Diplomarbeit, 2010
107 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Begriffliche Grundlagen
2.1 Einführung in die Einflussverhaltenstheorie
2.1.1 Macht, Einfluss und Mikropolitik
2.1.2 Richtungen der Einflussnahme
2.1.3 Einflusstaktiken und Taktikkombinationen
2.1.4 Abgrenzung gegenüber verwandten Konzepten
2.2 Innovationstheoretische Grundlagen
2.2.1 Der Innovationsbegriff
2.2.2 Innovation als sozialpolitischer Prozess
2.2.3 Champions und andere Rollen von Innovatoren
3 Überblick bisheriger Studien zu behavioral influence
3.1 Forschungsstrom
3.2 Ermittlung und Messung von Einflusstaktiken
3.2.1 Deduktive Ansätze
3.2.2 Induktive Ansätze
3.2.2.1 Profile of Organizational Influence Strategies (POIS)
3.2.2.2 Influence Behavior Questionnaire (IBQ)
3.2.2.3 Kombinationen von Einflusstaktiken
3.2.3 Kritik zur Kategorisierung von Einflusstaktiken
3.2.4 Kritische Würdigung und Beiträge aus dem deutschsprachigen Raum
3.3 Zusammenfassung und Relevanz für den F&E-Bereich
4 Ergebnisse bisheriger Studien mit Bedingungsanalysen und deren Bedeutung für den F&E-Bereich
4.1 Gründe der Einflussnahme
4.1.1 Untersuchte Zusammenhänge
4.1.2 Übertragung der Erkenntnisse auf den F&E-Bereich
4.2 Bedürfnisse/Motive, Eigenschaften und Fähigkeiten des Einflussnehmers
4.2.1 Untersuchte Zusammenhänge
4.2.2 Übertragung der Erkenntnisse auf den F&E-Bereich
4.3 Führungsstil der Zielperson und andere Merkmale der Organisation
4.3.1 Untersuchte Zusammenhänge
4.3.2 Übertragung der Erkenntnisse auf den F&E-Bereich
4.4 Sonstige Variablen
5 Zusammenfassung
5.1 Ergebnisse der Untersuchung
5.2 Kritische Würdigung der Ergebnisse
5.3 Managementempfehlungen
6 Anhang
Anhang A: Profile of Influence Strategies
Anhang B: 18-Item Kurzform des POIS
Anhang C: Target Fragebogen (Erez et al. 1986)
Anhang D: Influence Behavior Questionnaire (Target IBQ-G)
Anhang E: Erster deutschsprachiger Fragebogen
Anhang F: Einflusstaktiken in Organisationen (Blickle 2004)
Anhang G: Überblick der Studien mit Bedingungsvariablen
Anhang H: Zusammenhänge zwischen Motiven, Eigenschaften oder Fähigkeiten des Akteurs und dem Einflussverhalten
Anhang I: Führungsstile
7 Literaturverzeichnis
Die Arbeit untersucht das Einflussverhalten von Mitarbeitern in Forschungs- und Entwicklungsbereichen (F&E), basierend auf der behavioral influence Forschung. Das primäre Ziel ist es, Formen und Richtungen der Einflussnahme (upward und lateral) zu identifizieren und zu prüfen, inwieweit bisherige Erkenntnisse aus der allgemeinen Organisationspsychologie auf den spezifischen Kontext der F&E übertragbar sind.
2.1.1 Macht, Einfluss und Mikropolitik
Macht ist ein vieldiskutiertes sozialwissenschaftliches Phänomen, das in der Arbeitswelt eine große Rolle spielt. Die klassische Machtdefinition stammt von Weber (1980):
„Macht bedeutet jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel worauf diese Chance beruht.“
Seit langem versuchen Wissenschaftler, die Begriffe Macht und Einfluss klar voneinander abzugrenzen. Buschmeier (1995) wählt den Grad der Freiwilligkeit, mit der die Zielperson reagiert, als Abgrenzungskriterium. Er nimmt folgende definitorische Trennung vor:
Machtausübung – soziale Einwirkung, die den Interessen des/der Betroffenen zuwiderläuft;
Einflussnahme – soziale Einwirkung, die sich im Einklang mit den Interessen des/der Betroffenen befindet (Interessen werden nicht beeinträchtigt oder gefördert).
Fraglich ist, ob solch eine Differenzierung sinnvoll ist, denn wie auch aus Webers (1980) Definition hervorgeht, kann die Willens- oder Einstellungsänderung freiwillig oder unfreiwillig erfolgen. Mechanic (1962) schlägt vor, dass anders als bei Macht, Einfluss nicht gänzlich von der formalen Position innerhalb der Organisation abhängt. Mowday (1978) knüpft an diese Denkweise an, behauptet aber, dass Autorität auf einer hierarchischen Position beruht, wogegen Macht und Einfluss als breitere Konzepte auszulegen sind.
1 Einleitung: Die Einleitung benennt die Forschungsdefizite hinsichtlich der Einflussnahme von Mitarbeitern in F&E-Bereichen und definiert die zentralen Forschungsfragen.
2 Begriffliche Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Fundamente, insbesondere die Abgrenzung von Macht, Einfluss und Mikropolitik sowie die Relevanz des Innovationsbegriffs.
3 Überblick bisheriger Studien zu behavioral influence: Es wird ein systematischer Überblick über den Forschungsstrom gegeben, Methoden der Taktikerhebung erläutert und die Forschung im deutschsprachigen Raum kritisch gewürdigt.
4 Ergebnisse bisheriger Studien mit Bedingungsanalysen und deren Bedeutung für den F&E-Bereich: Hier werden die Einflussfaktoren (Gründe, Bedürfnisse, Führungsstil) analysiert und deren Anwendbarkeit auf den spezifischen F&E-Kontext geprüft.
5 Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel fasst die Untersuchungsergebnisse zusammen, liefert eine kritische Würdigung und leitet konkrete Managementempfehlungen ab.
Behavioral Influence, Einflusstaktiken, Forschungs- und Entwicklung (F&E), Innovation, Upward Influence, Lateral Influence, Mikropolitik, Organisationspsychologie, Promotorenmodell, Innovationsmanagement, Macht, Führungsstil, Bedingungsanalyse, Commitment, Persönlichkeitsmerkmale.
Die Arbeit analysiert, wie Mitarbeiter in Organisationen – insbesondere im F&E-Bereich – Einfluss auf ihre Vorgesetzten und Kollegen ausüben, um ihre Ziele zu erreichen.
Zentrale Felder sind die "behavioral influence" Forschung, die Typologie von Einflusstaktiken, die Rolle von Persönlichkeitsmerkmalen bei der Wahl dieser Taktiken und der Kontext von Innovationsprozessen.
Das Ziel ist die Identifikation der relevanten Formen der Einflussnahme und die Klärung der Frage, welche Erkenntnisse aus der allgemeinen Forschung auf den F&E-Bereich übertragbar sind.
Die Arbeit nutzt eine deduktiv-induktive Literaturanalyse von über 50 empirischen Studien sowie die Zusammenführung von Bedingungsanalysen zur Ableitung von Managementempfehlungen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Kapitel 2), die Übersicht des Forschungsstandes (Kapitel 3) und die Analyse von Bedingungsvariablen, die das Einflussverhalten beeinflussen (Kapitel 4).
Schlüsselbegriffe sind vor allem Einflusstaktiken, Upward/Lateral Influence, Innovationsmanagement, Macht und organisatorisches Verhalten.
Champions werden als zentrale Akteure identifiziert, die durch eine spezifische Kombination von Fachwissen, Netzwerk und politischem Geschick sowie einem ausgeprägten Einflussverhalten maßgeblich zum Erfolg von Innovationen beitragen.
Im Vergleich zu hierarchischen Standardprozessen ist die Einflussnahme in F&E-Teams stärker durch laterale Beziehungen, flache Hierarchien und die Notwendigkeit zur informellen Überzeugung mittels rationaler Argumente geprägt.
Es gibt keine einzelne "beste" Taktik; jedoch zeigen Studien, dass rationale Argumente, Konsultation und inspirierende Appelle in F&E-Kontexten eine hohe Erfolgswahrscheinlichkeit zur Erzeugung von Commitment aufweisen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

