Hausarbeit, 2001
36 Seiten, Note: 2
0. Einleitung
1. Analyse
1.1. Grammatische Analyse
1.2. Metrum und Reim
1.3. Beschreibung
1.4. Strophenformen
1.5. Personalität
1.6. Rhetorik
2. Vergleich
2.1. Zielstellung
2.2. Tod und Sterben im Mittelalter
2.3. Unterschiede
3. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht an einem exemplarischen Liedtext der Rockband „Subway To Sally“, inwieweit moderne lyrische Texte mittelalterliche Motive und Themen aufgreifen. Ziel ist es, die Nähe und Ferne zwischen moderner Mittelalterdarstellung in der Gegenwartskultur und tatsächlichen mittelalterlichen Konzepten von Tod und Vergänglichkeit aufzuzeigen und die künstlerische Intention hinter dieser Thematik zu beleuchten.
1.5. Personalität
Die nachfolgende Untersuchung der Personalität orientiert sich begrifflich an Burdorf (S.194ff.; insbesondere das Modell S.203 ist diesbezüglich hilfreich).
Sämtliche Verse enthalten Aussagesätze eines Textsubjektes. Dieses wird durch die Verwendung des Possessivpronomens »mein« (V.7), mit dem es sich auf sich selbst bezieht, als eine Person im Text kenntlich. In V.17 verwendet das Textsubjekt das Personalpronomen »uns«, in V.21 das Possessivpronomen »unser[e]m« und spricht mit der Behauptung, daß beide, Textsubjekt und intendierte Leserschaft, gleichermaßen dem Schicksal der Vergänglichkeit ausgesetzt sind, die intendierte Leserschaft direkt an. In V.25 verwendet das Textsubjekt das Possessivpronomen »dein«, in V.28 das Pronomen »dich«, woraus auf das Vorhandensein mindestens einer weiteren Person auf der fiktiven Ebene des Textes geschlossen werden kann. Mit den dieser Person zugeschriebenen Eigenschaften bezüglich ihres Leibes Vergänglichkeit (V.25–28) kann sich aber nach dem vorangegangenen neben der zweiten Person zweifelsohne auch die intendierte Leserschaft, die durch »uns« und »unser[e]m« bereits explizit angesprochen wurde, identifizieren. Zusammenfassend können im Text zwei Personen, ein Sprecher und ein Adressat identifiziert werden. Über ihr Geschlecht erfolgen keine Aussagen, und die diesbezüglichen Indizien im Text, z.B. die der zweiten Person von der ersten bezüglich ihres Leibes zugeschriebenen Eigenschaften (V.25f.), reichen nicht für eindeutige Aussagen aus.
0. Einleitung: Hier wird das Thema der Arbeit vorgestellt: die Untersuchung der Mittelalter-Darstellung in moderner Rockmusik am Beispiel eines Liedtextes von „Subway To Sally“.
1. Analyse: Dieses Kapitel widmet sich der formalen Untersuchung des Liedtextes, insbesondere der Syntax, Metrik, Strophenformen, Personalität und der rhetorischen Gestaltung.
2. Vergleich: Es folgt eine Gegenüberstellung mittelalterlicher Motive zu Tod und Vergänglichkeit mit der modernen Interpretation im Liedtext.
3. Fazit: Das Fazit stellt die „Ortlosigkeit“ des Textes fest und betont den entscheidenden Unterschied zwischen mittelalterlicher religiös motivierter Bekehrung und der säkularen Intention der modernen Band.
Mittelalter, Subway To Sally, Vergänglichkeit, Tod, Rockmusik, Metrik, Rhetorik, Allegorie, Literaturanalyse, Mittelalter-Renaissance, Sterben, Jenseits, Songtextanalyse, kulturelle Rezeption, Gegenwartskultur.
Die Arbeit analysiert die Darstellung des Mittelalters in der modernen Rockmusik, spezifisch am Lied „Zu spät“ der Band Subway To Sally, um deren inhaltliche Nähe zu mittelalterlichen Motiven zu bestimmen.
Die zentralen Themen sind Tod, Vergänglichkeit, die Wahrnehmung von Zeit sowie der Vergleich zwischen christlich geprägten mittelalterlichen Ansichten und moderner säkularer Lyrik.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, ob moderne Musikstücke, die mittelalterliche Motive nutzen, diese lediglich als ästhetisches Element verwenden oder ob sie inhaltlich an mittelalterliche Diskurse anknüpfen.
Es werden literaturwissenschaftliche Methoden wie grammatische Analyse, Metrik- und Reimanalyse sowie eine allegorische Interpretation des Textes angewandt.
Im Hauptteil erfolgen eine detaillierte formale Analyse des Liedtextes sowie ein Vergleich mit mittelalterlichen Textzeugnissen, etwa von Heinrich von Melk, um inhaltliche Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu identifizieren.
Wichtige Begriffe sind Mittelalter-Renaissance, Vergänglichkeit, Allegorie, Tod, Rockmusik und die Abgrenzung zwischen religiöser und säkularer künstlerischer Intention.
Die Band ordnet sich selbst in den Bereich der modernen Mittelalterdarstellung ein, was sie zu einem idealen Fallbeispiel für die Untersuchung macht.
Der Autor stellt fest, dass mittelalterliche Darstellungen des Todes fast immer dem Dienst der religiösen Bekehrung unterstanden, während dies bei der modernen Rockmusik fehlt.
Obwohl manche Symbole religiös deutbar wären, lehnt der Autor dies für diesen Text ab, da keine textinternen Merkmale für eine explizit christliche Bekehrungsabsicht sprechen.
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