Examensarbeit, 2011
89 Seiten, Note: 1,0
Geowissenschaften / Geographie - Geologie, Mineralogie, Bodenkunde
1. Einleitung
2. Wassernutzung im Jordanbecken
2.1. Aktuelle Wassersituation im Jordanbecken und Jordanien
2.2. Projekte zur Erschließung weiterer Wasserreserven
2.2.1. Disi Projekt
2.2.2. Dead Sea Water Conveyance Project
2.3. Prognose über die Wassersituation in Jordanien
2.4. Nabatäische Geschichte, Kultur und Bewässerungswirtschaft
3. Wassernutzung am Indus
3.1. Ausgangslage und Wassersituation im Indus-Tiefland heute
3.2. Geschichtliche Entwicklung der Wassernutzung im Indus-Tiefland
3.2.1. Bewässerung zwischen 1500 vor Christus und 1819 nach Christus
3.2.2. Ausbau des Bewässerungssystems unter britischer Herrschaft von 1843 bis 1947
3.2.3. Teilung des indischen Subkontinents
3.2.4. Grüne Revolution und ihre Folgen
3.3. Probleme auf Grund der Wassernutzung
3.3.1. Vernässung
3.3.2. Versalzung
3.3.3. Sedimentierung der Kanäle und Staubecken und Wasserverschmutzung im Indus-Tiefland
3.3.4. Soziale Probleme des Pachtsystems
3.4. Maßnahmen zur Behebung der entstandenen Probleme
3.4.1. Maßnahmen gegen Versalzung und Vernässung
3.4.2. Maßnahmen gegen die Sedimentierung der Kanäle und Dammbecken
3.4.3. Maßnahmen gegen die Verschmutzung des Wassers
3.4.4. Vorschläge zur Verbesserung der sozialen Ungerechtigkeiten des Pachtsystems
4. Wasserkonflikte
4.1. Naher Osten
4.1.1. Streitigkeiten am Euphrat
4.1.2. Jordanwasserkonflikt
4.1.3. Konflikt am westlichen Bergaquifer
4.2. Induswasserkonflikt
4.3. Bewertung der Konflikte
5. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung, die heutige Wassersituation und die damit verbundenen Probleme in den Regionen des Jordanbeckens und des Indus-Tieflandes. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Mensch und Natur über Jahrhunderte an die spezifischen klimatischen Gegebenheiten dieser ariden Gebiete angepasst wurden und welche Lösungsansätze für aktuelle Wasserkonflikte und ökologische Herausforderungen existieren.
Nabatäische Geschichte, Kultur und Bewässerungswirtschaft
Seit der Wiederentdeckung der nabatäischen Hauptstadt Petra im heutigen Jordanien durch den Schweizer Entdecker Johann Ludwig Burckhardt im Jahre 1812, hat die Siedlung Touristen wie auch Archäologen, Ingenieure und Geowissenschaftler aus aller Welt gleichermaßen angezogen (Bellwald, 2008, 47). Obwohl die archäologischen Ausgrabungen in der Region ergeben haben, dass bereits vor rund 10.000 Jahren sesshafte Völker die Gegend besiedelten und Ackerbau und Viehzucht betrieben, ist besonders die Zeit der Nabatäer für Forscher von Interesse. Dies hängt einerseits mit dem guten Zustand und den damit verbunden zu gewinnenden Erkenntnissen über die Lebensart der Nabatäer zusammen. Andererseits auch mit den Erkenntnissen über das historische Wassergewinnungssystem und allen damit verbunden Erfordernissen und Eigenheiten der Region.
Geschichtlich gesehen besteht heute größtenteils Einigkeit darüber, dass die Nabatäer erst im sechsten Jahrhundert vor Christus, ursprünglich aus dem arabischen Raum kommend, in den Süden des heutigen Jordaniens nach Petra auswanderten. Dort übernahmen sie die Kontrolle über die hiesigen Handelsrouten. Wie Abbildung 7 deutlich zeigt, bildete Petra den Knotenpunkt von fünf Haupthandelsrouten, zwischen Ailana, Hegra, Phigea, Gaza sowie Amman, und hatte dadurch strategische Wichtigkeit inne.
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die globale Wasserknappheit und die ungleiche Verteilung der Süßwasserressourcen auf der Erde als fundamentale Grundlage für das Verständnis der Arbeit.
2. Wassernutzung im Jordanbecken: Dieses Kapitel analysiert die aktuelle Wasserproblematik in Jordanien, stellt bedeutende Erschließungsprojekte vor und beleuchtet das historische Bewässerungssystem der Nabatäer in Petra.
3. Wassernutzung am Indus: Hier wird die Entwicklung der Bewässerung am Indus von der Frühzeit über die britische Kolonialperiode bis zur "Grünen Revolution" betrachtet, ergänzt um eine kritische Analyse ökologischer und sozialer Folgeprobleme.
4. Wasserkonflikte: Das Kapitel widmet sich den geopolitischen Spannungen um grenzüberschreitende Gewässer im Nahen Osten und am Indus und bewertet die Rolle von Wasser als Instrument politischer Macht.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Herausforderungen durch aride Bedingungen in beiden Regionen zusammen und betont die wachsende Bedeutung eines nachhaltigen Wasserressourcenmanagements angesichts klimatischer Veränderungen.
Wassernutzung, Jordanbecken, Indus-Tiefland, Wasserknappheit, Bewässerungssysteme, Nabatäer, Grüne Revolution, Wasserverschmutzung, Versalzung, Vernässung, Wasserkonflikte, Geopolitik, Nachhaltigkeit, Infrastrukturprojekte, Ressourcenmanagement.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der historischen und aktuellen Nutzung von Wasserressourcen in zwei ariden Regionen: dem Jordanbecken und dem Indus-Tiefland.
Zentrale Themen sind die Anpassungsstrategien an Wassermangel, der technologische Ausbau von Bewässerungsinfrastruktur sowie die sozioökonomischen und ökologischen Auswirkungen dieser Maßnahmen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Gesellschaften in Vorder- und Mittelasien über Jahrhunderte auf Wasserknappheit reagiert haben und welche Lösungsansätze es für die daraus resultierenden Konflikte gibt.
Es handelt sich um eine geographisch-historische Analyse, die auf Literaturrecherche, der Auswertung historischer Daten sowie der Untersuchung aktueller ökologischer und politischer Berichte basiert.
Der Hauptteil ist zweigeteilt: Er analysiert detailliert das Jordanbecken mit Fokus auf Petra und moderne Projekte sowie das Indus-Tiefland mit Blick auf historische Bewässerung, die Grüne Revolution und die damit verbundenen Umweltprobleme.
Wassernutzung, Wasserknappheit, Bewässerungssysteme, Versalzung, Wasserkonflikte und Geopolitik bilden den Kern der terminologischen Ausrichtung.
Es dient der Erschließung fossiler Grundwasservorkommen aus dem Disi-Aquifer, um den steigenden Trinkwasserbedarf im Ballungsraum Amman zu decken.
Er veränderte die wasserstrategische Ausgangslage zugunsten Israels, da dieses nach der Besatzung Gebiete kontrollierte, die für die Wasserversorgung von entscheidender Bedeutung waren, und zuvor geplante Ableitungsprojekte der arabischen Seite verhinderte.
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