Masterarbeit, 2012
91 Seiten, Note: 1,8
1. Einleitung
2. Rahmenbedingungen
2.1 Gesetzliche Grundlagen
2.2.1 Internationale Vorgaben
2.2.2 Nationale Vorgaben
2.2 Überprüfungs- und Sanktionsmöglichkeiten der Bankenaufsicht
2.2.1 Überprüfungsinstrumente und Beurteilungskriterien
2.2.2 Eingriffs- und Sanktionsmöglichkeiten
2.3 Allgemeine Grundlagen
2.3.1 Risikotragfähigkeit als Hauptkomponente des Risikomanagements
2.3.2 Abgrenzung unterschiedlicher Risikotragfähigkeitsansätze
3. Grundformen von Risikotragfähigkeitsansätzen
3.1 Ermittlung des Risikodeckungspotenzials
3.1.1 bei bilanzorientierten Ansätzen
3.1.2 bei wertorientierten Ansätzen
3.2 Ermittlung des Risikopotenzials
3.2.1 Einzubeziehende Risikoarten
3.2.2 Ausgestaltung der Risikomessmethoden
3.3 Gegenüberstellung von Risiko und Risikodeckungsmassen
4. Kritische Würdigung und Umsetzung in der Praxis
4.1 Ergebnisse der Studie der Deutschen Bundesbank
4.1.1 Verwendung von Risikodeckungspotenzialen
4.1.2 Berücksichtigung von Risikopotenzialen
4.2 Grenzen von Risikotragfähigkeitsansätzen
4.2.1 Konzeptionelle Grenzen
4.2.2 Grenzen der Risikoquantifizierung
4.3 Weiterentwicklungsmöglichkeiten von Risikotragfähigkeitsansätzen
5. Zusammenfassung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Ermittlung der Risikotragfähigkeit bei Kreditinstituten aufzuzeigen und die Herausforderungen bei der Quantifizierung von Risiken sowie der Bestimmung von Risikodeckungsmassen zu analysieren. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie rechtliche Rahmenbedingungen und methodische Ansätze (wie bilanzorientierte vs. wertorientierte Verfahren) zusammenwirken, um eine angemessene Risikotragfähigkeit zu gewährleisten und Missverhältnisse frühzeitig zu identifizieren.
3.1.2 bei wertorientierten Ansätzen
Im Vergleich zur im vorhergehenden Kapitel beschriebenen bilanzorientierten Ableitung des Risikodeckungspotenzials erfolgt die Ermittlung bei wertorientierten Ansätzen aus rein ökonomischer Sichtweise. Regulatorische Vorgaben der Säule eins, wie die Berücksichtigung von Kappungsgrenzen bei der Ermittlung des als Risikodeckungspotenzial ansatzfähigen bilanziellen Eigenkapitals, oder Rechnungslegungsvorschriften zum Ansatz und zur Bewertung von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten, werden bei wertorientierten Ansätzen nicht beachtet.
Ökonomisch betrachtet entspricht das Risikodeckungspotenzial dem Unternehmenswert eines Kreditinstituts, abgeleitet aus seinem Substanzwert. Die Wahl des Substanzwertverfahrens, im Vergleich zu anderen Verfahren der Unternehmensbewertung wie dem Ertragswertverfahren, liegt darin begründet, dass die Bestimmung des Unternehmenswertes nicht auf Basis in der Totalperiode des Unternehmens anfallender Ertragsüberschüsse erfolgt. Eine ausschließlich auf die zukünftige Ertragskraft abzielende Ermittlung des Risikodeckungspotenzials ist mit der Zielsetzung von Risikotragfähigkeitskonzepten, gegenwärtig schlagend werdende Risiken zu begrenzen, nicht vereinbar.
Konzeptionell ergibt sich der Substanzwert eines Kreditinstituts aus dem Barwert der vorhandenen Vermögenswerte abzüglich des Barwerts der Verbindlichkeiten und wird in der Literatur häufig als barwertiges Risikodeckungspotenzial bezeichnet. Im Rahmen der Abzinsung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sind bei der Ermittlung des Substanzwertes sowohl die erwarteten Ausfallkosten als auch die Bestandskosten eines Instituts zu berücksichtigen.
In Abhängigkeit von der dem Risikotragfähigkeitsansatz zugrunde liegenden Absicherungszielsetzung können ferner erwartete Wertzuwächse aus dem in zukünftigen Perioden geplanten Neugeschäft, die sogenannte „Performance“ als Bestandteil des Risikodeckungspotenzials berücksichtigt werden.
1. Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Notwendigkeit einer soliden Risikotragfähigkeit im Kontext der Finanzmarktkrise und definiert den Fokus auf die aufsichtsrechtlichen sowie methodischen Anforderungen auf Einzelinstitutsebene.
2. Rahmenbedingungen: Dieses Kapitel erläutert die gesetzlichen Anforderungen (insb. MaRisk, KWG) und die Überprüfungsinstrumente der Bankenaufsicht, welche die rechtlichen Leitplanken für die Risikotragfähigkeitskonzepte bilden.
3. Grundformen von Risikotragfähigkeitsansätzen: Hier werden die methodischen Ansätze zur Ermittlung des Risikodeckungspotenzials (bilanzorientiert vs. wertorientiert) sowie die Vorgehensweisen zur Quantifizierung und Gegenüberstellung von Risiken detailliert dargestellt.
4. Kritische Würdigung und Umsetzung in der Praxis: Das Kapitel analysiert empirische Ergebnisse zur Umsetzung in der deutschen Kreditwirtschaft und hinterfragt kritisch die Grenzen der gewählten Ansätze, insbesondere im Hinblick auf Konzeption und Risikoquantifizierung.
5. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der wesentlichen Ergebnisse zur methodischen Steuerung der Risikotragfähigkeit und betont den Bedarf an kontinuierlicher Weiterentwicklung der Modelle.
Risikotragfähigkeit, Risikodeckungspotenzial, Risikomanagement, MaRisk, Bankenaufsicht, Value-at-Risk, ICAAP, Risikoinventur, Fortführungsansatz, Liquidationsansatz, Risikoaggregation, Diversifikationseffekte, Risikokonzentration, Stresstest, Risikotoleranz
Die Arbeit untersucht die methodischen und aufsichtsrechtlichen Aspekte der Risikotragfähigkeitsermittlung in Kreditinstituten unter Berücksichtigung der aktuellen regulatorischen Vorgaben.
Zu den Kernbereichen gehören die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Abgrenzung von Risikotragfähigkeitsansätzen (bilanz- vs. wertorientiert) sowie die praktische Umsetzung der Risikoquantifizierung und -aggregation.
Ziel ist es aufzuzeigen, welche Anforderungen die Aufsicht stellt und welche methodischen Herausforderungen bei der Quantifizierung von Risiken und Deckungsmassen bestehen, um eine fundierte Beurteilung der Risikotragfähigkeit zu ermöglichen.
Die Arbeit nutzt eine deduktive Herleitung basierend auf gesetzlichen Grundlagen, Interpretationsleitfäden der Aufsicht (BaFin/Bundesbank) sowie einer kritischen Analyse empirischer Studienergebnisse zur Umsetzung in der Praxis.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung rechtlicher Rahmenbedingungen, die Erläuterung der verschiedenen Ansätze zur Ermittlung des Deckungspotenzials und der Risiken sowie eine kritische Würdigung der Grenzen dieser Modelle.
Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Risikotragfähigkeit, Risikomanagement, MaRisk, Value-at-Risk und ICAAP definieren.
Diese Unterscheidung bestimmt maßgeblich, welche Komponenten als Risikodeckungsmasse herangezogen werden dürfen und welche Anforderungen an das Risikopotenzial gestellt werden, um die Ansprüche der Eigenkapitalgeber oder Gläubiger zu schützen.
Die Arbeit identifiziert die mangelnde Verfügbarkeit von Schadensdaten als signifikante Herausforderung, da sie oft zu Modellvereinfachungen und der Notwendigkeit von Expertenschätzungen zwingt, was die Genauigkeit der Risikomessung beeinträchtigen kann.
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