Masterarbeit, 2012
70 Seiten, Note: 1,9
1. Einleitung
1.1 Ziele der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Begriffsklärungen und inhaltliche Grundlagen
2.1 Demografie und demografischer Wandel
2.2 Organisationen Sozialer Arbeit im Wandel
2.3 Was sind ältere Mitarbeiter?
2.4 Personalentwicklung in Organisationen Sozialer Arbeit
2.4.1 Alterns- und altersgerechte Personalentwicklung
2.4.2 Maßnahmen einer alternsgerechten Personalentwicklung
3. Der demografische Wandel und seine gesellschaftlichen Auswirkungen
3.1 Die Bevölkerungsentwicklung in Deutschland
3.1.1 Einflussgröße Fertilität
3.1.2 Einflussgröße Mortalität
3.1.3 Einflussgröße Migration
3.2 Entwicklung der Erwerbsbevölkerung
3.3 Fazit
4. Älter werden im beruflichen Kontext
4.1 Formen der Altersbestimmung
4.2 Gesellschaftliche Altersbilder
4.3 Leistungsfähigkeit und Alter
4.3.1 Physische Leistungsfähigkeit
4.3.2 Kognitive Leistungsfähigkeit
4.3.3 Individuelle Leistungsfähigkeit und Erfahrungswissen
4.3.4 Günstige und ungünstige Tätigkeitsmerkmale für ältere Mitarbeiter
4.4 Anforderungen und Arbeitsbedingungen in Einrichtungen Sozialer Arbeit
4.5 Fazit
5. Alternsgerechte Personalentwicklungskonzepte
5.1 Handlungsfelder einer alternsgerechter Personalentwicklung
5.1.1 Unternehmenskultur und alterngerechtes Führen
5.1.2 Gesundheitsförderung
5.1.3 Weiterbildung und Wissenstransfer
5.1.3.1 Alternsgerechte betriebliche Weiterbildung
5.1.3.2 Wissenstransfer
5.1.4 Arbeitszeitgestaltung
5.1.5 Laufbahngestaltung
5.1.6 Aufgabenbewältigung durch alternsgerechte Arbeitsgestaltung
5.2 Fazit
6. Umsetzungs-Szenario
6.1 Darstellung der Projektphasen zur Analyse der demografischen Situation
6.2 Situationsanalyse
6.3 Altersstrukturanalyse
6.4 Unterschiedliche Altersstrukturen und ihre Herausforderungen
6.5 Mitarbeiterbefragung am Beispiel des Konzeptes der Beschäftigungsfähigkeit in gemeinsamer Verantwortung der TBS NRW e.V.
6.6 Inhalte der Mitarbeiterbefragung zur Beschäftigungsfähigkeit
6.7 Fazit
7. Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des demografischen Wandels auf Organisationen Sozialer Arbeit und untersucht, wie Personalentwicklungskonzepte angepasst werden können, um die Leistungsfähigkeit und Motivation älterer Mitarbeiter langfristig zu sichern und Potenziale besser zu nutzen.
1. Einleitung
Unsere Zukunft sieht alt aus – dieses Szenario wird durch Politik und Medien in die Öffentlichkeit getragen und stellt dabei den Aspekt der Finanzierung der Renten und der Krankenkassen in den Mittelpunkt. Doch dahinter verbirgt sich viel mehr. Sinkende Geburtenraten und eine steigende Lebenserwartung führen zu einer Verschiebung in der Altersstruktur unserer Gesellschaft, d.h. der Anteil der Jüngeren nimmt immer mehr ab und der Anteil der Älteren nimmt weiter zu (vgl. Statistisches Bundesamt 2011:7). Angesprochen wird dabei die demografische Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland, welche vielfältige Auswirkungen auf unser gesamtes gesellschaftliches Leben haben wird. Davon betroffen sind nahezu alle Lebensbereiche, wie z.B. Bildung, Konsum, Wohnungsbau, Städteplanung und Arbeitsmarkt (vgl. Juch 2009:13).
Aufgrund dieser Entwicklung wird sich insbesondere die Situation für Erwerbstätige und somit auch für Unternehmen bzw. Organisationen grundlegend ändern: die heutigen Erwerbstätigen und die der nachfolgenden Generationen werden länger als bisher im Beschäftigungssystem verbleiben (vgl. Seyfried 2011:8). Bereits jetzt ist abzusehen, dass sich die Altersstruktur der Bevölkerung im Erwerbsalter in einem raschen Tempo verschiebt. Bis zum Jahr 2020 wird sich die Zahl der 50- bis 64-jährigen von heute 15,5 Millionen auf 19,5 Millionen erhöhen (vgl. Statistisches Bundesamt 2009:17). Daher wird es in Zukunft immer mehr darauf ankommen, ältere Mitarbeiter während ihrer Berufstätigkeit stärker zu fördern, um ihre Motivation und Leistungsfähigkeit zu erhalten.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den demografischen Wandel als gesamtgesellschaftliche Herausforderung und definiert die Notwendigkeit, ältere Erwerbspersonen stärker in den Fokus der Personalpolitik zu rücken.
2. Begriffsklärungen und inhaltliche Grundlagen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Demografie, Organisationen Sozialer Arbeit sowie Personalentwicklung und grenzt alternsgerechte von altersgerechten Maßnahmen ab.
3. Der demografische Wandel und seine gesellschaftlichen Auswirkungen: Es werden die demografischen Einflussgrößen Fertilität, Mortalität und Migration analysiert und deren Auswirkungen auf die zukünftige Erwerbsbevölkerung aufgezeigt.
4. Älter werden im beruflichen Kontext: Hier steht die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Älterwerden, den gesellschaftlichen Altersbildern und der Leistungsfähigkeit in Bezug auf physische und kognitive Anforderungen im Mittelpunkt.
5. Alternsgerechte Personalentwicklungskonzepte: Das Kapitel beschreibt konkrete Handlungsfelder wie Unternehmenskultur, Gesundheitsförderung, Weiterbildung und Arbeitszeitgestaltung als Strategien zur Sicherung der Leistungsfähigkeit.
6. Umsetzungs-Szenario: Es wird ein systematischer Projektverlauf für Organisationen skizziert, inklusive Instrumenten wie Altersstrukturanalyse und Mitarbeiterbefragungen zur Implementierung demografiesensibler Maßnahmen.
7. Zusammenfassung und Ausblick: Die Arbeit schließt mit einer Würdigung der Ergebnisse und dem Appell an Führungskräfte, das Potenzial der alternden Belegschaften proaktiv zu gestalten.
Demografischer Wandel, Personalentwicklung, Soziale Arbeit, Ältere Mitarbeiter, Leistungsfähigkeit, Alterung, Organisationsentwicklung, Wissenstransfer, Gesundheitsförderung, Kompetenzmodell, Altersstrukturanalyse, Beschäftigungsfähigkeit, Generation 50+, Personalmanagement, Lebenslanges Lernen
Die Arbeit behandelt die Herausforderungen des demografischen Wandels für Organisationen der Sozialen Arbeit und entwickelt Konzepte zur alternsgerechten Personalentwicklung.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Altersstruktur, der Förderung der Leistungsfähigkeit und Gesundheit älterer Mitarbeiter sowie der strategischen Gestaltung von Weiterbildung und Wissenstransfer.
Das Ziel ist es, Möglichkeiten und Instrumente aufzuzeigen, wie soziale Organisationen die Potenziale älterer Mitarbeiter sichern und fördern können, um dem Fachkräftemangel und den veränderten Rahmenbedingungen zu begegnen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender theoretischer Modelle und Konzepte zur Personalentwicklung im Kontext des demografischen Wandels.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen des Alterns, die Analyse der demografischen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt sowie die Darstellung konkreter Handlungsfelder wie Führung, Arbeitsgestaltung und Umsetzungsszenarien.
Wesentliche Begriffe sind demografischer Wandel, alternsgerechte Personalentwicklung, soziale Dienstleistung, Kompetenzmodell und Beschäftigungsfähigkeit.
Während das veraltete Defizitmodell den Fokus auf den Leistungsabbau legt, betont das Kompetenzmodell die im Alter gewachsenen Erfahrungen, das Expertenwissen und die soziale Kompetenz älterer Mitarbeiter als wichtige Ressource.
Es bietet einen systematischen Überblick über die aktuelle Personalstruktur und dient als Grundlage, um zukünftige Risiken bei der Altersentwicklung frühzeitig zu erkennen und gezielte Maßnahmen einzuleiten.
Es umfasst sechs Dimensionen – Kompetenz, Gesundheit, Lernfähigkeit, Integration, Verantwortung und Management –, die Mitarbeitern helfen, ihre eigene berufliche Situation zu reflektieren und Stärken sowie Schwächen zu identifizieren.
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