Diplomarbeit, 2012
71 Seiten, Note: 1,7
1 Einführung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Die Transaktionskostentheorie
2.1.1 Transaktionen und Transaktionskosten
2.1.2 Theorie der Transaktionskosten nach Williamson
2.1.3 Kritische Würdigung
2.2 Principal-Agent-Theorie
2.2.1 Wesensmerkmale der Theorie
2.2.2 Informationsasymmetrien
2.2.3 Kritische Würdigung
2.3 Internationale Rechnungslegung
2.3.1 Grundannahmen
2.3.2 Abschlusszweck
2.3.3 Framework
3 Reduktionspotential der Transaktionskosten durch die qualitativen Anforderungen des Frameworks
3.1 Untersuchungsaufbau
3.2 Untersuchungsergebnis
3.2.1 Spezifität
3.2.2 Unsicherheit
3.2.3 Häufigkeit
3.3 Schlussfolgerung
4 Fazit und Ausblick
5 Literaturhinweise
6 Rechtsquellenverzeichnis
Die Arbeit untersucht das Potenzial der internationalen Rechnungslegung (IFRS), durch die qualitativen Anforderungen des Frameworks Transaktionskosten in der Beziehung zwischen Investoren und Unternehmen zu reduzieren, um so einen Beitrag zur Effizienzsteigerung und Wohlfahrt zu leisten.
2.1.1 Transaktionen und Transaktionskosten
Von einer Transaktion wird ausgegangen, wenn zwei Akteure Leistungen oder Güter über eine technisch trennbare Schnittstelle austauschen. Sie kann von jeder Wirtschaftseinheit der Mikroökonomik (z.B. Verbrauchern oder Produktionsunternehmen) oder jeder Wirtschaftseinheit der erweiterten Mikoökonomik (z.B. Großhändler oder Finanzintermediären) durchgeführt werden. Unter einer Transaktion wird die Einrichtung und Übertragung von privaten Verfügungsrechten sowie die Einrichtung und Änderung von gemeinsamen Verfügungsrechten verstanden. Die Übertragung von Verfügungsrechten im Sinne einer Markttransaktion umfasst die Anbahnung, den Abschluss und die Durchsetzung eines Vertrages (z.B. Arbeits- oder Kaufvertrag). Weiter gefasst können Transaktionen hingegen auch als alle sozialen Handlungen zur Gründung, Nutzung und Veränderung einer gemeinschaftlichen Institution definiert werden.
Bei den oben beschriebenen Transaktionen kommt es zu unvermeidbaren Kosten, den Transaktionskosten, die bei der Nutzung bzw. Schaffung von Koordinationsmechanismen entstehen. Nachfolgend sollen die Transaktionskosten in ihrem Entstehenungszusammenhang und ihrer zeitlichen Abfolge nach Williamson dargestellt werden.
Im Vorfeld (ex ante) eines Vertragsabschlusses müssen sich Parteien, welche an einer spezifischen Markttransaktion interessiert sind, auf die Suche nach einem geeigneten Verhandlungspartner begeben. Dabei entstehen ihnen Such- und Informationskosten. Derartige Kosten können unmittelbare Aufwendungen, wie beispielsweise Kosten für Werbung sowie der Besuch eines potentiellen Kunden, sein. Die Organisation eines gesonderten Marktes (z.B. Messen, Wochenmärkte oder Wertpapierbörsen) zum Austausch mit geeigneten Kooperationspartnern stellen hingegen mittelbare Such- und Informationsaufwendungen dar. Verhandlungen und Entscheidungen über einen Vertrag können sowohl mit hohem Zeitaufwand wie auch mit hohen Kosten verbunden sein. Verhandlungs- und Entscheidungskosten entstehen vor dem Vertragsabschluss durch das schriftliche Aufsetzen eines Vertrages, das Verhandeln seiner Inhalte oder durch eine Rechtsberatung. Kosten für die innerbetriebliche Abstimmung, Reisekosten oder Gerichts- bzw. Notargebühren sind ebenfalls unter Verhandlungskosten einzuordnen.
1 Einführung: Die Einleitung stellt die Bedeutung von Transaktionskosten für Anleger dar und führt in die Zielsetzung ein, das Reduktionspotenzial durch internationale Rechnungslegungsvorschriften zu untersuchen.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Transaktionskostentheorie nach Williamson, die Principal-Agent-Theorie sowie die Grundlagen und das Framework der internationalen Rechnungslegung.
3 Reduktionspotential der Transaktionskosten durch die qualitativen Anforderungen des Frameworks: Die Untersuchung analysiert, wie qualitative Anforderungen des IFRS-Frameworks Informationsasymmetrien abbauen und somit Transaktionskosten in der Prinzipal-Agenten-Beziehung senken können.
4 Fazit und Ausblick: Das Fazit bestätigt, dass die qualitativen Anforderungen als Instrument zur Wohlfahrtssteigerung für den Investor dienen und die Belastung durch Transaktionskosten mindern können.
Transaktionskosten, Transaktionskostentheorie, Principal-Agent-Theorie, Internationale Rechnungslegung, IFRS, Framework, Informationsasymmetrie, Opportunismus, Effizienzsteigerung, Investorenschutz, Adressatenorientierung, Unternehmensbeteiligung, Qualitative Anforderungen, Transaktionskostenreduktion, Markttransaktion.
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie internationale Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) dazu beitragen können, Transaktionskosten in der Beziehung zwischen Investoren und Unternehmen zu reduzieren.
Zentrale Themenfelder sind die Transaktionskostentheorie, die Principal-Agent-Theorie sowie die Struktur und die qualitativen Anforderungen des IFRS-Frameworks.
Das Ziel ist zu prüfen, ob die internationale Rechnungslegung ein Instrument darstellt, um die Effizienz der Unternehmensbeteiligung für Investoren durch die Senkung von Transaktionskosten zu steigern.
Es handelt sich um eine analytische Literaturauswertung, die auf dem Gesetzestext der IFRS-Rechnungslegung und den qualitativen Anforderungen des Frameworks basiert.
Im Hauptteil erfolgt eine Untersuchung der Reduktionspotenziale, gegliedert nach den Dimensionen Spezifität, Unsicherheit und Häufigkeit, unter Anwendung der Prinzipal-Agenten-Problematik.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Transaktionskosten, Principal-Agent-Theorie, IFRS, Informationsasymmetrie und Effizienzsteigerung.
Das Verhältnis wird als eine Prinzipal-Agenten-Beziehung definiert, in der der Investor als Prinzipal und das bilanzierende Unternehmen als Agent agiert, wobei eine Informationsasymmetrie zu Lasten des Investors besteht.
Sie schränken die Handlungsspielräume der Unternehmen ein und sorgen für eine verständliche, relevante und vergleichbare Darstellung der Vermögens- und Finanzlage, was den Informationsnachteil des Investors mindert.
Nein, sie können niemals vollständig entfallen, da beispielsweise das Sichten und Analysieren der Bilanz selbst bereits Informationskosten verursacht, jedoch kann die Höhe der Kosten durch klare Anforderungen beeinflusst werden.
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