Diplomarbeit, 2005
125 Seiten, Note: 2
I Einleitung
1.1 Zielsetzung
1.2 Forschungsfragen
1.3 Hypothesen
1.4 Theoretischer Ansatz und methodischer Ansatz
1.5 Quellen
II Theoretischer Hintergrund
2.1 Einleitung
2.2 Die illyrisch - albanische Kontinuität und die europäische Identität der Albaner
2.3 Die Invasionen im Laufe der Geschichte und deren Nachteile auf die Erfahrung bei der Gesetzgebung und Demokratie
2.4 Die diktatorische Vergangenheit Albaniens
2.5 Das Fehlen demokratischer Tradition
2.5.1 1997 - Ein Bürgerkrieg oder der Kampf der politischen Parteien um das Land zu regieren- Einleitung
2.5.2 Die Finanzkrise - Die Pyramiden
2.5.3 Rebellion oder Aufstand ?
2.5.4 Die Folgen
III Demokratisierungsprozess
3.1 Die demokratischen Entwicklungen Albaniens nach dem Jahr 1990
3.2 Die demokratischen Entwicklungen Albaniens nach dem Jahr 2000
3.2.1 Menschenrechte und Meinungsfreiheit während der Diktatur
3.2.2 Menschenrechte nach den demokratischen Entwicklungen
3.2.2.1 Meinungs- und Pressefreiheit in Albanien
3.2.2.2 Religionsfreiheit
3.2.2.3 Die Minderheiten in Albanien
3.2.2.4 Die Rechte der Minderheiten in der Diktatur
3.2.2.5 Minderheiten und ihre Rechte nach dem Jahr 1991
3.2.2.6 Die politische Repräsentation der Minderheiten
3.2.3 Zivilgesellschaft
IV Reformen im politischen System
4.1 Die Notwendigkeit von Reformen im politischen Bereich
4.2 Reformen bei der öffentliche Verwaltung
4.2.1 Verwaltung - Reformen im institutionellen Bereich
4.3 Justiz
4.4 Korruption und Korruptionsbekämpfung
4.5 Kriminalität
V Reformen im Wirtschaftsbereich
5. 1 Das wirtschaftliche Erbe Albaniens nach dem Jahr 1944
5.2 Die wirtschaftliche Entwicklung in Albanien nach dem Jahr 1991
5.3 Der Übergang zur Marktwirtschaft und die wirtschaftlichen Beziehungen zu EU
5.4 Wirtschaftsentwicklungen seit 1998
VI Der EU-Beitritt Albaniens
6.1 Die Perspektiven im politischen Bereich
6.2 Die Perspektiven im Wirtschaftsbereich, im Rahmen der Zusammenarbeit mit der EU
6.3 Wie beschleunigt Albanien seine Integration in die europäischen Strukturen
6.4 Methoden, Wege
VII Die Beziehungen zu den Nachbarstaaten
7.1 Italien
7.2 Griechenland
7.3 Serbien und Montenegro
7.4 Mazedonien
7.5 Kosovo
7.6 Die Beziehungen zu andere EU und nicht EU-Staaten
7.6.1 Deutschland
7.6.2 Kroatien
7.6.3 Andere Handelspartner
7.6.4 Österreich
VIII Die Beziehungen zu EU und die EU-Hilfe in Albanien
8.1 Einleitung und chronologische Entwicklung der Zusammenarbeit
8.2 Die wichtigsten EU-Programme
IX Schlussfolgerungen und Verifizierung / Falsifizierung der Arbeitshypothesen
9.1 Schussfolgerungen und Ausblicke zu den Voraussetzungen für den EU-Beitritt
9.2 Schlussfolgerungen zum Beitrittsjahr Albaniens in der EU und die Folgen eines verspäteten Beitritts
9.3 Schlussfolgerungen und Ausblicke zur europäischen Identität des albanischen Volkes und zu den Nachteilen der Kriege auf Gesetzgebung und Demokratie
9.4 Schussfolgerungen und Ausblicke zu den politischen Entwicklungen im Land und die Möglichkeiten der Beschleunigung des EU-Beitritts
9.4.1 Die aktuelle politische Situation im Land
9.4.2 Schussfolgerungen und Ausblicke zu den Entwicklungen im Wirtschaftsbereich
9.4.3 Demokratieverständnis und politische Kultur
9.4.3.1 Zur diplomatischen Elite
9.5 Schlussfolgerungen zu der EU-Hilfe
Die Diplomarbeit untersucht den Transformationsprozess Albaniens vom totalitären stalinistischen Regime hin zu einem demokratischen Staat mit marktwirtschaftlicher Orientierung und dessen Bemühungen um eine Integration in die Europäische Union. Im Zentrum stehen dabei die politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen, die für den EU-Beitritt bewältigt werden müssen, sowie die Analyse der historischen Rahmenbedingungen, die den Integrationsprozess prägen.
2.2 Die illyrisch-albanische Kontinuität und die europäische Identität der Albaner
Albanien, ein Land, das erst nach dem Zusammenbruch des Kommunismus und der Tragödie im Kosovo in die Schlagzeilen geriet, war eine terra incognita, ein weißer Fleck in der Karte Europas. Die Illyrer, die alten Albaner sind aber, neben Thrakern und Hellenen, seit dem zweiten Jahrtausend v. Chr., autochthone Bewohner des Balkans. Zum Unglück dieses Landes, so wie es in anderen Fällen auch passiert ist, war die tragische Dialektik der Geschichte der Hauptgrund, dass dieses Land wenig bekannt wurde.
Jahrhundertelange Fremdherrschaft, Unterdrückung, Zerstörung und Ausbeutung von Rom und Byzanz, von den slawischen Staaten und dem osmanischen Reich, brachten schwere Folgen für das Land und das Volk mit sich. Zeiten des Verfalls und der Stagnation folgten. Die ethnische Eigenständigkeit, die Sprache und die Kultur blieben trotzdem erhalten. Die Geschichte Albaniens und des albanischen Volkes ist das Erbe der Geschichte Illyriens und der Illyrer. Der Name Illyrien stammt wahrscheinlich von Illyr, dem Sohn des Polyphemos. Illyrs Söhne waren Enchelaios, Autarios, Dardanos, Medos, Taulantos und Perrebos; seine Töchter waren Partha, Dortha, Dassara, deren Namen später ihre Stämme annahmen.
I Einleitung: Die Arbeit erörtert den Zusammenbruch des kommunistischen Systems in Albanien und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Herausforderungen bei der Demokratisierung und dem angestrebten EU-Beitritt.
II Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Kontinuität des albanischen Volkes, die Auswirkungen vergangener Invasionen auf die Gesetzgebung sowie die Auswirkungen der stalinistischen Diktatur auf die gesellschaftliche Entwicklung.
III Demokratisierungsprozess: Es werden die politischen Reformen nach 1990, die Entwicklung der Menschenrechte sowie die Rolle der Zivilgesellschaft in der Transitionsphase analysiert.
IV Reformen im politischen System: Dieses Kapitel widmet sich der Reformbedürftigkeit der öffentlichen Verwaltung, der Justiz sowie den Strategien zur Korruptionsbekämpfung und Kriminalitätsprävention.
V Reformen im Wirtschaftsbereich: Es erfolgt eine Analyse des wirtschaftlichen Erbes nach 1944, des schwierigen Übergangs zur Marktwirtschaft seit 1991 und der wirtschaftlichen Beziehungen zur EU.
VI Der EU-Beitritt Albaniens: Hier werden die politischen und wirtschaftlichen Perspektiven einer EU-Integration sowie die Beschleunigungsmöglichkeiten durch verschiedene Integrationsmethoden diskutiert.
VII Die Beziehungen zu den Nachbarstaaten: Dieses Kapitel untersucht die bilateralen Beziehungen Albaniens zu seinen direkten Nachbarn sowie zu weiteren wichtigen europäischen Handelspartnern.
VIII Die Beziehungen zu EU und die EU-Hilfe in Albanien: Der Abschnitt bietet einen chronologischen Überblick über die Zusammenarbeit mit der EU und die wichtigsten EU-Förderprogramme.
IX Schlussfolgerungen und Verifizierung / Falsifizierung der Arbeitshypothesen: Die Arbeit endet mit einer zusammenfassenden Bewertung der Voraussetzungen für den EU-Beitritt und der Rolle von politischer Kultur und Reformen.
Albanien, Europäische Union, Demokratisierung, Transition, EU-Beitritt, Transformationsprozess, Rechtsstaatlichkeit, Korruptionsbekämpfung, Marktwirtschaft, Zivilgesellschaft, Reformen, Minderheitenrechte, politische Kultur, Balkanstabilität, Integrationsprozess.
Die Diplomarbeit analysiert den komplexen Transformationsprozess Albaniens von einer stalinistischen Diktatur hin zu einem demokratischen Staat mit marktwirtschaftlichen Strukturen, der sich erfolgreich in die EU integrieren möchte.
Zentral sind die historische Aufarbeitung, der Demokratisierungsprozess, die wirtschaftlichen Herausforderungen, der Stand der Korruptionsbekämpfung sowie die Beziehungen Albaniens zu seinen Nachbarn und der Europäischen Union.
Die Arbeit untersucht, inwieweit sich Albanien erfolgreich von seiner diktatorischen Vergangenheit lösen konnte und welche Fortschritte im politischen Bereich verzeichnet wurden, um den EU-Beitrittsprozess zu beschleunigen.
Es wird primär die Methode der qualitativen Politikforschung genutzt, ergänzt durch einen historisch-genetischen Ansatz sowie eine vergleichende Längsschnittstudie der Entwicklungen seit 1991.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die notwendigen politischen Reformen, die Modernisierung der Verwaltung und Justiz sowie die Analyse der wirtschaftlichen Entwicklung und die Effektivität von EU-Hilfsprogrammen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Albanien, Transformation, Demokratisierung, EU-Beitritt, Rechtsstaatlichkeit und Korruptionsbekämpfung charakterisieren.
Das Jahr 1997 markierte den Zusammenbruch des Schneeballsystems ("Pyramiden"), was zu landesweiten Unruhen, zum Zusammenbruch der staatlichen Ordnung und zu einer tiefen politischen und wirtschaftlichen Krise führte.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die albanische Zivilgesellschaft noch nicht ausreichend entwickelt und reif genug ist, um effektiv auf Regierungspolitik Einfluss zu nehmen oder wichtige gesellschaftliche Probleme nachhaltig zu adressieren.
Korruption wird als eines der Haupthindernisse für die wirtschaftliche Entwicklung, die Rechtsstaatlichkeit und die Integration in europäische Strukturen identifiziert, da sie das Vertrauen in staatliche Institutionen untergräbt.
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