Bachelorarbeit, 2012
36 Seiten, Note: 3
1 Einleitung
2 Die Vorgeschichte der Rote Armee Fraktion
2.1.1 Die Entstehung der RAF
2.1.2 Der Gang in den Untergrund
2.1.3 Die Rückkehr nach Deutschland
2.1.4 Die „Baader-Befreiung“
3 Die Rote Armee Fraktion
3.1 Die erste Generation
3.1.1 Die Gründung der RAF
3.1.2 Die Vorbereitungen und das „Konzept Stadtguerilla“
3.1.3 Die „Offensive 72“
3.1.4 Zwischenfazit:
3.2 Die zweite Generation der RAF
3.2.1 Die Reorganisation
3.2.2 Die Botschaftsbesetzung in Stockholm
3.2.3 Die „Haag-Mayer Bande“
3.2.4 Die „Offensive 77“
3.2.5 Das Ende der zweiten Generation
3.2.6 Zwischenfazit:
3.3 Die dritte Generation der RAF
3.3.1 Die Struktur
3.3.2 Die Strategie
3.3.3 Die Ausführung
3.3.4 Die Auflösung
4 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung der Roten Armee Fraktion (RAF) von ihrer Entstehung aus der Studentenbewegung bis zu ihrer offiziellen Auflösung 1998, um zu ergründen, warum eine dritte Generation den bewaffneten Kampf trotz des wiederholten Scheiterns der Strategien ihrer Vorgänger fortsetzte.
3.1.2 Die Vorbereitungen und das „Konzept Stadtguerilla“
In der Zeit bis 1972 war das gesamte Hauptaugenmerk der ersten RAF-Generation auf den Aufbau der notwendigen Logistik gerichtet. Dies wurde innerhalb der linken Szene scharf kritisiert, da diese jedweden Aktionismus in dieser Zeit vermisste. Zusätzlich stellten sich in dieser Zeit bereits die ersten Rückschläge ein, welche sich in der Verhaftung Horst Mahlers und der Erschießung Petra Schelms niederschlugen.
Nach Abschluss der Vorbereitungen wurde in Anlehnung an die von Freiheitskämpfern in Südamerika, wie beispielsweise den Tupamaros, praktizierte Guerilla-Taktik eine Abwandlung die sie als „Stadtguerilla“ bezeichneten angewandt. Wie in dieser Kampfform üblich, suchten sie sich einzelne Ziele des „Feindes“ welche sie danach gezielt attackierten. Als Leitfaden diente hier das „Mini-Handbuch der Stadtguerilla“, dass vom brasilianischen Guerillaanführer Carlos Marighella geschrieben worden war. Es wurde jedoch nicht versucht, wie bei den südamerikanischen Vorbildern üblich, eigenes Territorium zu erlangen bzw. zu vergrößern.
Ulrike Meinhof erläuterte dies im Strategiepapier „Konzept Stadtguerilla“ folgendermaßen:
„Stadtguerilla zielt darauf ab, den staatlichen Herrschaftsapparat an einzelnen Punkten zu destruieren, stellenweise außer Kraft zu setzen, den Mythos von der Allgegenwart des Systems und seine Unverletzlichkeit zu zerstören.“
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Relevanz der RAF als ein die Bundesrepublik über drei Jahrzehnte prägendes Phänomen und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Fortsetzung des bewaffneten Kampfes durch die dritte Generation.
2 Die Vorgeschichte der Rote Armee Fraktion: Dieses Kapitel zeichnet die Radikalisierungsprozesse innerhalb des SDS nach, die zur Gründung der RAF führten und in der gewaltsamen Befreiung von Andreas Baader gipfelten.
3 Die Rote Armee Fraktion: Der Hauptteil analysiert detailliert die Strukturen, Strategiewechsel und Anschlagsserien der drei Generationen der RAF sowie deren zunehmende Isolation innerhalb der Linken.
4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die RAF an ihrer fehlenden ideologischen Basis, ihrer Isolation und der Unfähigkeit, auf Kritik zu reagieren, scheiterte, bis sie sich schließlich auflöste.
Rote Armee Fraktion, RAF, Terrorismus, Bundesrepublik Deutschland, Stadtguerilla, Deutscher Herbst, Radikalisierung, Studentenbewegung, Ulrike Meinhof, Andreas Baader, antiimperialistische Front, Linksextremismus, Gefangenenbefreiung, bewaffneter Kampf, Gewaltverzicht.
Die Arbeit analysiert die Entstehung, die Entwicklung und den Zerfall der linksextremistischen Terrororganisation Rote Armee Fraktion (RAF) über ihre drei Generationen hinweg.
Im Zentrum stehen die Radikalisierung innerhalb der Studentenbewegung, die logistische Ausrichtung der RAF, die Entwicklung des "Stadtguerilla"-Konzepts sowie die internen und externen Faktoren, die zum Scheitern der Organisation führten.
Die Arbeit verfolgt das Ziel zu beantworten, warum eine dritte Generation der RAF den bewaffneten Kampf fortsetzte, obwohl die Aktionen der ersten beiden Generationen bereits zweimal gescheitert waren.
Es handelt sich um eine historische Rekonstruktion auf Basis der vorhandenen Fachliteratur, ergänzt durch die Analyse von Originaldokumenten und Strategiepapieren der RAF.
Der Hauptteil gliedert sich in die drei Generationen der RAF, wobei jeweils die jeweilige Organisationsstruktur, die strategische Ausrichtung (z.B. das "Konzept Stadtguerilla" oder die "antiimperialistische Front") und signifikante Anschlagsserien beleuchtet werden.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie RAF, Stadtguerilla, linker Terrorismus, Anti-Haft-Proteste, internationale Vernetzung und das Scheitern eines revolutionären Anspruchs definieren.
Die Hungerstreiks dienten der RAF zur Instrumentalisierung der Haftbedingungen, um eine Opferrolle zu inszenieren, Sympathisanten zu mobilisieren und die Befreiung inhaftierter Mitglieder zu forcieren.
Die angestrebte Front scheiterte primär an der fehlenden ideologischen Übereinstimmung zwischen der RAF und anderen westeuropäischen Terrorgruppen sowie an der zunehmenden politischen Isolation der RAF innerhalb des linksextremen Spektrums.
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