Bachelorarbeit, 2012
56 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Was versteht man unter „Aggression“?
2.1 Begriffsliche Definition
2.2 Diagnostische Klassifizierung
2.2.1 DSM-IV
2.2.2 ICD-10
2.3 Arten der Aggression
2.4 Typische Verhaltensweisen aggressiver Kinder
3. Wie entstehen Aggressionen? - Theorien
3.1 Die Trieb- oder Instinkttheorie
3.2 Die Lerntheorie
3.3 Die Frustrations-Aggressions-Theorie
3.4 Die psychoanalytische Theorie
3.5 Die Anomietheorie
3.6 Die Etikettierungstheorie
4. Risikofaktoren
4.1 Biologische Risikofaktoren
4.1.1 Geschlecht
4.1.2 Familiäre Häufung
4.1.3 ADHS
4.2 Familiäre Risikofaktoren
4.2.1 Unzureichende Erziehungskompetenzen der Eltern
4.2.2 Negative Eltern-Kind-Beziehung/Negative Bindung
4.2.3 Erfahrene körperliche Misshandlung
4.2.4 Charakteristika der Eltern
4.3 Schulische Risikofaktoren
4.3.1 Schulprobleme
5. Anti-Aggressions-Programme
5.1 Training mit aggressiven Kindern nach Petermann
5.1.1 Ziele und Zielgruppe
5.1.2 Die Ausgangslage: Das Prozessmodell aggressiven Verhaltens nach Kaufmann
5.1.3 Stufenweise Interventionsmöglichkeiten
5.1.4 Aufbau der Therapie
5.1.5 Positive Wirkungen
5.1.6 Grenzen
5.1.7 Evaluation
5.2 Das Curriculum „Faustlos“
5.2.1 Ziele und Zielgruppe
5.2.2 Inhalte
5.2.3 Durchführung
5.2.4 Positive Wirkungen
5.2.5 Grenzen
5.2.6 Evaluation
6. Welche Möglichkeiten der Prävention/Intervention gibt es und in welchen Fällen ist zu den einzelnen Möglichkeiten zu raten?
6.1 Prävention
6.2 Intervention
6.2.1 Einzelförderung
6.2.2 Einzeltherapie
6.2.3 Gruppentherapie
6.2.4 Eltern-Erziehungstraining
6.2.5 Familientherapie
7. Fazit
Die Arbeit untersucht das Phänomen aggressiven Verhaltens bei Kindern und evaluiert geeignete Ansätze zur Prävention und Intervention. Ziel ist es, ein Verständnis für die Entstehung von Aggressionen zu schaffen und zu klären, unter welchen Bedingungen spezifische Programme wie das "Training mit aggressiven Kindern" nach Petermann oder das Curriculum "Faustlos" sinnvoll eingesetzt werden können.
Die Trieb- oder Instinkttheorie
Laut dieser These, die vor allem von dem Verhaltensforscher Lorenz vertreten wird, trägt jedes Individuum ein angeborenes Aggressionspotential in sich, das genetisch bestimmt ist. Lorenz geht davon aus, dass Instinkt dem Mensch und Tier ursprünglich der Verteidigung, der Arterhaltung sowie dem Beutetrieb diente. Er hebt die Spontanität hervor, mit der sich Aggressionen äußern und welche diese erst gefährlich werden ließe.
„Die Spontanität des Instinktes ist es, die ihn so gefährlich macht. Wäre er nur eine Reaktion auf bestimmte Außenbedingungen, was viele Soziologen und Psychologen annahmen, dann wäre die Lage der Menschheit nicht ganz so gefährlich, wie sie tatsächlich ist. Dann könnte man grundsätzlich die reaktions-auslösenden Faktoren erforschen und ausschalten.“
Nach einer spontanen Entstehung, zum Beispiel aus dem Spiel heraus mit der Intention, die eigene Stärke zu testen, schaukelt die Aggression weiter hoch, drängt dann zur Handlung und erlischt danach wieder für einen bestimmten Zeitraum. Kritisch zu sehen ist an dieser Stelle jedoch, dass Lorenz bei seiner Aggressionsforschung „bei Mensch und Tier unter einer gemeinsamen begrifflichen Perspektive“ betreibt und „auch schon einmal kurzschlüssig von Buntbarschen und Graugänsen auf die Aggressivität des Menschen geschlossen wird.“
1. Einleitung: Einführung in die Relevanz des Themas Aggression bei Kindern im schulischen und familiären Kontext sowie Definition des Forschungsziels.
2. Was versteht man unter „Aggression“?: Klärung der begrifflichen Definitionen, diagnostischer Klassifizierungssysteme (DSM-IV, ICD-10) und Vorstellung verschiedener Aggressionsarten sowie typischer Verhaltensweisen.
3. Wie entstehen Aggressionen? - Theorien: Darstellung wichtiger theoretischer Erklärungsansätze für aggressives Verhalten, darunter Instinkt-, Lern- und Frustrationstheorien.
4. Risikofaktoren: Untersuchung biologischer, familiärer und schulischer Einflussgrößen, die das Auftreten von aggressivem Verhalten begünstigen können.
5. Anti-Aggressions-Programme: Detaillierte Vorstellung und Evaluation des "Trainings mit aggressiven Kindern" nach Petermann sowie des Curriculums "Faustlos".
6. Welche Möglichkeiten der Prävention/Intervention gibt es und in welchen Fällen ist zu den einzelnen Möglichkeiten zu raten?: Diskussion von Präventionsstrategien und spezifischen Interventionsformen wie Einzel-, Gruppen- und Familientherapie in Abhängigkeit von den individuellen Auslösern.
7. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Schlussfolgerungen bezüglich einer bedarfsgerechten Intervention.
Aggression, Kinder, Petermann-Training, Faustlos, Gewaltprävention, Intervention, Erziehung, Verhaltensstörung, Risikofaktoren, Sozialverhalten, Lernmodell, Frustration, Therapie, Förderung, Diagnostik.
Die Bachelorarbeit behandelt das Thema Aggression bei Kindern und analysiert, wie diese entstehen, welche Faktoren sie fördern und wie durch präventive oder intervenierende Programme entgegengewirkt werden kann.
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Klassifizierung aggressiven Verhaltens, theoretische Erklärungsmodelle zur Entstehung, eine Analyse von Risikofaktoren sowie die detaillierte Vorstellung und wissenschaftliche Einordnung der Programme "Petermann-Training" und "Faustlos".
Das Ziel ist es, ein fundiertes Verständnis über die Ursachen aggressiven Verhaltens bei Kindern zu vermitteln und Kriterien dafür zu erarbeiten, welche Art der Prävention oder Intervention in bestimmten Fällen sinnvoll und wirksam ist.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse basiert. Vorhandene Theorien, Studien und Interventionskonzepte werden gesichtet, strukturiert und hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Anwendungsmöglichkeiten diskutiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Aggressionsforschung, die Untersuchung von Risikofaktoren (biologisch, familiär, schulisch) sowie eine ausführliche Evaluation der Programme "Petermann-Training" und "Faustlos" inklusive ihrer Interventionsstufen und Zielgruppen.
Wesentliche Begriffe sind unter anderem Aggression, Kinder, Gewaltprävention, Petermann-Training, Faustlos, Intervention, Verhaltensstörung und Erziehungskompetenzen.
Während das „Training mit aggressiven Kindern“ nach Petermann als therapeutische Intervention für bereits auffällige Kinder konzipiert ist, setzt das Curriculum „Faustlos“ breiter an und dient vornehmlich der allgemeinen Gewaltprävention in Kindergärten und Schulen.
Die Eltern sind ein integraler Bestandteil der Konzepte. Da aggressives Verhalten oft durch das familiäre Umfeld beeinflusst wird, sehen beide Programme eine Einbeziehung der Eltern vor, um erlernte Kompetenzen in den Alltag zu übertragen und das Erziehungsverhalten zu stärken.
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