Diplomarbeit, 2002
72 Seiten, Note: 3,0
1. Teil: Theoretische Grundlagen und Erklärungsansätze für rechtsextreme Orientierungen bei Jugendlichen
Einleitung
1.1 Grundbegriffe und Gegenstandsbereiche in der gegenwärtigen Diskussion
1.1.1 Rechtsextremismus und –radikalismus
1.1.2 Neonazis/Neonazismus
1.1.3 Entstehung und Entwicklung der Skinhead-Bewegung
1.1.4 Aktuelle Skinhead-Szene
1.1.5 Rechtsextremistische Parteien
1.1.6 Politische Ziele und Kampagnen des Rechtsextremismus nach 1945
1.1.7 Rechtsextremistische Gewalt und Bedrohung
1.1.8 Antisemitismus
1.2 Zugänge und Erklärungsansätze
1.2.1 Rechtsextreme Orientierungen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen
1.2.2 Das Geschlechterverhältnis in der rechten Jugendszene
1.2.3 Rechtsextremismus als soziale Protestbewegung
1.2.4 Der Übergang zur modernen „Risikogesellschaft“ –ein Rückfallrisiko nach rechts?
1.3. Gesellschaft und Politik in der Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus
1.3.1 Prävention und Repression
1.3.2 Möglichkeiten und Grenzen schulischer und außerschulischer Prävention
1.3.3 Zur Praxis der pädagogischen Arbeit mit rechtsorientierten Jugendlichen
1.3.4 Zur Rolle und Verantwortung der Medien
2. Teil: Aussteigerprogramme und Unterstützungen für rechtsorientierte Jugendliche
Einleitung
2.1 Das Projekt Exit
2.1.1 Die Entstehung
2.1.2 Die Aufgaben
2.1.3 Die Ergebnisse
2.2 Das Aussteigerprogramm des Bundesamtes für Verfassungsschutz und andere Hilfen
2.2.1 Entstehung und Aufgaben
2.2.2 Die Ergebnisse
2.2.3 Vor den Aussteigerprogrammen
2.3 Die Entwicklung einer Beratungsstelle für rechtsorientierte Jugendliche
2.3.1 Die Entstehung einer Idee
2.3.2 Die Umsetzung
Die vorliegende Diplomarbeit untersucht die Strukturen der rechtsextremistischen Szene in Deutschland sowie die Herausforderungen und Möglichkeiten bei der Unterstützung junger Menschen, die aus dieser Szene aussteigen möchten. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie wirksame Präventions- und Interventionskonzepte gestaltet sein müssen, um den Ausstieg aus rechtsextremen Orientierungen zu erleichtern und eine soziale Reintegration zu fördern.
2.1.2 Die Aufgaben
Die rechtsextreme Szene ist eine gut durchorganisierte Gruppe, die niemanden frei gibt. Zudem übt sie starken Druck auf ihre Mitglieder und deren Familien aus. Sie droht mit Gewalt, diskriminiert und wertet ab. Gewaltakte und Terroranschläge sind immer zu befürchten, wenn jemand sich dazu entschlossen hat, die Szene zu verlassen.
Aus Kent Lindahls improvisiertem Aussteiger Angebot in Schweden ist mittlerweile ein nachahmungswürdiges Konzept entstanden, welches auch Vorbild für das Exit-Konzept in Deutschland ist. Dieses Konzept wurde von Lindahl in fünf Phasen unterteilt, wobei es keine Rolle spielt, in welcher Zeit der Einzelne diese Phasen durchläuft.
Die erste Phase ist die Motivationsphase. Diese Phase dient dazu, den potenziellen Aussteiger zu motivieren und ihn in seinem Vorhaben, die Gruppe zu verlassen zu stärken. Diese Gespräche finden so oft statt, bis die entsprechende Motivation auszusteigen beim Betroffenen so stark ist, dass man zur zweiten Phase, der Ausstiegsphase, übergehen kann. In dieser Phase muss alles sehr schnell ablaufen. Der Aussteiger trennt sich von seiner Gruppe und das, möglichst ohne viele Spuren zu hinterlassen. Viele verlassen in dieser Phase sogar ihren Wohnort.
Ist die Trennung von der Gruppe vollzogen, so kann mit der dritten Phase, der Etablierungsphase, begonnen werden. Der Aussteiger sucht mit Hilfe von Exit einen neuen Job, einen Studien- oder Ausbildungsplatz.
Darauf folgt die vierte Phase, die Reflexionsphase. Der Aussteiger muss sich mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen und sie aufarbeiten, damit er diese irgendwann ganz hinter sich lassen kann und dem Neuanfang nichts mehr im Wege steht.
1. Teil: Theoretische Grundlagen und Erklärungsansätze für rechtsextreme Orientierungen bei Jugendlichen: Dieses Kapitel liefert ein Verständnis für die Szene, indem es Grundbegriffe klärt und sozialwissenschaftliche Theorien zur Entstehung rechtsextremer Orientierungen diskutiert.
2. Teil: Aussteigerprogramme und Unterstützungen für rechtsorientierte Jugendliche: Dieser Teil befasst sich mit der praktischen Arbeit, stellt existierende Programme wie Exit und das BfV vor und entwickelt ein fiktives Konzept für lokale Beratungsstellen.
Rechtsextremismus, Jugendarbeit, Neonazismus, Aussteigerprogramm, Prävention, Intervention, soziale Desintegration, Radikalisierung, Jugendkultur, Politische Bildung, gesellschaftliche Verantwortung, Beratungsstelle, Reintegration.
Die Arbeit analysiert das Problem des Jugendrechtsextremismus in Deutschland und beleuchtet Ansätze zur Unterstützung von Aussteigern aus der rechten Szene.
Zu den Schwerpunkten zählen theoretische Erklärungsansätze für Rechtsextremismus, die Rolle der Medien, pädagogische Präventionsstrategien und die praktische Arbeit von Aussteigerprogrammen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Jugendliche beim Ausstieg unterstützt werden können und welche Rolle dabei professionelle pädagogische Angebote spielen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und der Aufarbeitung bestehender Studien sowie praktischer Konzepte im Bereich der Sozialarbeit.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine kritische Betrachtung gesellschaftlicher und medialer Reaktionen sowie die detaillierte Darstellung und Analyse von Aussteigerprogrammen.
Wichtige Begriffe sind Rechtsextremismus, Jugendarbeit, Prävention, Ausstiegsprozesse und soziale Reintegration.
Da viele Jugendliche aus strukturschwachen oder kleineren Regionen kommen, ist eine lokale, niederschwellige Anlaufstelle für sie oft die einzige erreichbare Unterstützungsmöglichkeit außerhalb anonymer Hotlines.
Ein Ausstieg erfolgt nach dem Exit-Konzept typischerweise in fünf Phasen: von der Motivation über die eigentliche Trennung (Ausstiegsphase) und soziale Etablierung bis hin zur Reflexion und langfristigen Stabilisierung.
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