenten und macht Gebrauch von Gewalt, um seine Macht zu sichern und zu festigen.
1 Einleitung: Einführung in die historisch-politische Situation Simbabwes seit der Unabhängigkeit sowie Darlegung der Forschungsfrage.
2 Entwicklung demokratischer Systeme im nachkolonialen Afrika: Überblick über die Demokratisierungsverläufe in Afrika und die Problematik von defekten Demokratien sowie Neopatrimonialismus.
3 Forschungsstand: Transformationsforschung & Power-sharing Agreements: Theoretische Einordnung von Transformationsmodellen und die kritische Analyse des Power-sharing-Konzepts als Instrument zur Konfliktlösung.
4 Fallbeispiel Simbabwe: Detaillierte historische Aufarbeitung der Krise sowie Evaluation der politischen, wirtschaftlichen und menschenrechtlichen Auswirkungen des GPA in Simbabwe.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass das Power-sharing-Abkommen den Demokratisierungsprozess in Simbabwe bisher nicht nachhaltig stützen konnte.
Simbabwe, Power-sharing Agreement, Global Political Agreement, Demokratisierung, Transformationsforschung, Robert Mugabe, Morgan Tsvangirai, ZANU-PF, MDC, Neopatrimonialismus, Defekte Demokratie, Menschenrechte, Klientelismus, Einheitsregierung, Politische Krise.
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des „Global Political Agreement“ auf den Demokratisierungsprozess in Simbabwe und untersucht, ob das getroffene Machtteilungsabkommen zur Stabilisierung der Demokratie beigetragen hat.
Die Schwerpunkte liegen auf der Transformationsforschung, dem Konzept der Power-sharing-Abkommen sowie der empirischen Anwendung dieser Theorien auf das Fallbeispiel Simbabwe im Kontext der Einheitsregierung nach 2008.
Das Ziel ist es zu klären, welchen Effekt das Power-sharing auf die politischen Verhältnisse in Simbabwe hatte und wie nachhaltig oder stabilisierend das Abkommen für die dortige Demokratie wirkte.
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven und analytischen Fallstudien-Methodik, die theoretische Ansätze der Transformationsforschung mit aktuellen politischen Berichten und NGOs-Reporten zum Fallbeispiel Simbabwe kontrastiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Transformationsforschung und Power-sharing, gefolgt von einer detaillierten chronologischen Aufarbeitung der Krise in Simbabwe und der kritischen Analyse der Auswirkungen des GPA auf Wirtschaft, Bildung, Gesundheitswesen und Menschenrechte.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Simbabwe, Power-sharing, Demokratisierung, ZANU-PF, MDC, Transformation, Einheitsregierung und Neopatrimonialismus.
Laut der Arbeit blockiert die ZANU-PF massiv die Machtansprüche der MDC, nutzt Patronage-Netzwerke zur eigenen Stärkung und untergräbt die ursprünglichen demokratischen Absichten des Abkommens.
Das Fazit zeigt, dass das GPA Mugabe primär eine komfortable Machtbasis sicherte und das Abkommen nicht in der Lage war, die tiefgreifenden Mängel an Rechtsstaatlichkeit und die autoritären Strukturen nachhaltig zu beseitigen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

