Masterarbeit, 2008
105 Seiten, Note: 1,3
1 Einführung
2 Theoretische und empirische Grundlagen zu den Determinanten des Wiederverkaufswertes
2.1 Begriff des Wiederverkaufswertes
2.2 Überblick über Online-Auktionen
2.3 Determinanten des Wiederverkaufswertes
2.3.1 Wertkonstitutive Faktoren
2.3.1.1 Neuanschaffungspreis
2.3.1.2 Marke
2.3.1.3 Abnutzungsgrad
2.3.1.4 Technischer Fortschritt
2.3.1.5 Individuelle Akzeptanz des Gebrauchtkaufs bzw. -verkaufs
2.3.1.6 Allgemeine Marktlage und Moden
2.3.2 Preisbeeinflussende Faktoren insbesondere bei Online-Auktionen
2.3.2.1 Marktliquidität
2.3.2.2 Art der Auktion
2.3.2.3 Sofortkauf-Option
2.3.2.4 Mindestpreise
2.3.2.5 Güte-Referenz
2.3.2.6 Bewertungsprofil des Verkäufers
2.3.2.7 Bebilderung
2.3.2.8 Auktionszeit
2.3.2.9 Versandkosten
3 Entwicklung des Untersuchungsmodells
3.1 Wahl des Untersuchungsgegenstandes
3.2 Theoretischer Bezugspunkt: Neue Institutionen-Ökonomie
3.3 Ableitung von Hypothesen
4 Empirische Analyse des Einflusses ausgewählter Determinanten des Wiederverkaufswertes
4.1 Produktkategorie Mobiltelefone
4.1.1 Darstellung des empirischen Untersuchungsdesigns
4.1.1.1 Produktwahl
4.1.1.2 Datenerhebung und Aufbereitung
4.1.1.3 Beschreibung der Stichprobe
4.1.1.4 Pretest: Markenpräferenz bei Mobiltelefonen
4.1.2 Hypothesenprüfung
4.1.2.1 Marke
4.1.2.2 Versandkosten
4.2 Produktkategorie mobile Navigationsgeräte
4.2.1 Darstellung des empirischen Untersuchungsdesigns
4.2.1.1 Produktwahl
4.2.1.2 Datenerhebung und Aufbereitung
4.2.1.3 Beschreibung der Stichprobe
4.2.2 Hypothesenprüfung
4.2.2.1 Produktbezogene Attribute
4.2.2.2 Auktionsbezogene Attribute
4.2.2.3 Prüfung der Modellprämissen
5 Schlussbetrachtung und Ausblick
Diese Arbeit zielt darauf ab, ein quantifizierbares Gerüst für den Wiederverkaufswert von Konsumgütern auf Online-Auktionsplattformen wie eBay zu entwickeln und dabei einzugrenzen, welche Faktoren diesen Wert maßgeblich beeinflussen.
2.3.1.2 Marke
Unter einer Marke versteht man eine identifizierbare Markierung, mit der ein Produkt vermarktet wird. Die Marke verringert den kognitiven Aufwand während des Beschaffungsprozesses und das Risiko der Käufer, indem sie Qualität und andere Attribute signalisiert und Vertrauen herstellt.
Gebhardt hat festgestellt, dass in den Gütergruppen, die am meisten gebraucht gehandelt werden, ein relativ deutlich ausgeprägtes Markenbewusstsein besteht. Zudem waren diese Markengüter so teuer, dass die beim Gebrauchtkauf erzielbaren Preisabschläge höher als der durch den vorherigen Gebrauch vorhandene Nutzenschwund bewertet wurden. Das Image des Herstellers kann die gebrauchten Produkte aufwerten, die Abnutzung erscheint damit weniger gravierend. Bestimmte Markengüter behalten bei gleichen Produkteigenschaften länger ihren Wert, wie dies der BFL-IT-Index für Rechner und Monitore zeigt. Bei älteren Geräten kann der Markenwert bis zu einem Drittel des Preises ausmachen. Der Mehrwert einer Marke kann über die technischen Zuverlässigkeitseigenschaften eines spezifischen Modells hinaus gehen, so dass Verbesserungen bei markengleichen Modellen oder des Nachfolgemodells sogar den Wert der Modelle ohne die Verbesserung heben können.
1 Einführung: Die Arbeit beleuchtet den Aufstieg des Online-Handels für Gebrauchtwaren und begründet die Notwendigkeit, Determinanten für deren Wiederverkaufswert wissenschaftlich zu untersuchen.
2 Theoretische und empirische Grundlagen zu den Determinanten des Wiederverkaufswertes: Dieses Kapitel systematisiert wertkonstitutive und preisbeeinflussende Faktoren bei Online-Auktionen unter Einbeziehung existierender Studien.
3 Entwicklung des Untersuchungsmodells: Auf Basis der Literaturrecherche wird ein theoretisches Modell zur Untersuchung des Einflusses von Faktoren wie Marke und Versandkosten auf den Wiederverkaufswert abgeleitet.
4 Empirische Analyse des Einflusses ausgewählter Determinanten des Wiederverkaufswertes: In diesem Hauptteil wird das Modell mittels umfangreicher Datensätze für Mobiltelefone und Navigationsgeräte empirisch geprüft und die aufgestellten Hypothesen statistisch evaluiert.
5 Schlussbetrachtung und Ausblick: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert deren Implikationen für Marktteilnehmer und skizziert Ansätze für zukünftige Forschung im Bereich des Gebrauchtwarenhandels.
Wiederverkaufswert, Online-Auktionen, eBay, Markenwert, Preisdeterminanten, Gebrauchtwarenmarkt, Online-Versandhandel, Konsumgüter, Regressionsanalyse, Käuferverhalten, Reputationssysteme, Versandkosten, Informationsasymmetrien, Produktqualität, Auktionsdesign.
Die Arbeit analysiert, welche Faktoren den Wiederverkaufswert von gebrauchten Konsumgütern bestimmen, die über Online-Auktionsplattformen wie eBay gehandelt werden.
Die zentralen Themenfelder sind die Identifikation von wertkonstitutiven Faktoren sowie preisbeeinflussenden Mechanismen in Online-Auktionsumgebungen.
Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines quantifizierbaren Gerüsts zur Bestimmung des Wiederverkaufswertes von Gebrauchtwaren und die Schließung von Forschungslücken in diesem Sektor.
Es wird eine quantitative empirische Analyse durchgeführt, die auf der Auswertung großer Datensätze mittels Regressionsanalysen sowie auf Ergebnissen einer ergänzenden Befragung basiert.
Im Hauptteil werden die Hypothesen für die Produktkategorien Mobiltelefone und mobile Navigationsgeräte durch statistische Modellierung auf ihre Signifikanz geprüft und interpretiert.
Wichtige Begriffe sind Wiederverkaufswert, Online-Auktionen, Markenwert, Preisdeterminanten, Regressionsanalyse und Gebrauchtwarenmarkt.
Die Marke dient als Informationsinstrument, das Unsicherheiten bei Käufern reduziert und das Risiko bei nicht vorab inspizierbaren Waren senkt, wodurch ein preislicher Aufschlag gerechtfertigt wird.
Überraschenderweise lassen die Ergebnisse der statistischen Analyse vermuten, dass ein Großteil der Konsumenten Versandkosten nicht vollständig rational in die Zahlungsbereitschaft einpreist.
Gütesiegel oder eine professionelle Benotung der Warenqualität können den Auktionserlös signifikant steigern, da sie das Vertrauen der Käufer stärken.
Hersteller könnten durch den direkten Einstieg in den Gebrauchtwarenhandel, etwa durch Inzahlungnahmen, das eigene Markenimage stützen und die Kundenloyalität erhöhen.
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