Examensarbeit, 2010
133 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Begründung des Interesses am Thema
1.2 Forschungsstand
1.3 Quellen- und Literaturvorstellung
1.4 Methodik und Herangehensweise
2. Die Veränderung der Frauenrolle in der amerikanischen Militärgeschichte bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges
2.1 Vom Unabhängigkeits- bis zum Bürgerkrieg
2.2 Der Erste Weltkrieg
2.3 Der Zweite Weltkrieg
2.3.1 Von der Hausfrau und Mutter zur Nationalheldin
2.3.2 G.I. Jane – Die amerikanische Frau im Militär
3. Women Air Force Service Pilots
3.1 Die Gründung der WASP
3.2 Die Rekrutierung der Pilotinnen
3.3 Die Ausbildung der angehenden WASP
3.4 Der Einsatz der WASP in der Air Force
4. Gründe und Motivation der Frauen zur Teilnahme am WASP Programm
4.1 Kurzbiographien der Interviewten
4.2 Methodische Überlegungen
4.3 Analyse zur Motivation der WASP
5. Kampf um Erhalt des WASP-Programms und Anerkennung ihrer Leistungen
5.1 Demobilisierung der WASP
5.2 Leistungen und Bedeutung der WASP aus heutiger Sicht
6. Resümee
Diese wissenschaftliche Hausarbeit untersucht die historischen Entwicklungen der "Women Air Force Service Pilots" (WASP) im Zweiten Weltkrieg sowie die primäre Motivation der Pilotinnen. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, ob der Beitritt zur Air Force primär durch Patriotismus oder durch eine ausgeprägte Flugpassion sowie das Streben nach beruflicher Selbstverwirklichung in einer Männerdomäne begründet war.
3.3 Die Ausbildung der angehenden WASP
„One of the first things the officers did was to line us up and tell us to look at the person on either side of us. We were then told that both of those people would wash out.”161 Dies war die Begrüßung in Avenger Field, nachdem die Frauen in Sweetwater, Texas, vom Bahnhof mit den „Cattle Trucks“162 (zu Bussen umgebaute LKWs, mit Holzbänken auf der Ladefläche) abgeholt und zur Basis gebracht wurden. Nach dieser ersten Begegnung mit den militärischen Sitten wurden die Rekrutinnen ihren Behausungen zugeteilt, wo sie die nächsten zweiundzwanzigeinhalb Wochen leben und lernen sollten.
Es gab insgesamt zehn hölzerne Baracken in Avenger Field, in welchen je sechs trainees untergebracht waren und von den Schülerinnen bay genannt wurden. Zwei bays teilten sich je ein Bad mit zwei Duschen und zwei Toiletten. Diese Barackenaufteilung war eng verbunden mit der Aufteilung der Fluggruppen. Jede Klasse bestand aus zwei alphabetisch geordneten Fluggruppen, den sogenannten flights, denen unterschiedliche Ablaufpläne für die Ausbildung zugeordnet wurden. Flight 1 flog von morgens bis mittags und hatte danach Theorieunterricht (ground school), während der Tag der flight 2 genau umgekehrt verlief. Alle zwei Wochen wurde der Rhythmus gewechselt, sodass flight 2 zuerst flog und nachmittags Theorieunterricht bekam.
1. Einleitung: Einführung in das Thema, Begründung des Forschungsinteresses und Darlegung der methodischen Vorgehensweise.
2. Die Veränderung der Frauenrolle in der amerikanischen Militärgeschichte bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges: Historischer Überblick über die zunehmende Öffnung militärischer Bereiche für Frauen von den frühen Kriegen bis zur speziellen Situation im Zweiten Weltkrieg.
3. Women Air Force Service Pilots: Detaillierte Darstellung der Gründung der Organisation, der Rekrutierungsprozesse, der Ausbildung in Avenger Field sowie der spezifischen Einsatzfelder innerhalb der Air Force.
4. Gründe und Motivation der Frauen zur Teilnahme am WASP Programm: Empirische Analyse mittels Kurzbiographien und Auswertung von Oral-History-Interviews zur Klärung der Beweggründe der Pilotinnen.
5. Kampf um Erhalt des WASP-Programms und Anerkennung ihrer Leistungen: Schilderung der politischen Auseinandersetzungen um die Militarisierung der WASP, die Demobilisierung und den späteren Kampf um Veteranenstatus.
6. Resümee: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Einordnung der Ergebnisse in den historischen Kontext.
WASP, US-Militär, Zweiter Weltkrieg, Pilotinnen, Air Force, Frauenrolle, Motivation, Flugpassion, Patriotismus, Avenger Field, Jackie Cochran, Militarisierung, Veteranenstatus, Oral History, Geschlechterrollen.
Die Arbeit beleuchtet die Geschichte der ersten weiblichen Militärpilotinnen der USA (WASP) während des Zweiten Weltkriegs und hinterfragt kritisch die gesellschaftlichen sowie individuellen Motivationsfaktoren für ihre Dienstaufnahme.
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Frauenrolle im Militär, den strukturellen Bedingungen der Ausbildung der WASP sowie dem politischen Kampf um die Anerkennung ihrer militärischen Leistungen.
Die Arbeit untersucht, ob die Motivation der Pilotinnen für den Beitritt zur Air Force primär durch patriotische Gefühle oder durch ihre persönliche Leidenschaft für die Fliegerei bestimmt war.
Die Autorin stützt sich primär auf die Methode der Oral History, indem sie zehn Interviews mit ehemaligen WASP analysiert, diese biographisch aufbereitet und mit Hilfe von Motivaionskriterien auswertet.
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung der Frauenrolle, die detaillierte Beschreibung des WASP-Programms (von der Rekrutierung bis zum Einsatz) und eine fundierte Motivationsanalyse sowie die Schilderung der programmatischen Auflösung.
WASP, Frauen im Militär, Zweiter Weltkrieg, Flugpassion, Geschlechterrollen und die Institutionalisierung der US-Luftfahrt sind prägende Begriffe.
Die Militarisierung wurde durch konservative Lobbygruppen und männliche Veteranenvereinigungen blockiert, die Arbeitsplätze für zurückkehrende Soldaten fürchteten und traditionelle Geschlechterrollen im Militär verteidigten.
Jackie Cochran war die Gründerin und treibende Kraft hinter den WASP, die das Programm organisierte und unermüdlich für die Ausbildung und Anerkennung der Pilotinnen stritt, wenngleich sie auch sehr rigide Disziplinregeln durchsetzte.
Die Arbeit wertet den Ramspeck-Bericht als qualitativ fragwürdig, da er auf ungenauen Statistiken beruhte und eher darauf abzielte, das WASP-Programm politisch zu diskreditieren, als eine objektive Untersuchung durchzuführen.
Die meisten WASP konnten nach 1945 beruflich nicht mehr als Pilotinnen Fuß fassen, da sie durch gesellschaftliche Normen zurück in die traditionelle Hausfrauenrolle gedrängt wurden, kämpften jedoch Jahrzehnte später erfolgreich für ihren Veteranenstatus.
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