Diplomarbeit, 2012
61 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
1 Tools der Unternehmensethik
2 BP
2.1 Das Unternehmen BP: Zahlen, Fakten, Hintergründe
2.2 Der Verhaltenskodex von BP
3 Royal Dutch Shell
3.1 RDS: Chancen, Risiken, Hintergründe
3.2 Der Verhaltenskodex von Royal Dutch Shell
4 Die Verhaltenskodizes von BP und RDS im Vergleich
4.1 Mitarbeiter und Gesellschaft
4.1.1 Chancengleichheit
4.1.2 Datenschutz
4.1.3 Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz
4.1.4 Umweltschutz und Nachhaltigkeit
4.2 Unternehmen, Kunden und Aktionäre
4.2.1 Bestechung und Korruption
4.2.2 Preisabsprachen und Kartelle
4.2.3 Insidergeschäfte
Fazit
Diese Arbeit untersucht, inwieweit Verhaltenskodizes (Codes of Conduct) als unternehmensethische Managementinstrumente geeignet sind, soziale Dilemmata bei den weltweit agierenden Mineralölkonzernen BP und Royal Dutch Shell zu überwinden und eine Win-win-Situation zwischen Gewinnstreben und moralischer Verantwortung zu schaffen.
Die Problematik des einseitigen Dilemmas
Typisch für ein einseitiges Dilemma ist die asymmetrische Anreizkonstellation. Die Asymmetrie besteht darin, dass nur einer der beiden Parteien in der Lage ist, die vorab erbrachte Leistung des anderen aufgrund seiner Handlungsoption „Ausbeutung“ auszunutzen. Die Literatur spricht dabei auch von einer negativen Freiheit. Ein weiteres Merkmal einseitiger Spiele sind vertikale Beziehungen zwischen den Interaktionspartnern, d. h. die Teilnehmer des Spiels sind gewissermaßen heterogen. Typisch hierfür sind Spielsituationen mit MA und ihren Vorgesetzten, also Spiele, die durch Hierarchien gekennzeichnet sind.
Eine Dilemmasituation ergibt sich im Folgenden, wenn Spieler 2 die Vorleistung von Spieler 1 durch seine negative Freiheit ausbeutet. Dies antizipiert Spieler 1, da er damit rechnen muss, dass seine Investition vom Gegenspieler ausgebeutet wird. Die Folge ist ein stabiles, jedoch pareto-inferiores Gleichgewicht, bei dem alle Beteiligten unter ihren Möglichkeiten bleiben. Die Lösung scheint trivial: Schränke die negative Freiheit von Spieler 2 ein und ermögliche damit positive Freiheit. Dies bedeutet, dass Spieler 2 mittels individueller Selbstbindung seine Ausbeutungsoption durch eine glaubhafte Selbstverpflichtung unattraktiv macht, sodass Spieler 1 seine Investition tätigt, Spieler 2 diese jetzt nicht mehr ausnutzt und somit sich alle beteiligten Spieler besserstellen können. Das Ergebnis ist pareto-optimal und stellt eine Win-win-Lösung dar.
1 Tools der Unternehmensethik: Dieses Kapitel führt in die theoretischen Grundlagen wie die orthogonale Positionierung und das Gefangenendilemma ein, um Handlungsblockaden in Unternehmen spieltheoretisch zu analysieren.
2 BP: Hier werden das Unternehmensprofil von BP sowie die inhaltlichen Schwerpunkte und der Aufbau seines Verhaltenskodex unter Berücksichtigung historischer Krisenfälle vorgestellt.
3 Royal Dutch Shell: Das Kapitel beleuchtet das Unternehmen Shell, seine Herausforderungen in der Öffentlichkeit und analysiert die Struktur und Zielsetzung des Shell-Verhaltenskodex sowie des Ethikkodex.
4 Die Verhaltenskodizes von BP und RDS im Vergleich: In diesem Kernteil werden beide Unternehmen anhand konkreter Dilemmastrukturen (Chancengleichheit, Datenschutz, HSSE, Korruption, Kartelle, Insidergeschäfte) vergleichend analysiert.
Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Wirksamkeit der Kodizes als Instrumente zur Überwindung sozialer Dilemmata durch Compliance und Selbstbindung.
Unternehmensethik, Verhaltenskodex, BP, Royal Dutch Shell, Gefangenendilemma, Compliance, Integrität, HSSE-Standard, Chancengleichheit, Datenschutz, Korruptionsprävention, Kartellrecht, Insidergeschäfte, Win-win-Situation, Selbstbindung.
Die Arbeit untersucht, wie BP und Royal Dutch Shell unternehmensethische Richtlinien (Verhaltenskodizes) in ihrer betrieblichen Praxis anwenden, um soziale Konflikte zu lösen.
Die Schwerpunkte liegen auf Arbeitsbedingungen wie Chancengleichheit, Datenschutz, Arbeitssicherheit (HSSE), Korruptionsvermeidung, Wettbewerbsrecht und dem Schutz von Firmenvermögen.
Es wird analysiert, ob Verhaltenskodizes bei der Überwindung von sozialen Dilemmata helfen und inwiefern sie eine Win-win-Situation zwischen wirtschaftlichem Erfolg und ethischem Handeln ermöglichen.
Die Arbeit nutzt spieltheoretische Modelle, insbesondere das Konzept des Gefangenendilemmas, um Anreizstrukturen innerhalb der Unternehmen zu analysieren.
Der Hauptteil stellt die beiden Unternehmen vor und vergleicht ihre Kodizes anhand konkreter Problemfelder, wie sie in den Kapiteln 4.1 bis 4.2.3 definiert sind.
Wichtige Begriffe sind Integrität, Compliance, Pareto-Optimum, Selbstbindung und soziale Dilemmata.
Beide Unternehmen setzen auf Transparenz und Meldesysteme, allerdings weist die Arbeit darauf hin, dass beide Konzerne bisher keine spezifischen Kronzeugenregelungen in ihren Kodizes implementiert haben.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Kodizes bei korrekter Anwendung als proaktives Instrument zur Risikominimierung dienen und kollektive Selbstbindungen unterstützen können.
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