Bachelorarbeit, 2011
73 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
1.1 Relevanz der Arbeit
1.2 Vorgehensweise
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Social Media
2.2 Soziale Netzwerke
2.3 Facebook
2.3.1 Geschichte von Facebook
2.3.2 Funktionen auf Facebook
2.3.3 Kommerzielle Zwecke von Facebook
2.3.4 Facebook Seiten
2.4 High-Involvement Käufe
2.5 Kundenzufriedenheit und Kundenbindung in der Automobil-Branche
2.6 Forschungsleitende Annahmen
3 Empirische Forschung
3.1 Forschungsmethodik
3.1.1 Vorgehensweise
3.1.2 Forschungsmethodik
3.2 Ergebnisse der empirischen Forschung
3.2.1 Quantitative Forschung
3.2.2 Qualitative Forschung
4 Handlungsempfehlungen
5 Fazit
Die Arbeit untersucht, wie deutsche Automobilhersteller Facebook als Kommunikationskanal nutzen, um Kundenzufriedenheit und Kundenbindung zu fördern. Dabei wird analysiert, welche Strategien in der Interaktion mit Fans erfolgreich sind, wie Beschwerdemanagement über die Pinnwand funktioniert und inwieweit soziale Netzwerke den Nutzen von High-Involvement-Produkten wie Autos unterstützen können.
3.2.2 Qualitative Forschung
Der Kunde bemängelt in diesem Fall die Langlebigkeit eines Bauteiles an seinem Wagen, die im Katalog noch explizit als Stärke beworben wurde. Die Reparaturen waren seiner Meinung nach schon zu oft fällig und nahmen dabei zu viel Zeit in Anspruch, weil der Vorgang dabei zu aufwendig ist. Dieser deutlichen Kritik und dem schon fast als ironisch geltenden Produktmangel tritt Audi auf unpersönlichste Art und Weise entgegen. Der verärgerte Fan wird weder begrüßt noch vertröstet. Es wird ihm keine richtige Hilfe angeboten, stattdessen weist Audi ihn auf eine als zynisch aufzufassende Weise auf die Kontaktdaten im Info-Tab hin. Der Fan reagiert aufgebracht und sieht keinen Sinn in diesem Ratschlag noch in den Möglichkeiten der Kundenbetreuung. Audi reagiert daraufhin nicht mehr. Mit dieser misslungenen Hilfestellung signalisiert Audi mangelnde Wertschätzung des Kundenkontakts auf Facebook und zeigt keinerlei proaktive Bereitschaft zur Problemlösung. Der Fan wird nüchtern und unfreundlich abgespeist und seinem Schicksal alleine überlassen Hilfe an anderer Stelle bei Audi zu finden. Der Nutzen eines Service-Brand wurde hier klar verfehlt.
1 Einleitung: Definiert die Relevanz der Arbeit und erläutert die methodische Vorgehensweise bei der Untersuchung der Facebook-Unternehmensseiten.
2 Theoretische Grundlagen: Vermittelt Grundlagen zu Social Media, sozialen Netzwerken und speziell zu Facebook sowie Ansätze zur Messung von Kundenbindung bei High-Involvement-Produkten.
3 Empirische Forschung: Beschreibt die methodische Vorgehensweise und detaillierte quantitative sowie qualitative Ergebnisse der Untersuchung von 18 Automobilherstellern.
4 Handlungsempfehlungen: Gibt konkrete Ratschläge für Unternehmen zur Gestaltung einer erfolgreichen Facebook-Strategie, insbesondere im Bereich Kundenservice und Dialog.
5 Fazit: Resümiert die Haupterkenntnisse der Arbeit und ordnet die Rolle von Facebook als künftiges Service- und Customerbook für Automobilmarken ein.
Facebook, Social Media, Kundenbindung, Kundenzufriedenheit, Automobilbranche, Inhaltsanalyse, High-Involvement, Fan-Interaktion, Dialogführung, Service-Brand, Online-Kommunikation, Pinnwandaktivität, Kundenbetreuung, Markenbindung, Beschwerdemanagement
Die Bachelor-Thesis untersucht, wie deutsche Automobilhersteller ihre Facebook-Seiten nutzen, um mit Kunden zu interagieren und die Markenbindung zu stärken.
Die Schwerpunkte liegen auf Social Media Marketing, der Nutzung von Facebook-Seiten durch B2C-Unternehmen, Kundenbindungsprozessen und der empirischen Analyse von Pinnwand-Dialogen.
Ziel ist es, den Nutzen von Facebook-Seiten für Autohersteller zu bewerten und Best Practices für eine professionelle Kundenpflege in sozialen Netzwerken zu identifizieren.
Die Arbeit nutzt die Inhaltsanalyse als methodisches Instrument, um Pinnwand-Beiträge und die Art der Unternehmens-Kommunikation systematisch auszuwerten.
Neben den theoretischen Grundlagen zu Social Media und Kundenbindung folgt eine empirische Untersuchung von 18 Automobilmarken, unterteilt in einen quantitativen und einen qualitativen Teil.
Wichtige Begriffe sind Facebook-Strategie, Kundenbindung, High-Involvement, Interaktionsrate und Service-Brand.
Die Untersuchung zeigt, dass Marken, die nur als Sprachrohr fungieren und auf Beschwerden nur mit standardisierten Hinweisen auf Hotlines reagieren, bei den Nutzern auf Ablehnung stoßen.
Eine "Friend Brand" setzt auf proaktive, persönliche Interaktion, während eine "Service Brand" den Kanal explizit zur zeitnahen Problemlösung nutzt; beide Ansätze zeigen bei Ford und Kia Erfolgspotenziale auf.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die reine Fan-Anzahl weniger entscheidend ist als die Qualität der geführten Dialoge und die Bereitschaft der Administratoren, auf individuelle Nutzeranliegen einzugehen.
Mangelnde Authentizität oder versuchte Manipulation durch Administratoren kann zu öffentlicher Kritik und nachhaltigen Imageschäden führen, da Nutzer Fehlverhalten in sozialen Netzwerken transparent dokumentieren.
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